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Mietauto im Ausland: Zehn Tipps für eine stressfreie Reise

TIPPS
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Mit dem Mietwagen stressfrei den Urlaub geniessen. Bild: iStock.com / g-stockstudio

Das Hotel ist reserviert, der Flug gebucht. Für die Erkundung eines entlegenen Weinguts oder den Besuch eines unberührten Traumstrands fehlt nur noch das Auto. Oft fängt mit der Wagenmiete der Reisestress an. Mit diesen zehn Tipps und Tricks können Sie Ärgernisse umkurven und Ihren Geldbeutel schonen.

1. Angebote vergleichen

Auch beim Mietauto gilt: Vergleichen zahlt sich aus. Die Angebote der verschiedenen Direktanbieter und Mietwagenvermittler variieren mitunter erheblich. Da können Konsumenten schnell ein paar Hundert Franken sparen. Aber Vorsicht: Überprüfen Sie, ob die Offerten auch identisch sind und alles beinhalten, was Sie benötigen. Oft fehlt es bei besonders günstigen Angeboten an Extras, die vor Ort teuer dazugekauft werden müssen.

2. Frühzeitig buchen

Gerade während der Hochsaison können die Preise stark ansteigen. Buchen Sie daher frühzeitig. Bei gewissen Anbietern sind kostenlose Stornierungen bis 24 Stunden vor dem Mietstart möglich. Sollte sich also noch ein Last-Minute-Schnäppchen präsentieren, können Sie die vorhandene Buchung stornieren und einen günstigeren Wagen reservieren.

Ein Auto kann auch direkt in der Reisedestination gemietet werden. Allerdings ist die Nachfrage in beliebten Urlaubsländern zur Hauptreisezeit gross. Unter Umständen kann es darum schwierig werden, ein Auto zu bekommen. Ausserdem sind Preisvergleiche vor Ort meist mühsam.

3. Tankregelung «Voll/Voll» wählen

Voller Tank bei der Entgegennahme des Autos, voller Tank bei der Rückgabe: Mit dieser Regelung fahren Sie normalerweise besser als mit der Option «Voll/Leer», bei der Sie am Ende der Reise das restliche Benzin im Tank an den Vermieter verschenken. Achten Sie bei der Variante «Voll/Voll» aber darauf, dass der Tank bei der Übergabe wirklich ganz gefüllt ist. Andernfalls wird Ihnen für das Auftanken nebst einem hohen Treibstoffpreis eine Servicegebühr verrechnet.

4. Versicherungsschutz prüfen

Verlangen Sie vom Fahrzeugvermieter die Versicherungsunterlagen und studieren Sie den Deckungsumfang. Je nach finanzieller Situation ist eine Vollkasko-Versicherung ratsam. Wichtig: Die Autoversicherung für das private Fahrzeug deckt keine Schäden am Mietwagen!

Weitere Ratschläge zur Mietwagenversicherung:

  • Fahren mehrere Personen das Auto, müssen alle mitversichert sein. Gerade im Ausland ist das oft nicht automatisch der Fall.
  • Häufig versuchen die Vermieter vor Ort, ihre Kunden bei der Fahrzeugübergabe zusätzliche Versicherungen zu verkaufen. Überprüfen Sie darum schon vor der Abreise, welche Schäden Ihre bestehende Mietwagenversicherung abdeckt.
  • Sind Sie mit der angebotenen Versicherung nicht einverstanden? Dann lehnen Sie diese ab. Fragen Sie nach Alternativen – auch die Vermieter im Feriendomizil konkurrieren miteinander.

5. Eigenes Zubehör mitnehmen

Nutzen Sie Ihr Smartphone als Navigationssystem. Dank diverser Apps ist es heute möglich, Karten offline herunterzuladen und bequem darin zu navigieren. Dadurch sparen Sie nicht nur Platz im Gepäck, sondern auch zeitaufwändiges Downloaden auf Ihr Navi. Auch auf die von den Vermietern gegen einen Zuschlag angebotenen Navis können Sie verzichten.

Am besten nehmen Sie für Ihre Kinder den eigenen Kindersitz von zuhause mit. Viele Fluggesellschaften transportieren Kindersitze kostenlos. Die Miete vor Ort ist dagegen häufig teuer.

6. Kreditkartendeckung überprüfen

Ohne Visa, Mastercard und Co. kein Mietwagen. Für das Mieten eines Autos ist die Kreditkarte in der Regel ein Muss: Sowohl für die Bezahlung der Buchung als auch zur Hinterlegung einer Kaution. Nur in Ausnahmefällen wird die Kaution in bar oder per EC- und Debitkarte akzeptiert. Vergewissern Sie sich daher, dass die Deckung Ihrer Kreditkarte ausreicht, um die zu hinterlegende Summe abzubuchen. Achtung: Die Karte muss auf den Namen des Fahrers lauten. Sonst wird einem der Wagen möglicherweise nicht ausgehändigt.

Ebenfalls wichtig: Je nach Anbieter und Zielland gibt es unterschiedliche Altersbegrenzungen. Junglenker (meist bis 25 Jahre) und Senioren (ab 75 bis 79 Jahre) müssen häufig einen saftigen Aufpreis zahlen.

7. Genügend Zeit für die Abholung einplanen

Besonders während der Hochsaison bilden sich an den Schaltern der Autoanbieter lange Warteschlangen. Planen Sie für die Entgegennahme des Fahrzeugs daher genügend Zeit ein. Hat der Vermieter seine Station nicht direkt am Flughafen, steht häufig zuerst ein Transfer zum Parkplatz im Shuttle-Bus an. Dabei geht viel wertvolle Ferienzeit verloren. Überprüfen Sie daher vor der Buchung genau die Lage der Station.

8. Lokale Verkehrsregeln studieren

Anschnallpflicht für Hunde in Spanien, Halteverbot an rot markierten Bordsteinen in den USA – wer sich keine Busse einfangen möchte, informiert sich rechtzeitig über die länderspezifischen Verkehrsvorschriften. Erkundigen Sie sich auch, was bei einer Panne oder bei einem Unfall zu tun ist (mehr dazu hier). Im aussereuropäischen Ausland sollten Sie zudem einen internationalen Führerschein mit sich führen.

9. Fahrzeugzustand prüfen und dokumentieren

Prüfen Sie vor Fahrtantritt und in Anwesenheit eines Mitarbeiters des Autovermieters gründlich, ob sich das Auto in einem einwandfreien Zustand befindet. Besonders die Reifen, der Unterboden, das Licht, die Scheibenwisch- und die Klimaanlage sowie der Tankstand sollten kontrolliert werden. Wichtig: Lassen Sie bereits geringfügige Beschädigungen (Beulen, Kratzer, Lackschäden etc.) oder eine starke Verschmutzung im Vertrag oder im Übergabeprotokoll vermerken. Sonst können Sie später für durch die Vormieter verursachte Mängel haftbar gemacht werden. 

Auch bei der Rückgabe sollten Sie eine schriftliche Bestätigung über den guten Zustand des Wagens einholen. Es empfiehlt sich zudem, bei Annahme und Rückgabe mit dem Smartphone möglichst viele Fotos vom Fahrzeug zu machen. 

10. Auto pünktlich und während der Öffnungszeiten zurückbringen

Gewisse Vermieter stellen schon eine Verspätung von wenigen Minuten als vollen Tag in Rechnung. Retournieren Sie das Fahrzeug daher unbedingt rechtzeitig und im Idealfall während der Öffnungszeiten. So können das Fahrzeug sofort überprüft und Ihnen ein Übergabeprotokoll ausgehändigt werden. 

Geben Sie das Fahrzeug ausserhalb der Öffnungszeiten zurück, dokumentieren Sie dessen Zustand mit möglichst vielen Fotos. Aber Achtung: Sie sind so lange für den Wagen verantwortlich, bis die Vermietstation wieder öffnet.

 

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