Winter

Schleuderkurse – im Winter erst recht

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Gleiten, rutschen, schlittern: Ohne Schleuderkurs kann es im Winter ganz schön gefährlich werden. Bild: iStock

Aus gutem Grund geniesst «Sport auf Kufen» in der Schweiz eine hohe Beliebtheit – es macht Spass, über gefrorene Flächen zu gleiten. Wer bereits mit seinem Fahrzeug Schleudererfahrungen auf einer spiegelglatten Oberfläche gesammelt hat, weiss, dass dies aber nicht immer eine spassige Angelegenheit ist. Warum sich also nicht gleich im Rahmen eines sicheren Schleuderkurses die notwendige Theorie und Praxis aneignen, um eine solche Situation zu meistern? comparis.ch hat für Sie die wichtigsten Tipps zum Thema Schleuderkurs zusammengefasst und die jeweiligen Angebote aufgeführt.

Tipp 1: Warum lohnt sich ein Schleuderkurs?

Auch wer alle Tipps zum Thema Glatteis befolgt, das Fahrzeug winterfit gemacht hat und zudem einen vorsichtigen Fahrstil pflegt, kann von den Folgen einer vereisten Fahrbahn unangenehm überrascht werden. Das Fahrzeug gerät ins Schleudern, das Heck bricht aus und das eigene Auto wird unkontrollierbar. Viele Autofahrer sind mit dieser Situation total überfordert, zumal sie nicht wissen, wie ihr Fahrzeug auf die erschwerten Strassenverhältnisse reagiert, geschweige denn wie einer solchen Situation entgegenzuwirken ist. 

Genau hier setzt der Schleuderkurs an. In erster Linie wird ein Bewusstsein für die verschiedenen Gefahren geschaffen. Ziel ist es, grundsätzliches Fehlverhalten aufzuzeigen, Neulenker auf eine defensive Fahrweise zu sensibilisieren sowie sie zu einem vorsichtigeren Fahren zu ermutigen.

Nach einem theoretischen Teil wird im Kurs der Fokus auf Praxisbeispiele gelegt. Ganz nach dem Credo: «Durch Erleben lernen». Der grösste Eindruck wird erzielt, wenn der Kursbesucher bei der Übung selbst im Fahrzeug sitzt. Es wird mit situationsgerechten Beispielen gearbeitet, um eine selbständige Reflexion der eigenen Fahrweise durch den Fahrer zu erzwingen. Der Lenker lernt auf diese Art und Weise sein eigenes Fahrzeug und dessen Grenzen richtig kennen.

Seit 2005 ist der Schleuderkurs schweizweit Bestandteil der Zweiphasenausbildung für alle Neulenker und somit obligatorisch. Im Fachjargon ist dieser besser bekannt als WAB 1. Auch wenn das gesamte Ausbildungsmodell harter Kritik ausgesetzt ist, schneidet der Schleuderkurs dabei immer am besten ab. 

Tipp 2: Welches Angebot ist das beste?

Der Markt ist voll mit Kursangeboten. Hier sollte vor allem von den eigenen Bedürfnissen ausgegangen werden: Dient ein Kurs der Absicherung gegen den Winter und seinen Verkehrssituationen oder ist die Absicht lediglich, dem Obligatorium der WAB-Kurse zu folgen?

Sofern nach einer persönlichen Absicherung gesucht wird, gibt es bei den Schleuderkursen diverse Varianten. Hier bieten sich besonders Kurse an, die sich auf einzelne Gefahren spezialisieren, wie beispielsweise Schleudern bei Schnee und Eis. 

Unter anderem können Sie bei folgenden Anbietern einen solchen expliziten Winterschleuderkurs besuchen:

TCS Basiskurs: Eis und Schnee

ACHTUNG: Kein WAB-Kurs; dieser Kurs kann in Zernez, Bourg-St-Pierre oder St. Stephan absolviert werden.

Snowdrive: BMW-Schneefahrtraining (mit Sonderrabatt für Neulenker)

ACHTUNG: Kein WAB-Kurs und explizit für BMW-Fahrer. Dieser Kurs wird direkt beim Säntis abgehalten.

 

Falls Sie beabsichtigen, einen Schleuderkurs im Rahmen der WAB-Kurse zu besuchen, ist es wichtig zu beachten, dass nicht alle Schleuderkurse für die Zweiphasenausbildung zählen. Erkundigen Sie sich vor der Buchung über die Konditionen des Kurses. Vergleichen Sie die Angebote und beziehen Sie die Kurse von Strassenverkehrsämtern sowie Drittanbietern mit ein. 

 

Bei folgenden Drittanbietern können Sie beispielsweise den WAB1-Kurs absolvieren:

Im Grossraum Zürich: DriveZ

In der Innerschweiz: VAZ-TCS

Raum Ostschweiz: A-Z Verkehrsschule

Manche Versicherer unterstützen Sie in Ihrem Vorhaben: Sie bieten eigene Kurse zum Thema «sicheres Fahren» an oder beteiligen sich an den Gebühren eines solchen Kurses. Wählen Sie also die richtige Versicherung – auch hinsichtlich der inkludierten Zusatzangebote.