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Quellensteuer für Ausländer: Wichtige Fakten und Erklärungen

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Die Steuersätze sind je nach Kanton unterschiedlich hoch. Doch das System der Quellensteuer für Ausländer gilt schweizweit.

Eine der wichtigen Fragen für Einwanderer in die Schweiz. Wie funktioniert das Steuersystem? Die meisten Ausländer bezahlen Quellensteuer, anders als Schweizer, die ordentlich besteuert werden. 

Wer ist quellensteuerpflichtig?

In der Schweiz lebende Ausländer bezahlen Quellensteuer, wenn sie die Aufenthaltsbewilligungen B und L haben. Wer hingegen mit einem Schweizer verheiratet ist oder eine Niederlassungsbewilligung C hat, wird wie die Schweizer «ordentlich besteuert. Das gilt auch für ausländische Ehepaare, wenn einer der beiden eine C-Bewilligung hat.

Was ist die Quellensteuer?

Die Quellensteuer wird vom Arbeitgeber direkt vom Lohn abgezogen. Die Steuerhöhe variiert von Kanton zu Kanton. Massgebend ist der Wohnkanton.

Ein Beispiel: Ein lediger Arbeitnehmer mit einem monatlichen Bruttolohn von 6500 Franken bezahlt zwischen monatlich 281 Franken im Kanton Zug und 1002 Franken im Kanton Jura. 

Was hat es mit der 120'000-Franken-Grenze auf sich?

Ein Sonderfall sind Angestellte mit mehr als 120‘000 Franken im Jahr. Sie zahlen zwar zuerst die Quellensteuer. Doch einmal jährlich wird dieser Steuerzahler «ordentlich besteuert, wobei die bezahlten Quellensteuern angerechnet werden.

Wie funktioniert die «ordentliche Besteuerung?

Der Steuerzahler füllt einmal im Jahr eine Steuererklärung aus. In dieser gibt er das Einkommen, das Vermögen und mögliche Abzüge an. In der Regel bezahlt man die Steuern an den Bund, den Kanton und die Gemeinde. Die Steuern sind in allen Kantonen und in allen Gemeinden unterschiedlich hoch.

Wichtig zu wissen: Zuerst erhalten Arbeitnehmer ihren Lohn ohne Steuerabzüge. Die Steuern müssen sie einige Monate später überweisen. Es ist also notwendig, rechtzeitig Geld zur Seite zu legen.

Welche Besteuerung ist besser für den Geldbeutel?

Ein Vergleich zwischen Quellensteuern und ordentlichen Steuern ist schwierig, weil die Quellensteuern auf den Bruttolohn erhoben werden, während die ordentlichen Steuern auf den Lohn nach Sozialleistungen und weiteren Abzügen erhoben werden. Es kommt auf die individuelle Situation an, mit welchem System man weniger bezahlt. Wohnort, Arbeitsweg oder Pensionskasse haben zum Beispiel einen Einfluss darauf.