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Komplementärmedizin – die natürliche Alternative

02.09.2020

Komplementärmedizin: natürliche Methoden zur Stärkung und Selbstheilung. Bild: iStock.com/JanPietruszka

Komplementär- und Alternativmedizin geniessen grosse Popularität. Doch die Grundversicherung deckt nur bestimmte Methoden. Wollen Sie das ganze Spektrum nutzen? Dann sollten Sie den Abschluss einer Zusatzversicherung prüfen.

Das zunehmende Gesundheits- und Körperbewusstsein hat das allgemeine Interesse an Alternativen zu schulmedizinischen Behandlungsmethoden gesteigert. Comparis erläutert die Methoden und wie Sie als Patientin oder Patient davon Gebrauch machen können.

Was ist Komplementärmedizin?

Die Komplementärmedizin richtet im Vergleich zur Schulmedizin einen ganzheitlichen Blick auf den Menschen. Ziel ist es, nicht nur die Symptome einer Krankheit zu bekämpfen, sondern auch nach den Ursachen zu suchen und die Kräfte zur Selbstheilung zu stärken. Die Methoden können als Ergänzung zu Behandlungen der Schulmedizin zum Einsatz kommen. Dann nennt man sie komplementär. Ersetzen sie die herkömmliche Behandlung ganz, spricht man von Alternativmedizin.

Viele dieser Verfahren zur Diagnose und Therapie stammen aus einer Zeit vor der westlichen Schulmedizin. Einige sind viele tausend Jahre alt. Erst in neuester Zeit wird allerdings die Wirksamkeit dieser alten Methoden mit der gleichen Präzision wissenschaftlich erforscht, wie sie bei chirurgischen Eingriffen und westlichen Arzneimitteln längst Standard ist.

Was zahlt die Grundversicherung bei Komplementär- und Alternativmedizin?

Die Grundversicherung übernimmt die Kosten für folgende 5 komplementärmedizinischen Leistungen, wenn sie von schulmedizinisch ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden:

  • Anthroposophische Medizin
  • Homöopathie
  • Neuraltherapie
  • Phytotherapie
  • Traditionelle Chinesische Medizin

Auch Physiotherapien sind in der Regel durch die Grundversicherung abgedeckt. Sie sind zwar komplementär und der Therapeut ist kein Arzt – aber hier reicht es, wenn der Arzt sie verordnet. Zudem werden in der Schweiz Arzneimittel aus der Komplementärmedizin teilweise von der Krankenkasse bezahlt.

Welche Zusatzversicherungen gibt es für Komplementär- und Alternativmedizin?

Komplementär- und alternativmedizinische Behandlungen können als reines Zusatzprodukt oder als Paketlösung angeboten werden. Achten Sie bei umfassenden Paketlösungen darauf, ob Sie wirklich alle Bestandteile brauchen. Zudem werden je nach Krankenkasse nur ausgewählte Methoden von spezifischen Ärzten oder Therapeuten anerkannt.

Auch bei der Deckung unterscheiden sich die Zusatzversicherungen. Manche Krankenkassen bezahlen einen bestimmten Anteil an ambulante Behandlungen (z.B. 75 oder 80 Prozent). Andere vergüten einen fixen Betrag (z.B. bis zu 80 Franken pro Stunde). Die Deckung von ambulanten und stationären Leistungen kann unterschiedlich sein. Auch der Maximalbetrag der Leistungen pro Jahr variiert.

Wann lohnt sich für mich eine Zusatzversicherung?

Eine Zusatzversicherung lohnt sich für Sie, wenn Sie sich bevorzugt mit komplementär- bzw. alternativmedizinischen Methoden behandeln lassen möchten. Denn von der grossen Vielfalt in diesem Bereich wird derzeit nur ein kleiner Teil an Therapien von der Grundversorgung erstattet. Zusatzversicherungen ergänzen die obligatorische Grundversicherung. Damit haben Sie eine grössere Auswahl an Therapiemethoden als bei der Grundversicherung.

Bei der Zusatzversicherung besteht aber keine Pflicht des gewählten Versicherers, Sie zu akzeptieren. Befassen Sie sich also frühzeitig mit dem Thema!

Hier können Sie testen, ob Sie in der Zusatzversicherung aufgenommen werden: Schnelltest

Was muss ich bei einer Zusatzversicherung für Komplementär- und Alternativmedizin beachten?

Generell gilt: Augen auf bei der Wahl der passenden Zusatzversicherung. Denn nicht jede Versicherung zahlt auch alle Methoden. Prüfen Sie also genau, ob Ihre gewünschte Therapie in der Zusatzversicherung Ihrer Wahl enthalten ist. Oft ist auch die Wahl des Therapeuten/der Therapeutin eingeschränkt. Im schlechtesten Fall können Sie sich sonst trotz Zusatzversicherung nicht vom Spezialisten Ihrer Wahl behandeln lassen.

Einen genauen Blick sollten Sie auch auf die Leistungen werfen. Was wird bezahlt und in welcher Höhe? Da gibt es grosse Unterschiede. Oft wird ein gewisser Prozentanteil bis zu einer maximalen Summe bezahlt, bei anderen Versicherungen muss zuerst eine Franchise bezahlt werden. Klären Sie diese Punkte vorher genau ab, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Bei der Zusatzversicherung gibt es wie in der Grundversicherung eine Franchise und einen Selbstbehalt. Beide unterscheiden sich je nach Anbieter. Sie sind in der Regel aber geringer als bei der Grundversicherung.

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Wo bekomme ich weitere Informationen?

Komplementärmedizin ist beliebt. Entsprechend gross ist der Markt an Anbietern und die Vielfalt an Methoden ist verwirrend. Um eine Idee davon zu bekommen, welche Therapie für Sie passend sein könnte, machen Sie von den Beratungsangeboten Gebrauch.

Viele Krankenkassen beraten ihre Versicherten und vergüten nur Leistungen von Fachleuten, die im Erfahrungsmedizinischen Register (EMR), eingetragen sind. Fragen Sie am besten bei Ihrer Versicherung nach. Wenn Sie von einer bestimmten Krankheit betroffen sind, dann finden Sie auch bei Patientenverbänden gute Beratungen zu alternativen Methoden – wie zum Beispiel bei der Krebsliga oder der Rheumaliga.

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