Neu in der Schweiz

Arbeitslos in der Schweiz, was nun?

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Die weltweite Krise ist auch in der Schweiz deutlich spürbar. Experten erwarten dieses Jahr einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von über 2 Prozent und ein Ende der Rezession ist nicht absehbar. Die Zahl der Arbeitslosen in der Schweiz ist innert Jahresfrist um 22 Prozent gestiegen und gerade Zuwanderer sind immer mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

Damit Zuwanderer im Falle von Arbeitslosigkeit eine Entschädigung erhalten, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Es muss in den letzten 2 Jahren mindestens 12 Monate als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin gearbeitet worden sein. Die Staatsangehörigkeit spielt für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung keine Rolle. Zuwanderer müssen lediglich im Besitz einer gültige Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung sein. Bei einer erstmaligen Einreise aus Deutschland gilt ein besonderes Abkommen. Die in Deutschland zurückgelegten Beitragszeiten werden in der Schweiz voll angerechnet.

Die Basis für die Arbeitslosenentschädigung ist der versicherte Verdienst: Es wird ein Taggeld berechnet, das je nach persönlichen Verhältnissen 70 oder 80 Prozent des versicherten Verdienstes beträgt. Die Dauer des Anspruchs hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Wenn die oben genannten Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, hat man Anspruch 400 Taggelder.

Im Falle von Arbeitslosigkeit melden sich Betroffene so schnell wie möglich bei der Wohngemeinde oder beim regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) an. Damit die Anmeldung ohne Probleme verlaufen kann, müssen folgende Dokumente bereitgehalten werden: AHV-Karte, amtlicher Personalausweis, Wohnsitzbescheinigung sowie Niederlassungsbewilligung oder Ausländerausweis.