Jean-Claude Frick | Comparis-Digitalexperte | Februar 2026
Comparis–Smartphone-Studie 2025
Smartphones werden immer mehr zu einem wertvollen Gut – entsprechend sorgsam gehen viele damit um. Eine repräsentative Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes Comparis beleuchtet die Präferenzen der Nutzerinnen und Nutzer für das Jahr 2025 und zeigt interessante Entwicklungen im Vergleich zu den Vorjahren. Die Umfrageergebnisse für das Jahr 2025 zeigen klare Trends: Apple bleibt Marktführer. Die Nutzungsdauer der Smartphones nimmt weiter zu. Zudem sind die Nutzenden bereit, deutlich mehr Geld für ein neues Gerät auszugeben als noch vor fünf Jahren.
Die Ergebnisse im Überblick:
Rund 90 % der Nutzenden bleiben ihrem aktuellen Betriebssystem beim nächsten Kauf treu.
65 % behalten ihr Handy wegen gestiegener Preise länger; 15,7 % besitzen ihr Gerät bereits seit mindestens 4 Jahren.
Über 62 % planen in den nächsten 12 Monaten keine Neuanschaffung.
Die Ausgabebereitschaft stieg auf durchschnittlich 574 Franken (Apple-User: 708 Fr. / Android-User: 452 Fr.).
10 % der Geräte werden gebraucht gekauft, wobei iPhones (12,3 %) deutlich häufiger aus zweiter Hand stammen als Android-Handys.
72,8 % priorisieren jahrelange Software-Updates gegenüber physischer Reparierbarkeit.
Android-Nutzende sind mit 42,8 % "rundum zufrieden" glücklicher als Apple-Nutzende (34,1 %); der Akku bleibt grösster Kritikpunkt.
Swisscom führt (43,8 % Marktanteil); Tochtermarken wie Wingo und Yallo wachsen stark zulasten ihrer Mutterhäuser.
Fast die Hälfte der Befragten nutzt inzwischen das iOS-Betriebssystem
Auf dem Schweizer Smartphone-Markt gab es 2025 erneut eine klare Verschiebung bei den Betriebssystemen. 97,1 Prozent der Befragten wissen genau, wer ihr Hauptgerät hergestellt hat. Mit einem Marktanteil von 49,3 Prozent nutzt inzwischen fast die Hälfte der Befragten das iOS-Betriebssystem. Zum Vergleich: 2020 betrug Apples Anteil erst 44,8 Prozent.
In der kaufkräftigen Schweiz spielen die hohen iPhone-Preise und das Fehlen eines Einsteigermodells bei Apple eine weniger grosse Rolle als im umliegenden Ausland, was den hohen Anteil an Apple-Geräten erklärt.
Apple liegt aktuell zudem klar vor dem Smartphone-Hersteller Samsung (37,2 Prozent). Diese beiden Hersteller zusammen machen somit den Grossteil des Marktes aus. Unter den weiteren Herstellern nimmt Xiaomi (Android) den dritten Platz ein, allerdings mit einem deutlich geringeren Anteil von 3,2 Prozent. Google folgt mit 2,2 Prozent und belegt Platz vier. Oppo und Huawei liegen mit 1,8 beziehungsweise 1,6 Prozent dicht beieinander, gefolgt von Sony mit 0,8 Prozent.
Mehr als zwei Drittel nutzen ihr Gerät wegen der gestiegenen Preise länger
In der Umfrage von 2025 gaben 65,0 Prozent der Befragten an, ihre Smartphones wegen der gestiegenen Preise länger zu nutzen. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2020, als der Anteil erst bei 53,7 Prozent lag.
Ein Blick auf die Sprachregionen zeigt bemerkenswerte Unterschiede. In der französischsprachigen Region nutzen 76,3 Prozent der Befragten ihre Smartphones länger. In der italienischsprachigen Region liegt dieser Wert sogar bei 79,7 Prozent. Diese Werte sind deutlich höher als in der deutschsprachigen Region (60,3 Prozent).
Auch das Einkommen spielt eine Rolle. Bei einem Bruttohaushaltseinkommen zwischen 4’000 und 8’000 Franken gaben 67,7 Prozent der Befragten an, ihre Geräte länger zu nutzen. Im Vergleich dazu sind es bei Haushalten mit einem Einkommen über 8’000 Franken nur 61,9 Prozent.
Der Smartphone-Typ beeinflusst die Nutzungsdauer ebenfalls: 69,4 Prozent der Android-Nutzenden verlängern die Nutzungszeit ihrer Geräte, während dies bei Apple-Nutzenden nur 60,9 Prozent sind.
Immer mehr Personen besitzen ihr Hauptgerät seit vier Jahren oder länger
Die Zahlen zeigen, dass die längere Nutzungsdauer nicht nur ein Wunsch bleibt, sondern auch in die Tat umgesetzt wird: Immer mehr Personen behalten ihr Smartphone über längere Zeiträume. 2025 gaben bereits 15,7 Prozent der Befragten an, ihr Hauptgerät seit vier Jahren oder länger zu besitzen. Diese Zahl stellt den höchsten Wert der letzten fünf Jahre dar. 2023 besassen 13,1 Prozent der Teilnehmenden ihr Smartphone seit mindestens vier Jahren. 2020 war der Anteil mit 8,9 Prozent der niedrigste.
Bei Personen, die ihr Gerät seit vier Jahren oder länger besitzen, ist der Anteil bei Apple- und Android-Nutzenden gleich hoch. Unter den Langzeitnutzenden sind anteilig jedoch deutlich häufiger Personen mit tiefem (20,1 Prozent) und mittlerem Einkommen (16,6 Prozent) vertreten als solche mit einem Haushaltseinkommen von 8’000 Franken oder mehr (12,5 Prozent).
Zwei Drittel wollen in den nächsten 12 Monaten beim bisherigen Gerät bleiben
62,2 Prozent der Befragten wollen zudem in den nächsten 12 Monaten kein neues Gerät kaufen, sondern ihr Gerät weiterverwenden. Das ist eine klare Steigerung im Vergleich zu 2020, als nur 53,1 Prozent im nächsten Jahr beim aktuellen Gerät bleiben wollten. Insgesamt planen 37,8 Prozent der Befragten den Kauf eines neuen Smartphones innerhalb der nächsten 12 Monate.
Deutlich mehr Frauen (68,1 Prozent) bleiben ihrem Gerät treu als Männer (56,2 Prozent). Ebenso beabsichtigen klar mehr ältere Personen ab 56 Jahren (71,2 Prozent), beim bisherigen Smartphone zu bleiben, als die jüngeren Altersgruppen (58,6 Prozent bei den 36- bis 55-Jährigen, 58,8 Prozent bei den unter 36-Jährigen).
Unter den Personen, die ein neues Gerät kaufen wollen, sind anteilig deutlich mehr Apple-Nutzende (40,8 Prozent) als Android-Nutzende (35,8 Prozent).
Nutzende bleiben dem einmal gewählten Betriebssystem treu
Bei der Wahl des nächsten Smartphones spielt die bisherige Nutzung eine grosse Rolle. 90 Prozent der aktuellen Apple-Nutzenden möchten wieder ein iPhone kaufen, während nur 3,2 Prozent der Android-Nutzenden zu Apple wechseln wollen. Die Markentreue unter Android-Nutzenden ist ebenfalls hoch: 88,3 Prozent möchten erneut ein Android-Gerät kaufen.
Ein iPhone möchten tendenziell häufiger Personen unter 36 Jahren kaufen (55,4 Prozent). Die älteren Altersgruppen bevorzugen mehrheitlich Android-Geräte (36–55 Jahre: 51,8 Prozent, über 55 Jahre: 51,3 Prozent).
574 Franken wollen die Nutzenden für ein neues Gerät zahlen
Die Umfrage zur Ausgabebereitschaft für neue Smartphones zeigt, dass im Durchschnitt 574 Franken eingeplant werden – deutlich mehr als 2020, als der Mittelwert bei 517 Franken lag.
Das Smartphone ist das zentrale Element des digitalen Alltags, und dafür sind Nutzende bereit, immer mehr Geld auszugeben.
Zwischen den Geschlechtern zeigen sich deutliche Unterschiede. Männer planen durchschnittlich 615 Franken auszugeben. Frauen möchten 534 Franken investieren. Auch das Alter spielt eine Rolle: Personen zwischen 18 und 35 Jahren beabsichtigen, 628 Franken auszugeben. Das ist deutlich mehr als die 529 Franken, die von Personen ab 56 Jahren angegeben wurden, und übersteigt auch die 563 Franken der 36- bis 55-Jährigen.
In Bezug auf die Bildung sind Personen mit höherem Bildungsabschluss bereit, 596 Franken zu zahlen. Bei niedrigeren oder mittleren Bildungsabschlüssen sind es 554 Franken. Das Einkommen beeinflusst die Ausgabebereitschaft ebenfalls deutlich: Personen mit einem monatlichen Bruttohaushaltseinkommen über 8’000 Franken möchten 660 Franken ausgeben. Das liegt über den 459 Franken der Einkommensgruppe bis zu 4’000 Franken sowie den 559 Franken derjenigen mit einem Einkommen zwischen 4’000 und 8’000 Franken.
Die Wahl des Smartphone-Typs wirkt sich ebenfalls stark aus: Apple-Nutzende sind im Schnitt bereit, 708 Franken zu investieren, während Android-Nutzende 452 Franken einplanen.
Dank besserer und längerer Versorgung mit Software-Updates können Smartphones heute länger genutzt werden als vor einigen Jahren.
Neugeräte bleiben der Standard
Insgesamt haben 10 Prozent der Befragten ihr aktuelles Smartphone gebraucht gekauft. Bei einem Einkommen bis zu 4’000 Franken betrug der Anteil der Gebrauchtkäufe im letzten Jahr 16,1 Prozent. Das ist deutlich mehr als in höheren Einkommensgruppen, in denen dieser Anteil jeweils bei 8,4 Prozent und 8,6 Prozent lag.
Bei den Smartphone-Typen haben 12,3 Prozent der Apple-Nutzenden ein gebrauchtes Gerät gekauft, während der Anteil bei Android-Nutzenden bei 7,7 Prozent lag. Apple bietet – im Unterschied zu Herstellern mit Android-Betriebssystem – keine günstigen Einsteigermodelle an. Da das iPhone aber viele Jahre mit Software-Updates versorgt wird, sind gebrauchte iPhones sehr attraktiv.
Ersatzteile und Reparatur verlieren weiter an Bedeutung
In der Umfrage 2025 bewerteten 17,2 Prozent der Befragten die langfristige Verfügbarkeit von Ersatzteilen für ein nächstes Smartphone als eher unwichtig oder sogar überhaupt nicht wichtig. Das ist ein klarer Anstieg gegenüber den Jahren 2022 und 2023 mit 13,5 Prozent beziehungsweise 14,7 Prozent.
Ebenso gaben 44,9 Prozent der Befragten an, dass ihnen die Möglichkeit, das Smartphone selbst zu reparieren, eher unwichtig oder gar nicht wichtig ist. Auch das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2022, als der Wert noch bei 39,8 Prozent lag.
Dank gut ausgebauten Serviceangeboten bei Apple (Apple Stores) sowie bei Samsung rückt das Bedürfnis, das eigene Gerät selbst zu reparieren, in den Hintergrund.
Die Verfügbarkeit von jahrelangen Software-Updates wird von 72,8 Prozent der Umfrageteilnehmenden als wichtig bis sehr wichtig erachtet. Dieser Wert entspricht den Vorjahren.
Android-Nutzende sind anteilig zufriedener als Apple-Nutzende
Die Umfrageergebnisse zeigen bemerkenswerte Unterschiede in der Zufriedenheit der Nutzenden mit ihren aktuellen Smartphones. 38,8 Prozent der Befragten sind mit ihrem aktuellen Gerät rundum zufrieden. Beim Betriebssystem sind Android-Nutzende mit 42,8 Prozent anteilig deutlich häufiger zufrieden als Apple-Nutzende mit 34,1 Prozent.
Dennoch bleiben einige Beschwerden bestehen. Die Akkulaufzeit ist für 25,7 Prozent der Befragten ein Problem. Das ist allerdings ein deutlich tieferer Anteil als 2020, als noch 29,3 Prozent die Laufzeit bemängelten.
Die Kameraqualität wird immer häufiger kritisiert (10,2 Prozent 2025 gegenüber 7,9 Prozent 2020). Android-Nutzende beurteilen die Kameraqualität kritischer (12,6 Prozent) als Apple-Nutzende (7,7 Prozent).
Der Speicherplatz wird von 9,8 Prozent der Befragten als unzureichend empfunden, was den Vorjahreswerten entspricht.
Cloud-Speicher und Bezahl-Apps bleiben stabil
Beim Cloud-Speicher bleiben die Anteile von Nutzenden und Nichtnutzenden stabil. 2025 nutzten 58 Prozent der Befragten Cloud-Speicherdienste wie iCloud, Google Drive oder Dropbox auf dem Handy. 37,2 Prozent nutzten sie nicht. Das entspricht der Situation der Vorjahre.
Ein wichtiger Unterschied zeigt sich zwischen den Betriebssystemen: 68 Prozent der Apple-Nutzenden verwenden Cloud-Dienste, während lediglich 49,1 Prozent der Android-Nutzenden das tun. Apples Speicherpreise sind höher als jene von Android-Herstellern. Zusätzlich profitiert Apples Ökosystem stark von der Vernetzung der verschiedenen Apple-Geräte über iCloud.
Über 40 Prozent geben kein Geld für Apps aus
Wie in den Vorjahren blieb auch der Anteil der Personen stabil, die für Apps auf dem Smartphone kein Geld ausgeben (42,9 Prozent). Frauen sind hierbei mit 47 Prozent stärker vertreten als Männer mit 38,8 Prozent. Personen ab 56 Jahren verzichten mit 56,7 Prozent häufiger auf App-Käufe im Vergleich zu 42,9 Prozent der 36- bis 55-Jährigen und 30,8 Prozent der 18- bis 35-Jährigen.
Bei der Gerätewahl zeigen sich ebenfalls Unterschiede: 54 Prozent der Android-Nutzenden geben kein Geld aus, während das nur 30,8 Prozent der Apple-Nutzenden tun. Im App Store ist die Qualität der Apps häufig höher als auf Android, neue Apps erscheinen oft zuerst exklusiv für das iPhone, und Werbung in Apps ist weniger verbreitet als auf Android.
Preisgünstige Zweitmarken von Swisscom und Sunrise gewinnen Marktanteile
Die Umfrageergebnisse zeigen zudem Stabilität bei den Telecomanbietern. Swisscom bleibt auch im Jahr 2025 der führende Anbieter mit einem Marktanteil von 43,8 Prozent (34,6 Prozent Swisscom sowie 9,2 Prozent der Tochtermarke Wingo). Sunrise folgt auf Platz zwei mit einem Marktanteil von 24,8 Prozent (18,3 Prozent Sunrise plus 6,5 Prozent der Tochtermarke Yallo).
Wingo erreichte 2025 einen Marktanteil von 9,2 Prozent. Das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zu nur 1,8 Prozent im Jahr 2020. Yallo verzeichnete im Jahr 2025 einen Marktanteil von 6,5 Prozent. Das ist ebenfalls eine klare Steigerung gegenüber 4,6 Prozent im Jahr 2021 und 5,0 Prozent im Jahr 2020. Beide Tochtermarken konnten hauptsächlich zulasten ihrer Muttermarken Marktanteile gewinnen (Marktanteil Swisscom 2020: 42,5 Prozent, Marktanteil Sunrise inklusive UPC Mobile 2020: 25,4 Prozent).
M-Budget Mobile verlor hingegen Marktanteile und erreichte 2025 3,8 Prozent (2020: 5,5 Prozent).
Die repräsentative Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von comparis.ch im Dezember 2025 unter 2’091 Personen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt.
Weitere Informationen:
Jean-Claude Frick
Digital-Experte
Telefon +41 (0)44 360 53 91
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