Winter

Schleuderkurs im Schnee: So bleiben Sie in der Spur

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| von Andrea Auer |
Bild: Andrea Auer

Glatteis, Frost und Schnee: Viele Autofahrer fühlen sich bei winterlichen Strassenverhältnissen unsicher. Abhilfe schafft ein Schleuderkurs auf Schnee und Eis. Comparis sagt, worauf es zu achten gilt.

Trotz bester Fahrzeugausrüstung kommt es in der kalten Jahreszeit vermehrt zu brenzligen Verkehrssituationen. Mit einem Schleuderkurs auf Schnee und Eis – auch Winterfahrtraining genannt –  können Sie die Tücken von winterlichen Strassenverhältnissen in einem sicheren Rahmen selbst erfahren. Comparis hilft Ihnen bei der Wahl des richtigen Anbieters.

Warum lohnt sich ein Schleuderkurs? 

Im Winter stehen Autofahrer vor besonderen Herausforderungen. So verlängert sich etwa der Bremsweg auf Schnee um Faktor vier. Auch wer einen vorsichtigen Fahrstil pflegt, kann von den Folgen einer vereisten Fahrbahn unangenehm überrascht werden. 

Ein Schleuderkurs im Schnee verbessert Ihre Wahrnehmung für kritische Situationen auf Schnee und Eis und hilft Ihnen, das Fahrzeug auch bei schwierigen Bedingungen zu beherrschen.

Ein Winterfahrtraining besteht in der Regel aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. In der Theorie lernen Sie wichtige Grundlagen zur Sicherheit im Strassenverkehr, zur Fahrphysik und zu den verschiedenen Antriebskonzepten.

Im Praxisteil erleben Sie spezifische Verkehrssituationen hinter dem Steuer. So lernen Sie beispielsweise, welchen Einfluss elektronische Fahrhilfen auf das Fahren im Schnee haben, mit welcher Lenktechnik Sie das Fahrzeug bei einem ausbrechenden Heck wieder auf den sicheren Weg manövrieren oder wie sich der Bremsweg auf Schnee verlängert.   

Welche Anbieter sind zuverlässig?

Es gibt zahlreiche Kursangebote auf dem Markt. Aus sicherheitstechnischen Gründen ist die Wahl eines vom Schweizerischen Verkehrssicherheitsrat (VSR) zertifizierten (VSR-Qualitätslabel) Kursanbieters empfehlenswert. VSR-anerkannte Winterfahrtrainingsanbieter sind:

Eine Übersicht über alle VSR-anerkannten Verkehrssicherheitscenter (auch für weitere Arten von Fahrsicherheitstrainings) finden Sie hier. Daneben bieten auch Schweizer Autoimporteure bzw. Autohändler Schleuderkurse im Schnee an – meist in Zusammenarbeit mit den VSR-anerkannten Anbietern. 

Wie bin ich versichert?

Bei den Verkehrssicherheitstrainingscentern wie etwa dem TCS oder dem Driving Center Schweiz absolvieren Sie den Schleuderkurs in der Regel mit Ihrem privaten Auto. Für Schäden an Ihrem Fahrzeug, die während eines Fahrtrainings entstehen, kommt Ihre Vollkaskoversicherung normalerweise nicht auf. Prüfen Sie deshalb vor dem Kurs, ob Ihr Fahrzeug für allfällige Schäden über den Veranstalter gedeckt ist. VSR-anerkannte Anbieter bieten in der Regel eine solche Lösung.

Gut zu wissen: Manche Autoversicherer unterstützen Sie in Ihrem Vorhaben und beteiligen sich in Form einer Prämienvergütung an einem solchen Kurs. Einzige Bedingung: Der Kurs muss vom Schweizerischen Verkehrssicherheitsrat (VSR) anerkannt sein. 

Welcher Veranstalter passt zu mir?

Bei der Wahl des geeigneten Veranstalters ist es wichtig, dass Sie Ihre Bedürfnisse kennen. Stellen Sie sich folgende Fragen: 

  • Will ich mit meinem privaten Auto teilnehmen oder will ich ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt bekommen?
  • Möchte ich während des Schleuderkurses die neusten Modelle einer Marke testen?
  • Wie lange darf der Anfahrtsweg sein? 
  • Wo liegt die Schmerzgrenze bezüglich Kosten?

Erkundigen Sie sich vor der Buchung über die Konditionen des Kurses und vergleichen Sie die Angebote genau. Die Kurse der Autoimporteure oder Garagisten sind in der Regel etwas teurer, dafür werden Fahrzeuge inklusive Versicherung zur Verfügung gestellt. Viele Winterfahrtrainings finden ausserdem in den Bergen statt. Dabei empfiehlt sich oftmals eine Anreise am Vorabend. Übernachtungsangebote werden von den Veranstaltern im jeweiligen Package angeboten und sollten beim Angebotsvergleich ebenfalls berücksichtigt werden. 

Für Fahranfänger wichtig: Winterfahrtrainings können der obligatorischen 2-Phasen-Ausbildung für Neulenker (WAB4U-Kurse) nicht angerechnet werden.