Hausrat & Haftpflicht

Blitzschlag: Was zahlt die Hausratversicherung?

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| von Frédéric Papp |
Bild: iStock.com / assalve

Blitzeinschläge sind hierzulande keine Seltenheit. Comparis sagt, wo es in der Schweiz am meisten blitzt und welche Versicherungen im Schadenfall aufkommen.

Wann und wo blitzt es in der Schweiz am häufigsten?

Die Gewittersaison beginnt hierzulande üblicherweise im Juni und dauert bis August. Hauptsächlich in dieser Periode schlagen hierzulande rund 60’000 bis 80’000 Blitze ein. Das Südtessin ist am stärksten betroffen. Elektrische Geräte sollten während eines Gewitters vom Stromnetz getrennt werden. Gebäude lassen sich durch Blitzschutzanlagen schützen.

Welche Versicherung zahlt im Schadenfall?

Blitzschlag ist in der Feuerdeckung der Hausratversicherung eingeschlossen. Das heisst: Für bewegliche Sachen im Haushalt kommt im Schadenfall diese Versicherung zum Zug. Der Selbstbehalt beträgt in der Regel 200 Franken. Melden Sie den Schaden umgehend Ihrer Versicherung. Die Versicherung prüft, ob im angegebenen Zeitraum tatsächlich ein Gewitter über das Land gezogen ist. Je nach Höhe des Schadens schicken Versicherer Schadeninspektoren vorbei. Sie sollen feststellen, ob beispielsweise der Fernseher tatsächlich durch eine Überspannung in Folge eines Blitzeinschlags Schaden genommen hat oder anderweitige Defekte vorliegen.

Grundsätzlich ist der Neuwert der beschädigten Sache gedeckt. Die Hausratversicherung zahlt den Betrag für die Wiederbeschaffung einer gleichwertigen Sache oder übernimmt bei Teilschäden die Reparaturkosten, abzüglich des vertraglich vereinbarten Selbstbehalts. Der von der Versicherung ermittelte Betrag kann niedriger ausfallen als der ursprüngliche Kaufpreis. Grund: Die Technik entwickelt sich laufend weiter. Einen Fernseher, der vor ein paar Jahren ein technisches Highlight war, gibt es mittlerweile im Ausverkauf.

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Wie sind Gebäude gegen Blitzschlag versichert?

Die Gebäudeversicherung deckt Blitzschäden an Immobilien. Die Versicherung ist in den meisten Kantonen obligatorisch und muss jeweils vom Hausbesitzer abgeschlossen werden. Mitversichert sind auch bauliche Einrichtungen wie zum Beispiel Sanitäranlagen, Fenster oder fest verbaute Küchengeräte. Die genaue Abgrenzung zwischen der Fahrhabe (=Hausrat) und den in der Gebäudeversicherung versicherten baulichen Einrichtungen sind in den kantonalen Bestimmungen oder in den Bestimmungen des jeweiligen Privatversicherers festgelegt.