Matratzen-Test: Was ist die beste Matratze für Sie?
Gute Matratzen zu finden, kann schwer sein. Denn: Jede Person hat andere Bedürfnisse. Wir geben Tipps, worauf Sie beim Matratzenkauf achten sollten.

24.03.2026

iStock / Ihor Bulyhin
1. Wie finde ich eine gute Matratze für mich?
Vor dem Kauf sollten Sie sich einige Fragen stellen:
Welches ist meine bevorzugte Schlafposition?
Welchen Härtegrad sollte meine Matratze haben?
Aus welchem Material soll die Matratze sein?
Wie viel darf die Matratze kosten?
Brauche ich die Möglichkeit zum Probeliegen?
Der interaktive Matratzen-Kaufberater hilft Ihnen, die passende Matratze zu finden. Er bietet allerdings nur ein erster Überblick und ersetzt keine professionelle Beratung.
2. Was kostet eine gute Matratze?
Gesunder Schlaf ist erschwinglich: Für einige Hundert Franken erhalten Sie eine Mittelklasse-Matratze. Der Preis variiert je nach Material, Marke und Grösse.
Discounter-Matratzen kosten teils weniger als hundert Franken – und sind teilweise nicht schlechter als teurere Matratzen. Allerdings ist die Auswahl meist kleiner. Denn: Einige Materialien sind aufwendiger in der Herstellung, zum Beispiel Latexmatratzen. Deswegen sind diese oft teurer als etwa Schaumstoff- und Federkernmatratzen.
Luxus-Matratzen kosten schnell mehrere Tausend Franken. Diese Matratzen bieten oft aussergewöhnliche Eigenschaften, Materialien und Technologien.
3. Welche Matratzen-Typen gibt es?
Soll es eher eine Kaltschaum-, Viscoschaum-, Federkern- oder Latexmatratze sein? Hier sehen Sie die Vor- und Nachteile beliebter Matratzen-Typen.
| Matratzen-Typ | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
Kaltschaum-Matratze![]() |
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Viscoschaum-Matratze![]() |
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Federkern-Matratze![]() |
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Latex-Matratze![]() |
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Boxspringbetten![]() |
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Warum ist die Wahl der richtigen Matratze so wichtig?
Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Während der Nachtruhe regeneriert sich der Körper. Bedeutsam ist ein hoher Schlafkomfort – entsprechend wichtig ist die Wahl der Matratze und des Lattenrosts.
Kaltschaum-Matratzen sind äusserst beliebt. Im Innern stecken geschichtete Polyurethan-Kaltschaum-Materialien. Das spezielle Sandwich-Prinzip sorgt für eine hohe Punktelastizität. Zudem ist der Körper optimal gestützt.
Meist bestehen Luftkammern und Belüftungskanäle für den Abtransport von Feuchtigkeit. Zugleich sorgen Material und Schichtung für eine langfristige Speicherung der Wärme.
Das Material hat ein ausgeprägtes Federungsverhalten: Verändern Sie im Schlaf die Position, nimmt die Matratze umgehend die ursprüngliche Form wieder ein.
Achten Sie beim Kauf auf die Dichte des Schaums. Je höher die Dichte ist, desto hochwertiger und langlebiger dürfte die Matratze sein.
Viscoschaum ist ein Spezialmaterial aus der Nasa-Forschung. Das Material sorgt für einen Memory-Effekt, der auf Körperwärme und Druck reagiert und sich dadurch optimal dem Körper anpasst. Das verspricht eine hohe Druckentlastung und ein weiches Liegegefühl.
Nur die oberste Schicht der Matratzen besteht aus Viscoschaum, die unteren Schichten bestehen aus Kaltschaum-Elementen.
Federkern-Matratzen bestehen aus Metallfedern. Dabei unterscheiden Hersteller zwei Typen: die Bonellfederkern-Matratze und die Taschenfederkern-Matratze.
Handelt es sich um eine Taschenfederkern-Matratze, umhüllen Stoffsäckchen die Federn. Dieses System gibt nur punktuell nach und bietet starken Halt. Dadurch fühlt sich die Matratze stabil an – und Ihre Wirbelsäule ist gut gestützt.
Bei der Bonellfederkern-Matratze sind alle Federn miteinander verbunden. Sie ist flächenelastisch und fühlt sich weich an. Das Körpergewicht verteilt sich auf eine grosse Fläche, was für ein leichtes Einsink-Gefühl sorgt.
Was ist besser – Bonellfederkern oder Taschenfederkern?
Es ist eine Frage Ihrer persönlichen Vorlieben, welches Federmodell Sie bevorzugen. Grundsätzlich bieten Taschenfederkern-Matratzen einen besseren Halt.
Beide Modelle überzeugen durch einen guten Klimaausgleich. Federkernmatratzen regulieren ausserdem Wärme und Feuchtigkeit gut. Darum eignen sich diese Matratzen auch für Menschen, die nachts verstärkt schwitzen.
Latex-Matratzen entstehen durch eine chemische Behandlung, die sich Vulkanisation nennt. So wird der verwendete Latex widerstandsfähig. Als Grundlage dienen Naturkautschuke und Synthesekautschuke. Je höher der Anteil an naturbelassenem Latex ist, desto höher ist die Qualität.
Die Matratzen bieten eine gute Körperunterstützung durch eine ausgewogene Punkt- und Flächenelastizität. Bei Bewegungen nimmt die Matratze schnell wieder ihre ursprüngliche Form an.
Latex-Matratzen kosten meist etwas mehr als Federkern- oder Kaltschaum-Matratzen. Zudem sind sie mit bis zu 25 Kilogramm äusserst schwer.
Boxspringbetten sind beliebte Schlafsysteme, die statt eines Lattenrostes ein gefedertes Untergestell als Basis haben. Darauf befindet sich in der Regel eine Matratzen-Kombination, bestehend aus Federkern- und Schaumstoff-Elementen. Diese Schichtung ermöglicht eine gleichmässige Druckverteilung beim Liegen. So entsteht das beliebte Schwebegefühl.
Ein hochwertiges Boxspringbett kostet je nach Grösse und Ausstattung in der Regel rund 1’500 bis 3’500 Franken.
Boxspringbetten bieten eine komfortable Einstiegshöhe und im Zusammenspiel mit einer geeigneten Topper-Auflage eine ausgeprägte Wärmespeicherung. Sie eignen sich für Personen mit mittlerem bis hohem Wärmebedürfnis.
4. Welchen Härtegrad sollte eine Matratze haben?
Weich, normal oder hart? Wichtig ist, dass Ihr Körper bei jeder Bewegung optimal gestützt wird. Bei der Wahl spielen Ihr Körpergewicht und Ihre Körpergrösse eine zentrale Rolle. Wer mehr wiegt, benötigt tendenziell eine härtere Matratze.
Versinkt Ihr Oberkörper in der Matratze, befindet sich Ihre Wirbelsäule in gekrümmter Position. Das kann zu Rückenschmerzen und Schlafstörungen führen. Liegt Ihr Oberkörper höher als Ihr Kopf und Ihre Beine, ist die Matratze wiederum zu hart.
Entscheidend ist neben Grösse und Gewicht auch die Schlafposition: Seitenschläfer bevorzugen in der Regel eher weichere Matratzen. Für Rücken- und Bauchschläfer eignen sich tendenziell härtere Matratzen.
Gut zu wissen: Angaben zum Härtegrad unterliegen keiner Norm. Jeder Hersteller hat eine eigene Definition.
Nur Probeliegen gibt Aufschluss darüber, welcher Härtegrad zu Ihnen passt. Legen Sie sich mit dem ganzen Körper auf die Matratze und nehmen Sie verschiedene Schlafpositionen ein. Es reicht nicht, mit der Hand auf die Matratze zu drücken, um Härte und Komfort zu testen.
5. Richtige Matratzenwahl bei Doppelbetten
Bei Doppelbetten benötigt unter Umständen eine Person eine andere Matratze als die andere – etwa wegen unterschiedlichen Körpergewichts. Dann kaufen Sie am besten zwei Einzelmatratzen.
Je nach Grösse des Bettes eignet sich eine Matratzenbreite von jeweils 80 oder 90 Zentimetern. Achten Sie darauf, dass beide Matratzen gleich hoch sind. Den Spalt zwischen den Matratzen können Sie mit einem Matratzentopper oder einer sogenannten Liebesbrücke für Matratzen überbrücken.
Gut zu wissen: Es gibt auch Doppelmatratzen mit zwei unterschiedlichen Härtegraden. So können Sie mit nur einer Matratze die Bedürfnisse beider Personen erfüllen.
6. Brauche ich einen Lattenrost?
Eine gute Matratze macht noch kein gemütliches Bett. Sie sollten einen Lattenrost nutzen – ausser bei Boxspringbetten. Lattenroste haben zwei wesentliche Aufgaben: die Unterstützung der Matratze und die Sicherstellung einer ausreichenden Belüftung.
Lattenrost mit zusätzlichen Eigenschaften
Besondere Eigenschaften bietet ein flexibler Lattenrost. Er hilft, einzelne Körperpartien ideal zu stützen und Bewegungen auszugleichen. Mithilfe von Federleisten-Schiebern können bis zu sieben einzelne Zonen härter oder weicher eingestellt werden. Sinnvoll ist der flexible Rost für dünne Schaumstoff- und Latex-Matratzen.
Auf besonderen Komfort freuen können Sie sich mit einem verstellbaren Lattenrost – entweder manuell oder elektrisch per Knopfdruck. So können Sie den Kopf- und Fussbereich genau Ihren Bedürfnissen anpassen.
Was ist ein Tellerlattenrost?
Manche Lattenroste verfügen nicht über eigentliche Latten, sondern über bewegliche quadratische Module. Solche Tellerlattenroste bestehen aus Kunststoff und sind in unterschiedlichen Härtegraden erhältlich.
Die Module geben federnd nach und sind in alle Richtungen flexibel. Das sorgt für eine optimierte Anpassung an den Körper. Erhältlich sind Modulrahmen auch in einer Kombination aus Latten und Modulen.
Wie viel ein Lattenrost kosten sollte, ist unter anderem von der Grösse und den gewünschten Eigenschaften abhängig. Die Tabelle gibt einen Überblick über Preisspannen. Sie dient nur zur Orientierung.
| Lattenrost-Typ | Einzelbett/schmal (bis 100 cm) | Doppelbett/breit (ab 120 cm) |
|---|---|---|
| Starre Lattenroste | ab ca. 55 Franken | ab ca. 100 Franken |
| Manuell verstellbare Lattenroste | ab ca. 90 Franken | ab ca. 120 Franken |
| Elektrische Lattenroste | ab ca. 300 Franken | ab ca. 570 Franken |
| Tellerlattenroste | ab ca. 280 Franken | ab ca. 450 Franken |
7. Fazit: Welche Matratze soll ich kaufen?
Auf diese Frage gibt es leider keine allgemeine Antwort. Jeder Körper ist anders und die Bedürfnisse unterscheiden sich stark.
Eine Fachperson berät Sie zu Materialwahl, Härtegrad, Wärmespeicherung und Klimaausgleich der Matratze. Auch lohnt sich ein Probeliegen im Fachgeschäft. Je nach Händler dürfen Sie Matratze und Lattenrost während einiger Zeit zu Hause testen und bei Bedarf innerhalb einer bestimmten Frist umtauschen.
8. Häufige Fragen zum Thema Matratze kaufen
Es gibt keine grundlegende Regel für die Härte der Matratze nach Körpergewicht. Denn: Auch Ihre Grösse, Statur und Schlafposition spielen eine Rolle bei der Wahl der Matratze. Folgende Tabelle zeigt Ihnen ungefähre Richtwerte für den Härtegrad nach Gewicht – sie ersetzt allerdings keine professionelle Beratung.
| Körpergewicht | Härtegrad | Liegegefühl |
|---|---|---|
| Bis ca. 60 kg | H1 | sehr weich |
| ca. 60–80 kg | H2 | weich |
| ca. 80–100 kg | H3 | mittel |
| ca. 110–130 kg | H4 | hart |
| ab ca. 130 kg | H5 | sehr hart |
Es gibt auch eine Formel, die Ihnen bei der Bestimmung des passenden Härtegrads eine Orientierung bieten kann. Rechnen Sie Ihre Körpergrösse minus 100. Danach gilt Folgendes:
Ist das Ergebnis grösser als Ihr Körpergewicht, brauchen Sie eine weiche Matratze.
Ist das Ergebnis etwa gleich gross wie Ihr Körpergewicht, brauchen Sie eine mittelfeste Matratze.
Ist das Ergebnis kleiner als Ihr Körpergewicht, brauchen Sie eine feste Matratze.
Wichtig: Es gibt keine Norm für Härtegrade – jeder Hersteller definiert sie selbst. Deswegen sollten Sie Matratzen immer probeliegen.
Ob Kaltschaum- oder Federkernmatratzen besser sind, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen ab.
Die folgende Tabelle zeigt Ihnen die Vor- und Nachteile von Kaltschaum- und Federkernmatratzen.
| Matratzen-Typ | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Kaltschaum-Matratze |
|
|
| Federkern-Matratze |
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Es gibt grundsätzlich keine beste Art von Lattenrost. Wie auch die Matratze ist die Wahl des Lattenrosts von Ihren Bedürfnissen abhängig. Gute Federholzrahmen bieten allerdings einen guten Standard – das sind Lattenroste mit flexiblen Leisten und Zonen.
Grundsätzlich entscheidet sich die Wahl des Lattenrosts auch nach Ihrer typischen Schlafposition. Denn: Je nachdem sollten andere Bereiche durch den Rost unterstützt werden. Auch die Art Ihrer Matratze spielt eine Rolle – so eignen sich verstellbare Lattenroste zum Beispiel nicht für einige Federkernmatratzen.
Lassen Sie sich von einer Fachperson beraten, falls Sie sich beim Kauf des Lattenrosts unsicher sind.
Dieser Artikel wurde erstmals produziert am 05.02.2014








