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Unfallspätfolgen: Wer zahlt?

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Der Gips ist längst ab - da tauchen Jahr später die chronischen Beschwerden als Unfallspätfolgen auf.

Lange fit, doch plötzlich knackst und knirscht und zieht es: Die Folgen eines Unfalls machen sich oft erst später durch Beschwerden bemerkbar. Dann wer zahlt die erneuten Behandlungskosten für solche Spätfolgen.

Grundsätzlich kommt die berufliche Unfallversicherung für Spätfolgen eines Unfalls auf. Die Beschwerden müssen aber in direktem Zusammenhang mit dem Unfall stehen. Muss beispielsweise ein Knie operiert werden, weil sich durch den Unfall eine schwere Arthrose gebildet hat, dann sind die Beschwerden direkt auf den Unfall zurückzuführen.

Hatte der Versicherte aber bereits vor dem Unfall an einer schweren Kniearthrose gelitten, so ist davon auszugehen, dass das Knie auch ohne Unfall hätte operiert werden müssen. In diesem Fall müsste die Krankenkasse die Behandlung der Arthrose berappen und nicht die Unfallversicherung.

Abgeklärt werden muss ausserdem, wer für die damalige Erstbehandlung gezahlt hatte. In der Regel springt nämlich gemäss Unfallversicherungsgesetz (UVG) bei Unfallspätfolgen diejenige Versicherung ein, die für die Erstbehandlung aufgekommen war. Wurden die Kosten bereits seinerzeit durch eine Krankenkasse übernommen, zahlt die derzeitige Krankenkasse des Verunfallten und nicht die berufliche Unfallversicherung.