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Mietpreise: In welchen Schweizer Städten sind die Mieten am tiefsten?

ANALYSE
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Bild: iStock / monkeybusinessimages

In der Stadt St. Gallen sind Mietwohnungen deutlich günstiger als in Genf oder Zürich. Das zeigt eine Analyse der Inseratenpreise auf comparis.ch in den zehn grössten Schweizer Städten. Doch woher kommt dieser Preisunterschied? Comparis klärt auf.

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Was kostet eine 4,5-Zimmer-Wohnung?

Comparis berechnete anhand einer Analyse von Inseratenpreisen die Median-Mietpreise für 4,5-Zimmer-Wohnungen mit 100 bis 110 Quadratmetern. Es ergab sich die folgende Rangliste der teuersten Städte:

  • 1. Genf: Median-Mietpreis 3’820 Franken
  • 2. Zürich: Median-Mietpreis 3’073 Franken
  • 3. Lausanne: Median-Mietpreis 2’850 Franken

In der Stadt St. Gallen beträgt die aktuelle Median-Miete für eine 4,5 Zimmer-Wohnung 2’004 Franken. Das ist der tiefste Preis in den zehn grössten Schweizer Städten.

Was kostet eine 3,5-Zimmer-Wohnung?

Comparis berechnete ebenfalls die Median-Mietpreise für 3,5-Zimmer-Wohnungen mit 75 bis 85 Quadratmetern. Das ergab die folgende Reihenfolge des Städte-Rankings:

  • 1. Genf: Median-Mietpreis 2’680 Franken
  • 2. Zürich: Median-Mietpreis 2'489 Franken
  • 3. Lausanne: Median-Mietpreis 2'194 Franken

Am unteren Ende der Tabelle taucht erneut die Stadt St. Gallen auf mit 1’675, gefolgt von Biel und Lugano mit 1’690 und 1’750 Franken.

Was kostet eine 2-Zimmer-Wohnung?

Bei den 2-Zimmer-Wohnungen mit 45 bis 55 Quadratmetern Wohnfläche ergibt die Analyse der Inseratenpreise die folgende Reihenfolge des Städte-Rankings:

  • 1. Zürich: Median-Mietpreis 1’734 Franken
  • 2. Genf: Median-Mietpreis 1’690 Franken
  • 3. Lausanne: Median-Mietpreis 1'500 Franken

2 Zimmer-Wohnungen sind in Biel am günstigsten mit 1’125 Franken. Rund 35 Franken mehr kostet eine vergleichbare Wohnung in St. Gallen, und in Lugano beträgt der Medianwert 1’289 Franken.

Woher kommen die hohen Mietpreis-Unterschiede zwischen den Städten?

«Die deutlichen Preisunterschiede zwischen den Städten sind auf diverse Faktoren zurückzuführen», erklärt Comparis-Finanz-Experte Frédéric Papp und ergänzt: «Für die teuren Wohnungsmieten ist zum einen das knappe Angebot an Wohnungen in Zürich oder Genf mitverantwortlich. Ein Mittel um günstigeren Wohnraum zu schaffen, ist das verdichtete Bauen, was in beiden Schweizer Städten aber noch zu wenig stattfindet. Zum anderen spielt die hohe Zahlungsbereitschaft der Wohnungssuchenden eine Rolle. Sowohl Zürich als auch Genf bietet eine hohe Anzahl an gut bezahlten Jobs, zum Beispiel im Finanzsektor.»

Stattdessen entstehe viel neuer Wohnraum in Regionen wie etwa im bernischen Huttwil, obschon dort derzeit fast 15 Prozent der Wohnungen leer stehen. Entwicklungen wie in Huttwil seien Auswüchse der seit Jahren herrschenden tiefen Zinsen. Investoren würden dort bauen, wo es noch möglich sei. Dafür nähmen sie tiefere Renditen in Kauf, erklärt der Comparis-Finanz-Experte.

Auffällig ist, dass sowohl in St. Gallen als auch in Biel die Leerstandziffern überdurchschnittlich sind. Das kann laut Papp entweder darauf zurückgeführt werden, dass die aktuellen Mietpreise zu hoch angesetzt sind oder die Immobilienbesitzer mit einer steigenden Nachfrage rechnen. Deshalb lassen sie die Wohnung lieber vorübergehend leer stehen als sie zu einem tieferen Mietpreis zu vermieten.