Junglenker

Crash Recorder: Beweismittel und tiefere Prämien

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Momentan profitieren lediglich Juglenker von tieferen Prämien beim Einbau eines Crash Recorders oder eines Fahrdatenschreibers. Bild: iStock / chinaface

Auf den Crash folgt nicht selten der Krach: Damit die Schuldfrage nach einem Autounfall nicht im Streit endet, können Autofahrer ihre Fahrzeuge mit einem Crash Recorder ausrüsten.

Der Crash Recorder speichert die letzten 30 Sekunden vor einem Unfall. Aufgezeichnet wird alles, was zur Rekonstruktion des Unfalls notwendig ist. Dazu gehören Daten wie Beschleunigung, Datum und Uhrzeit. Die Versicherung analysiert die Werte manuell und rekonstruiert den Unfallhergang zur einfacheren Klärung der Schuldfrage. Alle anderen Daten löscht die Black Box automatisch.

In der Schweiz bieten aktuell die Axa Winterthur und die Allianz ihren Kunden einen Crash Recorder an. Dabei erhalten Junglenker bis 24 bzw. 29 Jahre einen Prämienrabatt in der Höhe von 15 Prozent. Vom kleinen Kästchen, dass unter dem Sitz montiert wird, profitieren nicht nur die jungen Versicherten – gemäss einer Studie der Axa Winterthur verursachen nämlich Junglenker mit Crash Recorder 15 Prozent weniger Unfälle als ihre Artgenossen ohne Crash Recorder. Dass der Crash Recorder das korrekte Fahrverhalten fördert, glauben laut einer Comparis-Umfrage auch über 50 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer. Grundsätzlich finden 66 Prozent der Befragten, dass der Crash Recorder einen wichtigen Beitrag zur Rekonstruktion von Unfällen und damit zur Klärung der Schuldfrage leisten kann.  

Laut der Umfrage möchte zudem rund die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer freiwillig ein Gerät bei sich installieren – sie befürworten gar ein Obligatorium. Wie bei den Junglenkern verlangen dafür allerdings 70 Prozent vom jeweiligen Versicherer eine Belohnung in Form einer Prämienreduktion. Besonders gross ist die Bereitschaft für einen Crash Recorder bei den über 50-Jährigen.

Die Mobiliar bietet Junglenkern bis 25 Jahren seit dem Sommer 2018 ein ähnliches Modell: Ein Fahrdatenschreiber sammelt permanent Daten über das Fahrverhalten des Lenkers. So werden gefahrene Kilometer, wie auch die Fahrweise (z.B. Geschwindigkeit) dokumentiert und zur Auswertung an die Versicherung übermittelt. Beim unter «Pay How You Drive» bekannten Versicherungsmodell wird die Prämie des Versicherungsnehmers anhand des Fahrstils berechnet. Bei «gutem» Fahrverhalten erhält der Versicherte eine Prämienvergünstigung. Bei der Mobiliar sind das je nach Fahrstil zwischen 15 und 25 Prozent.  

Ob Fahrdatenschreiber oder Crash Recorder: Sind Sie Neulenker und suchen eine Versicherung?