Die richtige Umzugsfirma finden


Umzugunternehmen leisten tatkräftige Unterstützung beim Zügeln. Wenn Sie eine solche Zügelfirma beauftragen, sollten Sie aber unbedingt einiges beachten.

Wie finde ich die richtige Zügelfirma?

Tipp 1: Erkundigen Sie sich im Freundeskreis oder bei Arbeitskollegen, oder recherchieren Sie im Internet. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie auch prüfen, ob das Unternehmen im Handelsregister vertreten ist. Online-Check unter zefix.admin.ch.

Tipp 2: Laden Sie die Firmen zu einem Augenschein in Ihre alte Wohnung ein. Lassen Sie diese den Aufwand an Zeit und Mitarbeitern sowie die passende Fahrzeuggrösse abschätzen – und damit die Kosten.

Tipp 3: Holen Sie sich Offerten verschiedener Umzugsspeditionen ein und vergleichen Sie die Kostenvoranschläge.

Tipp 4: Sparen Sie Zeit, indem Sie über unsere Vergleichsplattform einmal Ihre Angaben hinterlassen und von mehreren bereits geprüften Umzugsfirmen eine Offerte erhalten.Der Preis kann nämlich je nach Anfahrtsweg stark variieren. Zum Beispiel, wenn ihr Wohnort in Zürich ist, die gewählte Umzugsfirma aus Bern kommt und ihre Möbel dann nach St. Gallen liefert. Die Vergleichsplattformen bieten einen raschen Vergleich und bereits vorselektionierte beste Varianten.

Beispiel: Für eine 3-Zimmer-Wohnung werden in der Regel drei Zügelhelfer und Transporter mit einem Ladevolumen von 30 Kubikmetern benötigt. Zu kleine Mannschaften, zu kleine Fahrzeuge helfen nicht beim Sparen, weil sich die Dauer des Umzugs in die Länge ziehen kann.



Was sollte die Offerte beinhalten?

Die Kosten sollten nach Stundenlohn, aber mit einem Kostendach berechnet werden. Einen Pauschalbertrag zu vereinbaren ist weniger zu empfehlen.

Beispiel: Das Zügelunternehmen schätzt den Aufwand auf 4 bis 5 Stunden, das Kostendach wird bei 8 Stunden vereinbart. Mehr als 8 Stunden darf Ihnen die Firma nicht in Rechnung stellen, selbst wenn sie für den Umzug letztlich 9 Stunden benötigt.

 

  • Termin: Datum und Uhrzeit
  • Alte und neue Adresse
  • Anzahl Mitarbeiter, Fahrzeuggrösse
  • Geschätzte Umzugsdauer (von der Abfahrt bis zur Rückkehr am Standort der Zügelfirma)
  • Stundensatz pro Zügelmann
  • Verrechnung von Pausen (Beispiel: alle vier Stunden 20 Minuten). Die Mittagspause gilt nicht als Arbeitszeit, sehr wohl aber die Znünipause.
  • Nebenkosten wie Entsorgungsgebühren, Stockwerkzuschläge, Verpflegungskosten und die Mehrwertsteuer
  • Extrakosten für schwere Gegenstände wie zum Beispiel ein Klavier oder ein Tresor

 

Haftet die Umzugsfirma für Transportschäden?

Vergewissern Sie sich, dass das Unternehmen über eine Frachtführer- und Betriebshaftpflichtversicherung verfügt. Die Prämien sind normalerweise schon in den Umzugskosten verrechnet.

Wichtig: Übernehmen Sie nicht den Selbstbehalt, falls eine Firma das von Ihnen verlangen sollte.

Bei teuren Umzugsgegenständen ist allenfalls eine Warentransportversicherung zu empfehlen. Diese zahlt unabhängig davon, wer den Schaden verursacht  und ob dies grobfahrlässig geschieht. Vor allem, wenn Kollegen beim Zügeln mit anpacken, kann diese Versicherung ratsam sein, um allfällige Streitereien zu vermeiden. Versichert ist aber nur der Zeitwert, nicht der Neuwert.

Übernimmt die Reinigungsfirma die Endreinigung?

So schön der Einzug in die neue Wohnung ist - in der alten Wohnung steht vor der Übergabe an den Nachmieter noch die Endreinigung an. Wer jedoch nicht selber schrubben und wischen möchte, kann ein Reinigungsunternehmen, ein sogenanntes Putzinstitut damit beauftragen. Es gibt aber auch Zügelfirmen, welche die Endreinigung zu einem Extrapreis anbieten. Auch hier empfielt es sich, die Angebote zu vergleichen.

 

Wie erfolgt die Bezahlung?

Es ist noch sehr üblich, die Zügelhilfe direkt nach dem Umzug bar zu bezahlen. Wenn Sie vorher ausdrücklich danach fragen, werden ihnen die meisten Umzugsspeditionen auch eine Rechnung ausstellen.

Leisten Sie aber keine Vorauszahlung. Eine seriöse Firma wird eine solche Vorkasse nicht von Ihnen verlangen. Unser Tipp für solche Fälle: Wählen Sie ein anderes Zügelunternehmen!

Was mache ich bei Problemen mit der Umzugsfirma?

Sollte der Umzug nicht nach Plan, nicht in Ihrem Sinne verlaufen, weil zum Beispiel zu viele Schäden enstanden sind, dann sollten Sie unter keinen Umständen direkt vor Ort zahlen.

Das gilt auch für den Fall, dass die Firma plötzlich mehr Geld verlangen sollte, als vereinbart wurde. Machen Sie allenfalls eine Anzahlung in Höhe des vereinbarten Betrags. Lassen Sie sich auf alle Fälle eine Quittung ausstellen, auf der Sie Einzelheiten und Einwände vermerken können.

Bei kleinen Schäden bietet es sich an, vor Ort einen Rabatt auszuhandeln.

Zahlt man ein Trinkgeld?

Empfohlen sind 10 Franken pro Mann und halbem Tag. Das Trinkgeld gehört nicht zu den in der Offerte auszuweisenden Nebenkosten.