Junglenker

Führerschein auf Probe – Tipps für Neulenker

TIPPS
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Endlich das erste Auto und dazu den Führerschein auf Probe. Mit Vorsicht kann die Fahrt losgehen. Bild: iStock / PeopleImages

Seit 2005 müssen Neulenker nach bestandener Fahrprüfung eine dreijährige Probezeit (Zweiphasenausbildung) bestehen. So soll die Zahl der Unfälle durch Fahranfänger vermindert werden. In diesem Zeitraum müssen sie zwei obligatorische Weiterbildungskurse (WAB) absolvieren. Die beiden Kurse dürfen direkt hintereinander besucht werden. Nach bestandener Probezeit wird der unbefristete Führerausweis ausgestellt. Doch was braucht es alles für einen guten Start auf der Strasse? Comparis hat für alle Fahranfänger Tipps zusammengestellt.

Die Junglenker werden durch ihre dreijährige Probezeit fit für die Strassen gemacht. Doch einige Fragen bleiben trotz dieser anfänglichen Starthilfe unbeantwortet: Was für eine Versicherung eignet sich? Welche Kosten kommen auf mich zu? Deshalb haben wir einen Leitfaden für all diese Fragen zusammengestellt:

1. Das geeignete Auto finden

Neulenkern, deren finanzielle Mittel begrenzt sind, empfiehlt sich der Kauf eines Occasionswagens. Bei der Fahrzeugwahl sollte dem Faktor Sicherheit Beachtung geschenkt werden. Mittlerweile verfügen fast alle Occasionswagen über Sicherheitssysteme wie Airbag oder EPS. Ausserdem lohnt sich die Suche nach einem etwas jüngeren Fahrzeug mit Assistenzsystem.  

Auf comparis.ch sind alle Inserate der grössten Schweizer Auto-Portale ersichtlich. Damit Ihnen der Vergleich von Modellen mit ähnlicher Ausstattung erleichtert wird, können Sie sich an der Comparis-Note des Automarktes orientieren. 

Falls Sie beim Kauf keinen Experten zur Hilfe haben, finden Sie hier einen Überblick mit den wichtigsten Punkten für den Occasionswagenkauf.

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2. Betriebs- und Unterhaltskosten

Ein Schnäppchen beim Kaufpreis bedeutet nicht unbedingt, dass es ein kostengünstiges Auto ist. Gebrauchtwagen müssen öfter kontrolliert und repariert werden. Je nach Modell bestehen unterschiedliche Wartungsvorschriften und Treibstoffkosten. Somit können die effektiven Kosten variieren. 

Einige Importeure bieten aber auch einen limitierten kostenlosen Service an – bei Neuwagen sind diese Kosten oft im Kaufpreis inbegriffen.  

Es lohnt sich deshalb, auch Neuwagenangebote verschiedener Marken zu vergleichen. Denn oft profitieren Autokäufer heute in den ersten drei bis sechs Jahren von einem Gratisservice. Aber Achtung: Meist gibt es hier eine Kilometer-Begrenzung. 

Soviel kostet ein Auto wirklich: Kostenanalyse.

3. Einlösen des Fahrzeuges

Der Führerausweis ist gemacht und das Auto gekauft: Vor der ersten Fahrt kommt allerdings der Gang zum Strassenverkehrsamt. Erteilt werden die Fahrzeugpapiere von den Wohnkantonen. Um in den Besitz der Kontrollschilder zu gelangen, muss der Autohalter dem Strassenverkehrsamt zwei wichtige Dokumente vorlegen:

  • Versicherungsnachweis der obligatorischen Autohaftpflichtversicherung. Dieser wird bei Abschluss automatisch von der Versicherung auf elektronischem Weg ans zuständige Strassenverkehrsamt übermittelt.

  • Bei Neuwagen ist zudem der Prüfungsbericht «Formular 13.20 A» vorzulegen. Erhältlich ist dieser bei einer Garage oder beim Händler. In der Regel erledigt dies aber der Garagist vor der Fahrzeugablieferung. Bei Occasionen wollen die Amtsmitarbeiter den Fahrzeugausweis des bisherigen Halters sehen.

In vielen Kantonen, zum Beispiel Zürich, können die Unterlagen per Post eingereicht werden. Die Kontrollschilder und der neue Fahrzeugausweis werden dann innert weniger Tage ebenfalls auf dem Postweg zugestellt. Bei Occasionen aus einem anderen Kanton müssen die bisherigen Kontrollschilder der Strassenverkehrsbehörde abgegeben werden.

Wer zwei Autos besitzt, aber jeweils nur eines fährt (z.B. Cabrio bleibt im Winter in der Garage), kann mit Wechselschildern Geld sparen.

Eine Karte mit allen kantonalen Strassenverkehrsämtern ist hier zu finden: www.strassenverkehrsamt.ch.

4. Geeignete Versicherung finden

Beim Versicherungsabschluss empfiehlt es sich, das Augenmerk auf einige Punkte in den Allgemeinen Vertragsbedingungen (AVB) zu legen. Mit der richtigen Auswahl können Sie schon Prämien sparen:

  • Prämienstufensystem: Überprüfen Sie die verschiedenen Prämienstufensysteme der Versicherer. Beachten Sie die Prämienstufe, auf der Sie eingeteilt werden, und wie lange es dauert, bis sie die tiefste Stufe erreichen. Durch schadenfreie Jahre erlangt die Prämie die nächst tiefere Stufe. Nach einem Schadenfall (ohne Bonusschutz) gelangen Sie in der Regel vier Stufen nach oben. Die Höhe der Abstufungen einzelner Versicherer unterscheiden sich jedoch enorm. Wichtig ist deshalb zu wissen, um wie viel Prozent sich die Versicherungsprämie nach einem Schadenfall erhöht. Schliessen Sie wenn möglich auch einen Bonusschutz ein, der Sie vor einem Prämienanstieg im Schadenfall bewahrt. Aber Achtung: Dieser Schützt lediglich gegen einen Schaden pro Jahr.
  • Zeitwertzusatztabelle vergleichen: Diese zeigt auf, wie viel Geld (Prozentsatz des Neuwerts) Sie im Falle eines Totalschadens in welchem Betriebsjahr erhalten.
  • Parkschadendeckung: Die Anzahl gedeckter Parkschäden pro Jahr und die maximale Entschädigung pro Parkschaden sind limitiert. Genau in diesen zwei Punkten unterscheiden sich die Anbieter.

Übrigens: Die Haftpflichtversicherung ist obligatorisch und deckt Schäden, die Sie mit Ihrem Fahrzeug anderen Personen und Sachen zufügen.  
Die Teilkaskoversicherung ist freiwillig; sie schützt vor Schäden verursacht durch Dritte wie beispielsweise Elementarschäden durch Naturereignisse, Diebstahl, Glas-, Feuer- und Marderschäden, sowie Kollision mit Tieren. Die Kollisionskaskoversicherung ist ebenso freiwillig – sie lohnt sich bei neuen Autos bis zu fünf Jahren. 

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