Gesundheit & Prävention

Bleaching - Die wichtigsten Infos zum Bleichen von Zähnen

TIPPS
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Bild: danielzgombic

Bleaching ist beliebt und kann von einem Zahnarzt oder von Ihnen selbst vorgenommen werden. Erfahren Sie hier, worauf Sie bei Bleaching achten sollten.

Welche Bleaching-Methoden gibt es?

1 In-Office-Bleaching oder Chairside-Bleaching

Beim In-Office-Bleaching wird ein sehr hoch dosiertes Bleichmittel wie Wasserstoffperoxid oder Carbamidperoxid in Gelform eingesetzt. Durch die hohe Dosierung sind für die Behandlung nur zwei bis drei Sitzungen notwendig. Vor dem Bleaching werden freiliegende Zahnhälse sowie das Zahnfleisch gut abgedeckt.

2 Powerbleaching

Beim Powerbleaching werden zusätzlich zum normalen In-Office-Bleaching spezielle Lampen (z.B. UV, Plasma, LED) oder ein Laser eingesetzt. Das Bestrahlen der Zähne mit Licht beschleunigt das Bleichen. Der endgültige Farbton wird circa sechs Wochen nach Abschluss der Behandlung erreicht, da die Zähne leicht nachdunkeln.

3 Walking-Bleaching

Beim Walking-Bleaching werden nur abgestorbene Zähne behandelt. Die betroffenen Zähne werden über eine Öffnung im Wurzelkanal mit dem Bleichmittel gefüllt und provisorisch verschlossen. Die Füllung wird nach rund einer Woche ausgetauscht. Das Austauschen des Bleichmittels wird zwei- bis dreimal wiederholt, bis die gewünschte Aufhellung erreicht ist. Nach der Behandlung wird der Wurzelkanal endgültig verschlossen.

4 Home-Bleaching unter zahnärztlicher Anleitung

Für das Home-Bleaching wird eine an Ihr Gebiss angepasste Kunststoffschiene angefertigt. Nach genauer Instruktion vom Zahnarzt führen Sie die Behandlung zu Hause durch. Dabei füllen Sie das Bleichmittel in die Schiene und tragen diese während ein bis acht Stunden. Das Home-Bleaching umfasst in etwa 10 bis 15 Behandlungen innerhalb von circa drei Wochen.

5 Bleaching-Produkte für zu Hause

Mittlerweile gibt es unterschiedlichste Bleaching-Produkte für die Anwendung zu Hause. Verglichen mit professionellen Bleaching-Methoden sind sie kostengünstig. Die Aufhellung der Zähne erfolgt hierbei meist über ein Bleichmittel, teilweise auch in Kombination mit LED-Licht.

Wie lange hält Bleaching?

Bei professionellen Bleaching-Behandlungen hält die Wirkung drei bis fünf Jahre an. Bei den selbst zu Hause durchgeführten Methoden (Selfmade-Bleaching) ist die Wirkung auf ein bis sechs Monate begrenzt.

Die Verfärbung der Zähne hängt immer auch von den individuellen Gewohnheiten ab. Der Bleaching-Effekt vergeht schneller, wenn die Zähne häufig mit färbenden Substanzen wie Rauch, Kaffee oder Tee in Kontakt kommen.

Wann wird Bleaching nicht empfohlen?

  • Bei grossen Füllungen
  • Wenn Kronen und Veneers vorhanden sind
  • Bei überempfindlichen Zähnen
  • Während der Schwangerschaft
  • Bei Zahnspangen
  • Wenn die Zahnnerven nah an der Zahnoberfläche sind.

Ist Bleaching gefährlich oder schädlich?

Bleaching ist bei korrekter Anwendung und bei gesunden Zähnen ungefährlich. Das Risiko für unerwünschte Wirkungen hängt massgeblich von der Konzentration der Peroxide, der Behandlungsdauer und der Zusammensetzung nicht-bleichender Inhaltsstoffe ab.

Mögliche unerwünschte Wirkungen des Bleachings:

  • Nach der Behandlung können die Zähne empfindlicher auf Säure, Kälte, Wärme und Süssstoffe reagieren.
  • Bei der Behandlung tritt häufig eine vorübergehende Irritation bzw. Reizung des Zahnfleisches oder der Mundschleimhaut auf.
  • Selten kommt es nach Bleaching zu einer vermehrten Anfälligkeit für eine Demineralisation der Zähne und zu Zahnerosion
  • Bei Methoden, die eine Anwendung von Licht und Laser beinhalten, kann eine Schädigung des Zahnmarkes auftreten.

Bleaching-Behandlungen sollten zur Vermeidung von unerwünschten Wirkungen maximal einmal pro Jahr durchgeführt werden.

Welche Vorbereitungen braucht es für Bleaching?

Die Zähne sollten im Voraus untersucht und gegebenenfalls professionell gereinigt werden. Zum Beispiel können Zahnbeläge dazu führen, dass die Wirkung des Bleichmittels nicht an allen Stellen gleich ist. Bestehende Zahnprobleme wie Karies oder Entzündungen müssen noch vor einer Behandlungsempfehlung (z.B. Bestimmung der Farbstufe) behandelt werden.

Welche Lebensmittel darf ich nach Bleaching essen und trinken?

Direkt nach der Behandlung sind die Zähne besonders anfällig für Säuren und verfärben sich durch die Aufrauung auch schneller. Achten Sie in den ersten zwei Wochen nach Bleaching-Behandlungen darauf, keine stark färbenden Lebensmittel zu sich zu nehmen und verzichten Sie möglichst auf das Rauchen.

Beispiele für geeignete Lebensmittel:

  • Wasser
  • Milch
  • Joghurt & Quark
  • Blumenkohl
  • Gurke
  • Sellerie
  • Poulet
  • Fisch
  • Reis
  • Pasta
  • Kartoffeln

Beispiele für ungeeignete Lebensmittel:

  • Rotwein & Traubensaft
  • Tee & Kaffee
  • Süssgetränke wie Cola, Fanta etc.
  • Smoothies
  • Gemüse wie Karotten, Randen, Spinat, Tomaten, Peperoni
  • Obst wie Zitronen, Beeren, Kirschen, Trauben
  • Säurehaltige Saucen wie Balsamico, Ketchup, Senf, Sojasauce
  • Färbende Gewürze wie Safran, Curry, Kurkuma
  • Schokolade

 

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