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Aufenthaltsbewilligung B oder C in der Schweiz: Welche Vorteile haben sie?

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Bild: iStock / Alexey Morozov

Sie möchten als ausländischer Staatsangehöriger in der Schweiz wohnen und arbeiten? Dann benötigen Sie eine gültige Bewilligung. Comparis erklärt die Unterschiede zwischen Aufenthaltsbewilligung B und Niederlassungsbewilligung C sowie ihre Vorteile.

Ausländische Erwerbstätige aus den EU- und EFTA-Staaten (European Free Trade Association/ Europäische Freihandelsassoziation) dürfen sich drei Monate ohne Bewilligung in der Schweiz aufhalten. Es besteht lediglich eine Meldepflicht bei der Wohngemeinde.

Möchten Sie länger als drei Monate in der Schweiz wohnen und arbeiten, ist eine Aufenthaltsbewilligung notwendig. Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach Ankunft und vor Arbeitsbeginn bei der zuständigen kantonalen Behörde beantragt werden.

In der Schweiz wohnen und arbeiten: Welche Bewilligung?

Die Art der Bewilligung hängt von der Dauer des Arbeitsverhältnisses ab:

Kurzaufenthaltsbewilligung L

Ist Ihr Arbeitsvertrag auf maximal 364 Tage befristet? Dann erhalten Sie als ausländischer Erwerbstätiger aus den EU- und EFTA-Staaten die Kurzaufenthaltsbewilligung L. Diese ist genauso lange gültig wie die Dauer Ihres Arbeitsvertrags.

Aufenthaltsbewilligung B

Ist Ihr Arbeitsvertrag auf mindestens ein Jahr befristet oder unbefristet? Dann erhalten Sie als ausländischer Erwerbstätiger aus den EU- und EFTA-Staaten die Aufenthaltsbewilligung B. Diese ist fünf Jahre gültig und verlängerbar.

Selbstständig Erwerbstätige erhalten ebenfalls die Aufenthaltsbewilligung B. Voraussetzung: Sie können eine effektive selbstständige Erwerbstätigkeit nachweisen. Hier finden Sie weitere Informationen zur Firmengründung in der Schweiz durch Personen aus dem EU- und EFTA-Raum

Niederlassungsbewilligung C

Leben Sie länger als fünf Jahre in der Schweiz? Haben Sie als ausländischer Erwerbstätiger aus den EU- und EFTA-Staaten ordnungsgemäss und ununterbrochen länger als 5 Jahre in der Schweiz gewohnt, wird Ihnen die Niederlassungsbewilligung C erteilt. Diese ist unbeschränkt gültig. Es besteht lediglich eine Kontrollfrist von fünf Jahren.

Aufenthaltsbewilligung B: die Vorteile

  • Bis zu einem Jahresgehalt von 120’000 Franken keine Steuererklärung nötig
  • Stattdessen Zahlung von kantonal festgelegter Quellensteuer, die monatlich direkt vom Lohn abgezogen wird
  • Säule 3a: Nachträgliche Korrektur der Quellensteuer möglich
  • Je nach Kanton Steuervorteile gegenüber Niedergelassenen mit Niederlassungsbewilligung C 

Niederlassungsbewilligung C: die Vorteile

  • Unbeschränktes Aufenthaltsrecht
  • Aufenthaltsrecht darf nicht mit Bedingungen (z.B. den Besuch eines Deutschkurses) verbunden werden
  • Gleiche Rechte und Pflichten wie die Schweizer. Einzige Ausnahme: das Stimm- und Wahlrecht

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