Hausrat & Haftpflicht

Mit der Dunkelheit kommen die Einbrecher: So können Sie sich schützen

TIPPS
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Jahreszeit der Dämmerungseinbrüche: Wie kann man Einbrecher aus den eigenen vier Wänden fernhalten? Quelle: iStock

Die kalte Jahreszeit ist angebrochen: Es wird schneller dunkel und im Schutz der Dämmerung kommen die Einbrecher. Im Winter schlagen sie in der Schweiz besonders oft zu. So können Sie den Einbruchschutz Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung selbst wirkungsvoll verbessern.

Alle neun Minuten ein Einbruch in der Deutschschweiz, in der Westschweiz oder im Tessin. Fast 50 Prozent aller Hausratschäden gehen laut einer Analyse von comparis.ch auf das Konto von Einbrechern. Ein Einbruchschaden kostet die Versicherer im Schnitt rund 8'400 Franken.

Herbst und Winter: Hochsaison für Einbrecher

In keiner Jahreszeit wird so viel eingebrochen wie im Herbst und Winter – vor allem, weil es früher dunkel wird. Meist geschieht dies in der schützenden Dunkelheit, bevor die nichtsahnenden Bewohner von der Arbeit heimkommen. Nach der Umstellung der Uhren auf die Winterzeit registrieren die Schweizer Versicherer 20 Prozent mehr Einbrüche.

Dabei sind viele Einbrüche vermeidbar, ohne das Eigenheim zu einem Fort Knox hochrüsten zu müssen. Deshalb gibt Ihnen comparis.ch die wichtigsten Tipps gegen Einbruchdiebstähle, einfache Diebstähle und Beraubungen.

Die wichtigsten Tipps, um sich vor einem Einbruch zu schützen

  • Eines vorweg: Wer sein Haus ordentlich gegen Einbrüche schützt, lebt nicht nur sicherer, sondern spart obendrein bei der Prämie für seine Hausratversicherung.
  • Den Briefkasten bei längerer Abwesenheit regelmässig von Nachbarn leeren lassen oder die Post für diesen Zeitraum abbestellen. Einbrecher halten nämlich bei ihrer Suche nach leerstehenden Wohnungen gezielt Ausschau nach überquellenden Briefkästen.

  • Vorsicht beim Verstecken der Schlüssel: Diebe schauen gerne unter Fussmatten, in Briefkästen oder Blumentöpfen nach Schlüsseln.

  • Augen auf bei verdächtigen Zeichen an Wänden oder Türen. Mittels sogenannter Gaunerzinken kommunizieren Kriminelle untereinander. Ein «X» beispielsweise bedeutet: Einbruchsvorbereitungen laufen – ergiebiges Objekt.

  • Wer Verdächtiges beobachtet oder Einbrecher sogar in flagranti erwischt, sollte so schnell wie möglich per Notruf 117 die Polizei alarmieren. «Lieber einmal zu früh als zu spät», rät der «Polizeiliche Sicherheitsratgeber». Ganz wichtig aber: Bitte nicht selbst eingreifen!

  • Zeitschaltuhren, intelligente Glühbirnen und TV-Simulatoren in der Wohnung installieren. Denn Licht schreckt ab und man kann so den Eindruck erwecken, die Bewohner seien daheim. Viele Einbruchsversuche lassen sich schon frühzeitig mit Bewegungsmeldern im Hauseingang, an der Terrasse oder Garage vereiteln. Man sollte in jedem Fall darauf achten, dass das Licht unregelmässig angeht, da viele Einbrecher die Wohnungen oder Häuser eine Zeit lang beobachten und schnell herausfinden, ob wirklich jemand Zuhause ist, oder ob die Zeitschaltuhr angeht. Deshalb sind intelligente Glühbirnen, oder ganze Smart Home Packages, die man bequem per App von überhall her steuern kann, eine gute Lösung.

  • Schloss von einem Fachmann prüfen lassen: Viele Schlösser sind für Kriminelle fast so schnell zu öffnen wie unverschlossene Türen.

Wer kommt für den Schaden eines Einbruches auf?

In der Regel kommt die Hausratversicherung für Schäden durch Einbrüche auf. Versicherungen unterscheiden zwischen einem Einbruchdiebstahl und dem so genannten „einfachen Diebstahl zu Hause“: Schlägt der Einbrecher eine Scheibe ein oder knackt das Türschloss, um in die Wohnung zu gelangen, dann handelt es sich um einen Einbruchdiebstahl. Die Schäden dieser Art sind in der Grunddeckung der Hausratversicherung inbegriffen. Diese zahlt die gestohlenen und beschädigten Gegenstände zum Neuwert. Schmuck und Bargeld sind aber in der Regel nur bis zu einem bestimmten Betrag gedeckt.

Die Hausratversicherung zahlt auch die Folgeschäden eines Einbruches: kaputtes Türschloss, zerbrochenes Fenster und ähnliches.

Wichtiger Tipp: Regelmässig die Versicherungssumme  bei der Hausratversicherung anpassen, damit man bei einem Einbruch oder Diebstahl genügend versichert ist. Auch ein Wechsel oder zumindest ein Vergleich der Hausratversicherung lohnt sich von Zeit zu Zeit. So kann man unter Umständen einige hundert Franken pro Jahr sparen.