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Comparis-Prognose zu den Autoversicherungsprämien 2027

Autoprämien 2027: Nächste Erhöhungsrunde droht – erste Aufschläge bereits geplant

Die Autoversicherungsprämien dürften auch 2027 weiter steigen. Das zeigt eine neue Comparis-Befragung unter Schweizer Autoversicherern. Für bestimmte Bestandskunden sind bereits Erhöhungen geplant. Steigende Reparatur- und Ersatzteilkosten sowie Hagelschäden sorgen weiterhin für erheblichen Kostendruck. Schon in den vergangenen 5 Jahren sind die Autoversicherungsprämien um rund 19 Prozent gestiegen. «Die Kostentreiber, die zu den bisherigen Erhöhungen geführt haben, sind weiterhin vorhanden. Deshalb rechnen wir auch 2027 mit steigenden Prämien. Allerdings unterscheiden sich die Anpassungen je nach Anbieter und Vertrag», sagt Comparis-Versicherungsexperte Harry Büsser.

Portraitbild von Comparis-Versicherungsexperte Harry Büsser
Harry Büsser

05.11.2026

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Die Ergebnisse im Überblick

  • Eine Umfrage unter Schweizer Autoversicherern zeigt, dass für 2027 weitere Prämienerhöhungen drohen und einzelne Anbieter bereits konkrete Aufschläge für Bestandskunden planen.

  • Zwischen August 2021 und August 2026 stiegen die Autoversicherungsprämien gemäss Comparis-Womo-Preisindex um 19 Prozent, wobei der Anstieg allein im letzten Jahr über 7 Prozent betrug.

  • Verantwortlich für den Kostendruck sind stark gestiegene Ersatzteil- und Reparaturpreise, die technische Komplexität moderner Fahrzeuge (z. B. Sensor-Kalibrierungen) sowie teure Unwetterschäden wie Hagel.

  • Während Die Mobiliar auf generelle Aufschläge für den gesamten Kundenbestand verzichtet und Anpassungen primär bei Neuabschlüssen vornimmt, verweisen andere Anbieter auf nötige Erhöhungen oder machen aus kartellrechtlichen Gründen keine Angaben.

  • Obwohl 45 Prozent der Versichierten 2026 höhere Prämien zahlten, wechselten nur 6 Prozent ihren Anbieter – dabei sparte die Hälfte der Wechselnden mindestens 200 Franken pro Jahr.

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«Die Aussagen der Versicherer zeigen, dass der Kostendruck keineswegs vorbei ist. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Versicherer und jeder Vertrag gleich stark betroffen sein wird. Gerade deshalb sollten Autofahrende ihre Prämien vergleichen, statt Erhöhungen einfach hinzunehmen.»

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Harry BüsserComparis-Versicherungsexperte

Zürich, 5. November 2026 – Auf Schweizer Autofahrende dürfte 2027 die nächste Runde von Prämienerhöhungen zukommen. Eine aktuelle Comparis-Befragung unter Schweizer Autoversicherern zeigt: Steigende Reparaturkosten, teurere Ersatzteile und Schäden durch Naturereignisse sorgen weiterhin für erheblichen Kostendruck. 

Damit setzt sich voraussichtlich eine Entwicklung fort, die Autofahrende schon seit Jahren belastet. Gemäss dem Comparis-Womo-Preisindex verteuerten sich Motorfahrzeugversicherungen zwischen August 2021 und August 2026 um rund 19 Prozent. Allein innert Jahresfrist betrug der Anstieg mehr als 7 Prozent. Wie stark die Prämien 2027 steigen werden, lässt sich aus den Antworten noch nicht beziffern. Eine allgemeine Entspannung zeichnet sich derzeit jedoch nicht ab. 

Erste Prämienerhöhungen bereits geplant  

Aus der Comparis-Befragung geht hervor, dass einzelne Versicherer für 2027 schon Prämienerhöhungen geplant haben. Eine durchschnittliche Prozentangabe wird nicht gemacht. Wie stark einzelne Versicherte betroffen sind, hängt unter anderem vom Fahrzeugtyp, Fahrzeugwert und -alter sowie vom bisherigen Schadenverlauf ab. 

Die Mobiliar verzichtet nach eigenen Angaben auf generelle Prämienerhöhungen für das gesamte bestehende Kundenportfolio. Tarifanpassungen erfolgen gemäss dem Versicherer bei Neuabschlüssen und Vertragsänderungen. Versicherte mit unveränderten Verträgen sind davon nicht betroffen. 2025 waren laut Mobiliar rund ein Fünftel ihrer Kundinnen und Kunden von Prämienerhöhungen betroffen. 

Helvetia, Smile, Generali, Vaudoise und TCS verweisen auf steigende Reparatur- und Schadenkosten, die Prämienanpassungen notwendig machten, äussern sich aber noch nicht konkret zu 2027. Die Vaudoise meldet anhaltenden Aufwärtsdruck auf die Prämien. AXA und Allianz schreiben, dass sie aus wettbewerbsrechtlichen bzw. kartellrechtlichen Gründen keine Angaben zur künftigen Prämienentwicklung machen könnten. 

«Die Aussagen der Versicherer zeigen, dass der Kostendruck keineswegs vorbei ist. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Versicherer und jeder Vertrag gleich stark betroffen sein wird. Gerade deshalb sollten Autofahrende ihre Prämien vergleichen, statt Erhöhungen einfach hinzunehmen», sagt Büsser.

Reparaturen und Ersatzteile werden immer teurer 

Bei den wichtigsten Kostentreibern sind sich die Versicherer weitgehend einig. AXA, Allianz, Generali, Helvetia Baloise, Mobiliar, Smile und TCS nennen steigende Werkstatt- und Ersatzteilkosten. AXA, Generali und Mobiliar verweisen zudem auf höhere Schadenaufwendungen durch Naturereignisse. Die Vaudoise nennt insbesondere die Hagelereignisse von Ende August 2026 als Ursache für gestiegene Schadenkosten. 

Hinzu kommt die zunehmende technische Komplexität moderner Fahrzeuge. Selbst vermeintlich kleine Schäden können hohe Kosten verursachen, wenn Sensoren, Kameras und Assistenzsysteme betroffen sind. Die Mobiliar verweist beispielsweise darauf, dass beim Ersatz einer Frontscheibe häufig auch Sensoren neu kalibriert werden müssen. 

Wie stark einzelne Reparaturarbeiten teurer geworden sind, zeigte bereits eine frühere Comparis-Analyse: Zwischen 2023 und 2025 stiegen die durchschnittlichen Kosten der eigentlichen Reparaturarbeit an einer Hintertür um fast 46 Prozent, an seitlichen Karosserieteilen (Seitenwänden) um gut 41 Prozent und bei vorderen Kotflügeln um mehr als 32 Prozent. 

«Dass moderne Fahrzeuge komplizierter zu reparieren sind, ist unbestritten. Aber die technische Entwicklung erklärt nicht automatisch jede Preissteigerung. Auch die Versicherer sind gefordert, Reparaturkosten kritisch zu prüfen und unnötige Ausgaben zu vermeiden. Sonst landen die steigenden Kosten über höhere Prämien bei den Versicherten», sagt Büsser. 

Trotz steigender Prämien wechseln nur wenige ihre Versicherung 

Während sich die Versicherer mit steigenden Schadenkosten konfrontiert sehen, können Autofahrende zumindest ihre eigene Prämienbelastung beeinflussen. Eine repräsentative Comparis-Umfrage vom Januar 2026 zeigt: 45 Prozent der befragten Autobesitzenden mit Autoversicherung bezahlten 2026 höhere Prämien als 2025. Dennoch wechselten lediglich 6 Prozent ihre Autoversicherung. Von den Wechselnden sparte rund jeder Zweite mindestens 200 Franken pro Jahr. 

Bei Prämienerhöhungen sollten Versicherte prüfen, ob ihnen ein ausserordentliches Kündigungsrecht zusteht – siehe auch Tipps für Autofahrende unten. «Autofahrende können die steigenden Reparaturkosten nicht selbst stoppen. Aber sie können verhindern, dass sie für ihre Versicherung unnötig viel bezahlen. Und die Versicherer müssen ihren Teil dazu beitragen, die Schadenkosten besser zu kontrollieren», so Büsser. 

Tipps für Autofahrende

Prämien vergleichen: Neue Prämie mit Konkurrenzangeboten vergleichen und Sparpotenzial prüfen. 

Versicherungsschutz überprüfen: Bei älteren Fahrzeugen kann sich der Verzicht auf eine Vollkaskoversicherung lohnen. 

Selbstbehalt erhöhen: Ein höherer Selbstbehalt kann die Prämie senken, sofern der Betrag im Schadensfall selbst getragen werden kann. 

Sonderkündigungsrecht nutzen: Bei einer allgemeinen Prämienerhöhung durch den Versicherer besteht in der Regel ein ausserordentliches Kündigungsrecht. Die Kündigungsfrist beachten und rechtzeitig günstigere Angebote prüfen. 

Auf freie Garagenwahl verzichten: Wer sich bei Reparaturen auf eine Partnergarage des Versicherers festlegt, kann häufig von günstigeren Prämien profitieren. 

Comparis hat im Oktober 2026 insgesamt 11 Anbieter von Autoversicherungen in der Schweiz (Allianz, AXA, Emmental Versicherung, Generali, Helvetia Baloise, Mobiliar, Simpego, Smile, TCS, Vaudoise und Zurich) schriftlich zu Kostenentwicklung, geplanten Prämienanpassungen für Bestandskunden 2027 und zum Reparieren statt Ersetzen beschädigter Karosserieteile befragt. 6 Versicherer (AXA, Generali, Helvetia Baloise, Mobiliar, Smile und TCS) beantworteten alle Fragen im Detail. Weitere Anbieter äusserten sich zu Teilaspekten oder verzichteten auf Angaben. 

Weitere Informationen: 

Harry Büsser 
Versicherungsexperte 
Telefon: 044 360 53 91 
E-Mail: media@comparis.ch 
comparis.ch 

 

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