Recht & Gesetz

Neue Gesetze für den Strassenverkehr ab 1. Januar 2016

AKTUELLES
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Nach der Einführung des Verkehrssicherheitsprogramms «Via Sicura im letzten Jahr wurden vom Bundesrat weitere Neuerungen beschlossen, die nun per 1. Januar 2016 in Kraft getreten sind. Aber es wurde auch so manches gestrichen: Veraltete oder ohnehin selbstverständliche Verkehrsregeln wurden aufgehoben oder angepasst.

Im Zuge der Aufhebung von veralteten Regeln und der Weiterentwicklung des bestehenden Rechts wurden zahlreiche Artikel der Verkehrsregelnverordnung sowie der Signalisationsverordnung angepasst. Einige wurden grundlegend geändert, andere wurden lediglich von unnötigen Zusätzen und Selbstverständlichkeiten befreit. Damit Sie 2016 ohne Bussen durch den Verkehr kommen – und sich nicht über vermeintliche Verkehrssünder wundern – hat comparis.ch die wichtigsten Neuerungen für Sie zusammengefasst.

Rückwärtsfahren: Nur noch, wenn unbedingt nötig
Rückwärtsfahren war schon bisher nur im Schritttempo gestattet. Nun ist es für längere Strecken, abgesehen von folgender Ausnahme gänzlich verboten: Nur, wenn das Weiterfahren oder Wenden unmöglich ist, darf der Rückwärtsgang noch benutzt werden. Über kürzere Strecken, zum Beispiel zum Parkieren, ist das Rückwärtsfahren natürlich noch erlaubt.

Die Überholspur: Nur für die wirklich Schnellen
Auf Autobahnen mit mindestens drei Fahrstreifen in gleicher Richtung dürfen auf der Überholspur ganz links nur noch Fahrzeuge fahren, die eine Geschwindigkeit von mehr als 100 km/h erreichen können. Bisher galten hier 80 km/h als untere Grenze.

Fahrräder mit Anhängern: Jetzt auf Radwegen erlaubt
Sie waren bisher nur zugelassen, «wenn sie den übrigen Verkehr nicht behindern. Dieser Passus wurde gestrichen – was im Umkehrschluss bedeutet, dass Dreiräder sowie Fahrräder mit Anhängern ab jetzt ohne Einschränkungen auf dem Radweg fahren dürfen. Zudem dürfen Fahrradfahrer hierzulande offiziell die Pedale während des Fahrens loslassen, was bisher eigentlich verboten war.

Gestrichen, geändert, angepasst
Wer die folgenden Regelungen kannte, wird sich über die Änderungen und Aufhebungen freuen; wer nicht, dem entgeht nicht wirklich viel.

  • Der Artikel, nach dem bisher beim Warten hinter stillstehenden Strassenbahnen ein Abstand von mindestens 2 Metern freizulassen war, wurde aufgehoben.
  • Der Gegenverkehr muss nicht mehr gewarnt werden, wenn auf Bergstrassen «schwere Motorwagen kurz hintereinander unterwegs sind und «das Kreuzen schwierig ist.
  • Parken an Bahnübergängen ist nun auch ausserorts mit nur mindestens 20 Metern Abstand – statt bisher 50 Metern – erlaubt.

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