Pflege & Wartung

Immer wieder Ärger mit der Autogarage

TIPPS
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Tipps beachten und Auto entspannt in die Garage bringen. Bild: Thinkstock
  • Fahrzeug waschen:
    Vor dem Besuch der Garage sollte das Fahrzeug aussen gewaschen werden. Dies kann sowohl in einer Waschanlage als auch von Hand erledigt werden.

  • Fahrzeug auf Schäden kontrollieren:
    Ist das Fahrzeug erstmal sauber, sollte es vor dem Besuch der Garage auf Schäden kontrolliert werden. Der Garagist wird das Auto ebenfalls kontrollieren und allfällige Schäden im Aufnahmeprotokoll vermerken; dennoch sollte bereits vorher selber eine Kontrolle durchgeführt werden. Bei der Vorabkontrolle zu Hause empfiehlt es sich zudem, das Fahrzeug zu fotografieren. 

  • Gemeinsame Abnahmekontrolle:
    Ist der Service oder Reifenwechsel abgeschlossen, sollte das Fahrzeug unbedingt gemeinsam mit dem Garagisten abgenommen werden. Es empfiehlt sich, keinesfalls einfach den Schlüssel entgegenzunehmen und mit dem Fahrzeug davonzufahren. Vielmehr sollte man einen gemeinsamen Rundgang ums Auto machen und schauen, ob die Karosserie keine Schäden aufweist. Dies erspart im Schadensfall viel Ärger.

  • Schadensfall mit eindeutiger Beweislage:
    Entdeckt man beim Rundgang ums Fahrzeug einen Schaden, so sollte man den Garagisten augenblicklich darüber in Kenntnis setzen und nach dem Aufnahmeprotokoll fragen. Sollte darauf kein Schaden vermerkt sein oder kann man es andernfalls mit Bildern, die man vor dem Garagenbesuch vom Fahrzeug gemacht hat, belegen, ist die Sachlage klar: Der Schaden ist in der Garage passiert. Diese wird den Schaden folglich über die Haftpflichtversicherung der Garage abwickeln. In einem solchen Fall kann für die Dauer der Reparatur und bei Bedarf auch ein Ersatzwagen auf Kosten der Garage verlangt werden.

  • Schadensfall ohne eindeutige Beweislage:
    Fällt einem eine Beschädigung erst später auf, so sollte man die Garage in Kenntnis setzen. Allerdings lässt sich dann kaum mehr beweisen, dass der Schaden während des Garagenbesuchs entstanden ist. Am besten sucht man die Garage nochmals auf und lässt den Garagisten den Schaden prüfen. Am Ende bleibt einem hier jedoch lediglich die Möglichkeit, den Schaden der Versicherung zu melden. Ist das Fahrzeug nur leicht beschädigt, sprich der Lack zerkratzt, deckt einzig die Versicherung von Parkschäden inklusive Zerkratzen der Lackierung – welche meist nur beim Neukauf eines Fahrzeugs abgeschlossen werden kann – diesen Schaden. Bei einer einfachen Parkschadendeckung ist das Zerkratzen der Lackierung hingegen ausdrücklich ausgeschlossen. Kommt es zu einem grösseren Schaden, wird beispielsweise die Karosserie beschädigt, so ist dies durch die Parkschadendeckung gedeckt. Falls keine Parkschadendeckung vorhanden ist, läuft der Schaden über die Vollkasko. Bei dieser sogenannten Kollisionskasko muss jedoch ein Selbstbehalt getragen werden. 
    Das Auto bleibt in jedem Fall getreu dem Motto «Nach dem Garagenbesuch ist vor dem Garagenbesuch erneut in der Obhut der Garage. Die Kosten für ein allfällig benötigtes Ersatzfahrzeug hat man in diesem Fall selber zu tragen. 

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