Login
Login

Krankenkassen-Grundversicherungsanalyse 2026

Helsana verteidigt die Marktführung

Am meisten Versicherte in der Grundversicherung hat im Jahr 2026 Helsana. Den grössten Zuwachs zwischen 2025 und 2026 verzeichnete derweil die zweitplatzierte CSS. Am meisten Versicherte verloren haben Groupe Mutuel und Concordia. Zudem ist eine weiter steigende Preissensibilität bei der Krankenkassenwahl zu beobachten. Nichtsdestotrotz bleibt gut ein Viertel der befragten Erwachsenen dem teuren Standardmodell mit freier Arztwahl treu. Das zeigt die Comparis-Krankenkassen-Grundversicherungsanalyse 2026.

Felix Schneuwly Foto
Felix Schneuwly

23.06.2026

Teilen via:

Teilen via:

Die Ergebnisse im Überblick

  • Helsana (1,598 Mio. Versicherte) und CSS (+90'694 Neukunden) beherrschen fast ein Drittel des Marktes.

  • Durchschnittlicher Anstieg von 4,4 % löst trotz moderater Erhöhung deutliche Wechselbewegungen aus.

  • Groupe Mutuel verzeichnet den höchsten absoluten Verlust (-44'000), Aquilana den höchsten prozentualen Rückgang (-7 %).

  • 26 % bleiben im teuren Standardmodell – bei Geringverdienenden ist dieser Anteil mit 34 % besonders hoch.

  • 77 % der Versicherten wählen entweder die Minimal- (300 CHF) oder Maximalfranchise (2'500 CHF).

«Je stärker die Prämienerhöhungen, desto grösser sind die Prämienunterschiede zwischen den Kassen sowie die Wechselquoten. Moderate Prämienerhöhungen verhindern auch das Risiko, dass ein Versicherer viel günstiger als die Konkurrenz ist und sehr viele Kundinnen und Kunden gewinnt, die er später mit höheren Prämien wieder verliert. Bemerkenswert ist, dass die beiden grössten Krankenversicherer Helsana und CSS mit mittlerweile fast einem Drittel der Grundversicherten den Abstand zur Konkurrenz stetig vergrössern»

Felix Schneuwly Foto
Felix SchneuwlyComparis-Gesundheitsexperte

Zürich, 23. Juni 2026– Von 2025 auf 2026 wurden die Grundversicherungsprämien im Schnitt 4,4 Prozent teurer. Das ist ein deutlich kleinerer Sprung als in den Vorjahren. Nichtsdestotrotz kam es zu deutlichen Wechselbewegungen bei den Krankenkassen. 

CSS und Helsana sind am stärksten gewachsen 

Mit 90’694 Neukundinnen und Neukunden respektive einem Bestandeszuwachs von 6 Prozent hat CSS am meisten profitiert. Die Luzerner Kasse ist mit total 1’561’976 Versicherten auch dieses Jahr die Nummer zwei im Schweizer Grundversicherungsmarkt.  

Mit neu 1’598’000 Versicherten (plus 69’000 respektive plus 5 Prozent) verteidigt Helsana die Stellung als Marktführerin. Mit 41’500 zusätzlichen Grundversicherten ist die Visana am drittstärksten gewachsen und liegt nun mit 737’500 Kundinnen und Kunden auf Platz 5. Prozentual war der Zuwachs oder Verlust bei allen grossen Krankenkassen verhältnismässig moderat und bewegte sich im Gegensatz zu den Vorjahren im einstelligen Bereich.  

«Je stärker die Prämienerhöhungen, desto grösser sind die Prämienunterschiede zwischen den Kassen sowie die Wechselquoten. Moderate Prämienerhöhungen verhindern auch das Risiko, dass ein Versicherer viel günstiger als die Konkurrenz ist und sehr viele Kundinnen und Kunden gewinnt, die er später mit höheren Prämien wieder verliert. Bemerkenswert ist, dass die beiden grössten Krankenversicherer Helsana und CSS mit mittlerweile fast einem Drittel der Grundversicherten den Abstand zur Konkurrenz stetig vergrössern», erklärt Comparis-Krankenkassenexperte Felix Schneuwly. 

Groupe Mutuel ist die Verliererin des Jahres 

Mit einem Verlust von 44’000 Versicherten (minus 4 Prozent des Versichertenbestandes) ist Groupe Mutuel die Verliererin des Jahres. Anteilig verlor die viel kleinere Aquilana mit einem Minus von 7 Prozent der Versicherten am meisten (minus 4’687 Versicherte).  

«Groupe Mutuel hat mit knappen Reserven weniger Spielraum bei den Prämien als die grossen Konkurrenten und verliert nach einer kurzen Wachstumsphase wieder Kundschaft. Aquilana, Concordia und KPT verlieren noch einmal einen Teil der früher durch tiefe Prämien gewonnenen Kundschaft», erklärt Schneuwly. 

Stabiler Kern von Standardversicherten bei Einkommensschwachen 

Eine zusätzliche repräsentative Comparis-Umfrage bei 1’034 Personen im April 2026 zeigt einen stabilen Kern an Personen mit Standardmodell – also mit freier Arztwahl. Gut ein Viertel der Befragten bleibt dem Modell seit Jahren treu – 2026 waren es 26 Prozent. Dabei zeigen sich zunehmende Unterschiede sowohl in den Altersgruppen als auch beim Bruttohaushaltseinkommen.  

Von den Personen mit einem monatlichen Bruttoeinkommen bis 4’000 Franken sind noch immer 34,0 Prozent standardversichert. Das ist zwar ein deutlicher Rückgang seit 2021, als noch 41,8 Prozent in dieser Einkommensklasse standardversichert waren. Im Gegensatz dazu liegt der Anteil bei Personen mit einem Einkommen über 8’000 Franken aber nur bei 16,5 Prozent. 2021 lag er bereits bei 21,2 Prozent. 

Bei den alternativen Versicherungsmodellen, wo inzwischen drei Viertel der Erwachsenen versichert sind, zeigt sich in den letzten fünf Jahren eine deutliche Verschiebung weg vom klassischen Hausarztmodell. 2021 hatten noch 47,4 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz das Hausarztmodell gewählt. 2026 sind es nur noch 42,1 Prozent.  

Demgegenüber hat das Telmed-Modell 5,5 Prozentpunkte gewonnen und den Anteil von 13,4 Prozent 2021 auf heute 18,9 Prozent gesteigert. Der Anteil des HMO-Modells (Gruppenpraxen) ist von 7,4 Prozent 2021 auf 10,3 Prozent geklettert. 

77 Prozent der Erwachsenen wählen entweder die niedrigste oder höchste Franchise  

Die niedrigste Franchise (300 Franken) und die höchste Franchise (2’500 Franken) machen zusammen knapp 77 Prozent aller gewählten Stufen aus. Die mittleren Franchisen (500 bis 2’000 Franken) werden hingegen deutlich seltener gewählt, wobei die 500er-Franchise innerhalb dieser Sparte mit 9,5 Prozent die grösste Bedeutung hat.  

Die 300er-Franchise ist in fast allen Modellen die am häufigsten gewählte Option, besonders ausgeprägt im Hausarzt- (20,2 Prozent aller Hausarztversicherten) und im Standardmodell (11,3 Prozent aller Standardversicherten).  

Als zweitbeliebteste Wahl ist die Maximalfranchise vor allem im Hausarzt-Modell (14,7 Prozent der Hausarztversicherten) und im wachsenden Telmed-Modell (7,9 Prozent der Telmed-Versicherten) stark vertreten. Bemerkenswert ist auch das HMO-Modell, in dem die höchste Franchise mit 4,9 Prozent der Versicherten in diesem Modell sogar häufiger gewählt wird als die Basisfranchise von 300 Franken (3,7 Prozent).  

 
Die ganze Studie «Krankenkassen-Grundversicherungsanalyse 2026» mit weiteren, detaillierten Auswertungen steht auf der Comparis-Webseite zum Download bereit. 

Die repräsentative Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von comparis.ch im April 2026 unter 1'034 Erwachsenen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt.  Repräsentativität bedeutet, dass die Teilnehmenden einer Umfrage die gesamte Zielgruppe gut widerspiegeln. Das heisst, wichtige Merkmale wie Alter, Geschlecht oder Wohnregion sind ähnlich verteilt wie in der ganzen Bevölkerung. So kann man die Ergebnisse besser auf alle übertragen.  

Weitere Informationen: 

Felix Schneuwly  
Krankenkassen-Experte  
Telefon: 079 600 19 12  
E-Mail: media@comparis.ch  
comparis.ch 

 

Teilen via: