Privathaftpflichtversicherung


Der Abschluss einer Privathaftpflichtversicherung lohnt sich grundsätzlich für alle Personen, da sie für eine relativ kleine Prämie einen hohen Beitrag im Schadensfall auszahlt. Sie schützt die versicherten Personen für den Fall, wenn anderen Personen oder Sachen Schaden zugefügt werden. Zudem lehnt sie unberechtigte Ansprüche für den Versicherungsnehmer ab (Rechtsschutzfunktion), beispielsweise, wenn eine höhere Gewalt zum Schadenereignis beigetragen hat.

Bei den meisten Versicherungen gibt es Einzelpersonen- oder Familienversicherungen. Die Einzelpersonenversicherung schützt nur die namentlich in der Police erwähnte Person. Bei der Familienversicherung können mehrere Personen, welche im gleichen Haushalt wohnen, versichert werden.

Die Haftpflichtversicherung schützt den Versicherungsnehmer zudem als Halter von Haustieren (z.B.: Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Hamster etc.), wenn diese nicht zu Erwerbszwecken dienen. Eine spezielle Hundehaftpflicht gibt es in dem Sinne nicht. Versichert sind die Schäden, welche das Tier des Besitzers oder auch Tiere, welche nur zur vorübergehenden Betreuung im Haushalt sind, anrichten. Nicht versichert sind meistens die gewerbsmässigen Tierhalter, landwirtschaftliche Nutztiere, Jagdhunde und exotische Haustiere. Insbesondere bei Hunden und Katzen kann es sinnvoll sein, zusätzlich eine Unfall- und Krankenversicherung abzuschliessen.

In der Privathaftpflichtversicherung ist ein Selbstbehalt von 200 Franken die Regel, kann aber – je nach Versicherung – auf Wunsch auch reduziert, ausgeschlossen oder erhöht werden. Separat geregelt sind meistens die Selbstbehalte bei Mieterschäden und bei der Zusatzversicherung Führen fremder Motorfahrzeuge.

Seit der Abschaffung der Velovignette im Jahr 2012 sind die Haftpflichtansprüche, welche als Velofahrer Dritten zugefügt werden, über die Privathaftpflichtversicherung gedeckt. Diese Deckung gilt meist auch für Elektrovelos, sofern diese die Fahrgeschwindigkeit von 25 km/h nicht überschreiten.

 

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