Gesundheit & Prävention

Dentalhygiene: 12 Tipps für gesunde Zähne

TIPPS
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Bild: busracavus

Verfärbte Zähne, Kronen und Brücken, Implantate - Mit der richtigen Dentalhygiene und Zahnpflege lassen sich über die Jahre die meisten Probleme und Unschönheiten vermeiden. Auf folgende 12 Punkte sollten Sie achten:

1 Jährlicher Besuch bei der Dentalhygiene

Mit regelmässiger Dentalhygiene können Zahnschäden vermieden oder zumindest früh erkannt und rechtzeitig behandelt werden. Langfristig erspart der jährliche Besuch bei der Dentalhygiene viel Ärger und Schmerz. Zudem sind die Kosten für Behandlungen und Reparaturen meist höher als die Kosten für die Besuche bei der Dentalhygiene. Empfehlenswert sind eine halbjährliche oder mindestens jährliche Behandlung. Die Kosten für die Dentalhygiene werden nicht von der Grundversicherung übernommen, können aber über eine entsprechende Zusatzversicherung gedeckt werden.

Die Dentalhygiene in der Zahnarztpraxis umfasst:

  • Untersuchung von Schleimhaut, Zahnhartsubstanz, Kariesbefall, Zahnfleischentzündungen
  • Entfernung von harten und weichen Zahnbelägen (Plaque), Zahnstein und oberflächlichen Verfärbungen
  • Professionelles Reinigen der Zahnzwischenräume und der Zahnfleischtaschen
  • Fluoridbehandlung
  • Beratung zur Mundhygiene

2 Wie oft und wie lange soll ich meine Zähne putzen?

Eine regelmässige Zahnreinigung beugt am besten Zahnschäden vor. Putzen Sie die Zähne täglich zwei- bis dreimal:

  • mit elektrischen Zahnbürsten: je ca. 2 Minuten lang
  • mit manuellen Zahnbürsten: je ca. 3 Minuten lang

Ein häufigeres Putzen kann den Zahnschmelz schädigen.

3 Wann ist der richtige Zeitpunkt, um die Zähne zu putzen?

Die Zähne sollten nach den Mahlzeiten geputzt werden. Nach dem Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln (z.B. Cola, Wein, Äpfel, Spinat, Zitrusfrüchte) ist der Zahnschmelz vorübergehend weicher und kann durch das Putzen geschädigt werden (Erosion). Nach dem Verzehr von solchen Lebensmitteln sollten Sie daher mit dem Zähneputzen mindestens 30 Minuten warten.

4 Elektrische Zahnbürsten versus Handzahnbürsten

Verwenden Sie möglichst eine elektrische Zahnbürste (vorzugsweise eine Schallzahnbürste), da beim manuellen Putzen häufig falsche Putzbewegungen oder zu viel Druck verwendet werden. Verschiedene Studien belegen, dass das Zähneputzen mit elektrischen Zahnbürsten wirksamer ist als das Benutzen von Handzahnbürsten. Elektrische Zahnbürsten entfernen den Zahnbelag besser und führen zu weniger Zahnfleischentzündungen (Quelle: Cochrane).

5 Weiche Zahnbürsten

Verwenden Sie sowohl bei manuellen als auch bei elektrischen Zahnbürsten weiche Bürsten und üben Sie nur leichten Druck aus. Harte Zahnbürsten bergen die Gefahr, dass Sie beim Putzen zu viel Zahnschmelz abreiben und das Zahnfleisch unnötig verletzen. Zudem kann es beim Einsatz von harten Bürsten zu Zahnfleischrückgängen bzw. Zahnfleischschwund kommen.

6 Mit Wasser neutralisieren

Neutralisieren Sie Ihren Mund nach den Mahlzeiten, indem Sie Wasser trinken oder, ihren Mund mit Wasser ausspülen. So können Sie Ihre Mundhöhle auch während des Tages von Säuren und Nahrungsresten reinigen.

7 Kaugummi

Wenn Sie ausnahmsweise Mal keine Möglichkeit haben, Ihre Zähne zu putzen, können Sie einen Zahnpflegekaugummi kauen. Dieser regt die Speichelproduktion an und verhindert so die Vermehrung schädlicher Bakterien. Kaugummi sollte das Zähneputzen aber auf keinen Fall generell ersetzen.

8 Interdentalbürsten versus Zahnseide

In den Zahnzwischenräumen setzen sich schnell Essensreste und somit auch Bakterien fest. Dies fördert die Bildung von Zahnbelag und kann auf Dauer Karies verursachen. Benutzen Sie einmal täglich Interdentalbürsten oder Zahnseide, um diese Essensreste zu entfernen, Sie reduzieren damit effektiv das Auftreten von Zahnfleischentzündungen. Beide Putzmethoden haben allerdings keinen Einfluss auf den Zahnbelag und Karies. Neuere Entwicklungen wie elektrische Zahnseiden sind erfolgversprechender.

9 Mundspülung

Allgemeine Mundspülungen können die Pflege des Zahnfleisches und die Vorbeugung von Karies unterstützen. Sie ersetzen aber auf keinen Fall das herkömmliche Putzen der Zähne.

Der Nutzen von speziellen Mundspülungen und Mundwassern hängt von den Inhaltsstoffen ab. Je nach gewünschter Wirkung sind verschiedene Inhaltsstoffe wichtig. Informieren Sie sich in einer Zahnarztpraxis über die empfohlenen Inhaltsstoffe und Produkte.

10 Xylit

Mundspülungen, Zahnpasta und Zahnpflegekaugummis enthalten teilweise Xylit bzw. Xylitol. Solche Produkte scheinen insbesondere bei Kindern das Risiko für Karies zu reduzieren. Für eine abschliessende Empfehlung braucht es allerdings weitere Studien (Quelle: Cochrane).

11 Zahnverfärbungen vermeiden

Manche Nahrungs- und Genussmittel enthalten Farbstoffe (v.a. Tannine), die einen verfärbenden Effekt auf die Zähne haben. Dazu zählen beispielsweise Kaffee, Tee, Wein, Beeren, Nüsse, Hülsenfrüchte, Weintrauben, Schokolade und Tabakrauch. Wenn Sie diese Lebens- und Genussmittel nur selten konsumieren, bleiben Ihre Zähne länger weiss.

12 Zunge reinigen und Mundgeruch vermeiden

Die auf der Zunge eingenisteten Bakterien bilden Gase (z.B. Schwefel) und führen zu Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch. Reinigen Sie daher bei jedem Zähneputzen auch die Zunge, z.B. mit einem Zungenschaber.

  • Putzen Sie Ihre Zähne häufiger.
  • Verwenden Sie Mundspülungen, um die Mundflora positiv zu beeinflussen.
  • Nutzen Sie Interdentalbürsten, Zahnseide, Zungenschaber und/oder Zungenbürsten
  • Lassen Sie Ihre Mundhygiene vom Zahnarzt oder der Dentalhygiene überprüfen. Die Zähne sollten regelmässig kontrolliert und professionell gereinigt werden.
  • Reduzieren Sie den Konsum von Milchprodukten, Eiweiss, Kaffee und Alkohol auf ein gesundes Mass.
  • Verzichten Sie auf den Konsum von Tabakwaren.

 

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