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Leasing oder Kaufen?

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Das Leasing ist die komplizierteste Art der Autofinanzierung. Bild: Thinkstock
Sofortkauf, Leasing oder Privatkredit? Das ist keine Glaubensfrage. Vielmehr geht es dabei um eine knallharte, rationale Überlegung. Denn alle drei Varianten für den Autokauf haben ihre Vor- und Nachteile, in Bezug auf das Portemonnaie wie auch in Sachen Vorliebe für schicke Autos. comparis.ch schafft hier den Überblick. 

Sofortkauf: Hier muss der Autokäufer den gesamten Betrag auf einmal zahlen. Wer das nötige Kleingeld zur Seite hat, fährt finanziell gesehen mit dieser Variante am besten. Der Vorteil ist, dass keine zusätzlichen Gebühren und Zinsen anfallen.

Dafür sind je nach Budget gewisse Abstriche in Kauf zu nehmen, was das Fahrzeug angeht. Normalerweise hat ein Lehrabgänger noch nicht genügend Geld, um sich das Auto seiner Träume zu leisten. Ein besonders schickes Auto und spezielles Zubehör liegen häufig nicht im Bereich des Möglichen. Glück hat, wer auf zahlungskräftige Verwandte oder Bekannte zählen kann, die unkompliziert und vor allem ohne Zinsen ein Darlehen gewähren.

Leasing: Das ist die komplizierteste Art der Autofinanzierung. Einfach ist nur das Grundprinzip: Wer ein Auto least, geht mit dem sogenannten Leasinggeber, meistens eine Bank, einen Vertrag ein. Der Leasinggeber überlässt dem Autokäufer ein Fahrzeug zum Beispiel für drei Jahre; und dafür zahlt der Käufer eine monatliche Leasingrate. Diese Rate ist relativ hoch. Ins Gewicht fällt hauptsächlich der Wertverlust des Autos. Das Auto ist nämlich zu Beginn des Leasings viel mehr wert als am Ende. Diese Differenz übernimmt der Kunde in seinen Ratenzahlungen. Ebenfalls in der monatlichen Zahlung enthalten sind natürlich die Zinsen sowie weitere Gebühren. Wer zudem mehr als die vereinbarten Kilometer fährt, zahlt am Schluss einen kräftigen Zuschlag. Mehr dazu.

Mit anderen Worten: Leasing kann ganz schön ins Geld gehen. Das betrifft auch die Versicherung. Häufig verlangen die Banken, dass sich das Auto am Ende der Vertragsdauer in einem guten Zustand befindet. Darum lassen Leasingnehmer auch kleine Schäden wie Kratzer im Lack reparieren – weshalb wiederum die Vollkaskoversicherung, die solche Schäden übernimmt, hohe Prämien verlangt.

Ein Vorteil liegt auf der Hand: Man kriegt ein fabrikneues Auto oder eine tolle Occasion, ohne den gesamten Betrag auf einmal auf den Tisch legen zu müssen.


Privatkredit: Wer nicht von Verwandten ein zinsloses Darlehen erhält, kann auch einen Privatkredit aufnehmen. Hier fallen aber je nach Anbieter hohe Zinsen an. Das Spektrum der Anbieter, die auf comparis.ch verglichen werden können, reicht von 5,8 Prozent bis 14,5 Prozent (Stand Anfang Mai 2013). Diese Zahlen mögen auf den ersten Blick abschrecken. Allerdings kann sich ein Vergleich mit der Variante Leasing dennoch auszahlen. Die Schuldzinsen lassen sich nämlich bei den Steuern vom Einkommen abziehen. Gleichzeitig muss aber das Auto als Vermögen deklariert werden, wobei der eigentliche Kredit als Schuld abgezogen werden kann.

Beim Privatkredit kommt es darauf an, ob einen der Anbieter als kreditwürdig einstuft oder nicht. Man spricht hier von der Bonität. Bei comparis.ch lässt sich unverbindlich und kostenlos überprüfen, bei welchen Finanzinstituten die Chancen auf einen Kredit gut stehen. Info.


Für welche Finanzierungsvariante auch immer man sich entscheidet: Wichtig ist, sich nicht mit dem erstbesten Angebot zufrieden zu geben. Wer die Unterschiede von Preis und Leistung kennt, hat die besseren Karten. comparis.ch bietet sowohl einen Vergleich von Leasing-Angeboten wie auch eine Übersicht über Privatkredite. Dasselbe gilt für das Auto selber: Wer die Händler vergleicht und mit ihnen verhandelt, erhält häufig auch einen Preisrabatt. Das hat eine Comparis-Studie ergeben.

Übrigens: Schweizer fahren nicht gerne auf Pump. Deutschschweizer noch weniger gern als die Romands. Mehr dazu.