Suchanfragen nach Dieselfahrzeugen auf Tiefstand

Comparis-Analyse zeigt: Dieselnachfrage um rund ein Drittel eingebrochen


Nicht nur in Deutschland macht sich zunehmende Anti-Dieselstimmung breit. Auch in der Schweiz verliert Diesel an Boden: Die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen auf comparis.ch ist um rund ein Drittel eingebrochen und hat ein Rekordtief erreicht.

Zürich, 6. März 2018 – Nachdem das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig letztinstanzlich die Erlaubnis für Dieselverbote in deutschen Städten gegeben hat, mehren sich auch in der Schweiz die dieselkritischen Stimmen: Dieses Wochenende hat der Genfer Verkehrsdirektor Luc Barthassat angekündigt, ein temporäres Fahrverbot für alte Dieselfahrzeuge einführen zu wollen. Die sinkende Popularität von Dieselfahrzeugen macht sich laut der neusten Analyse des Internet-Vergleichsdienstes mittlerweile auch auf dem Fahrzeugmarkt drastisch bemerkbar.

30 Prozent Rückgang der Suchanfragen

Die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen (Neuwagen und Occasionen) auf dem Comparis-Automarkt hat 2018 ein Rekordtief erreicht. Im Januar 2015 entfielen noch 66 Prozent der treibstoffspezifizierten Suchabfragen auf Dieselfahrzeuge. Im Januar 2018 waren es nur mehr 46 Prozent (bei total 438’717 Abfragen). Das entspricht einem Rückgang von 30 Prozent. Im gleichen Zeitraum hat die Nachfrage nach benzinbetriebenen Personenwagen um 49 Prozent zugelegt.

Newsgetriebene markante Einbrüche

Die Diesel-Suchanfragen auf dem Comparis-Automarkt erfuhren beim Bekanntwerden des VW-Dieselskandals im Oktober 2015 einen ersten markanten Einbruch von 10 Prozent. Danach erreichten die Suchanfragen nie mehr die Volumina der Vorjahre.

Nach einem kontinuierlichen Abwärtstrend gab es im August 2017 einen weiteren markanten Einbruch von 12 Prozent. «Dieser steht offensichtlich im Zusammenhang mit dem Urteil des Stuttgarter Verwaltungsgerichts. Am 29. Juli 2017 erlaubte es erstmals in Deutschland grundsätzlich Fahrverbote für bestimmte Dieselautos», so Comparis-Autoexperte Harry H. Meier.

Rechtliche Ungewissheit sorgt für Unsicherheit

Nach dem aktuellen Tiefpunkt erwartet Meier für die kommenden Monate einen weiteren Rückgang der Nachfrage: «Grund ist die fehlende Klarheit über die rechtliche Situation.» Vor 2011 in Verkehr gesetzten Fahrzeugen drohten in Deutschland ab April 2018 temporäre und lokale Fahrverbote. Ab September 2019 seien zudem Einschränkungen möglich für zwischen 2011 und 2015 produzierte Wagen. Autos ab Jahrgang 2015 seien aktuell zwar nicht im Visier möglicher Verbote. «Dennoch sorgt die Ungewissheit bei potenziellen Käufern für Verunsicherung», glaubt Meier.  

Unklar sei, ob bei allfälligen Verboten in Deutschland Autos mit ausländischen Kennzeichen überhaupt betroffen seien. Schweizer Dieselfahrern rät er dennoch im Zusammenhang mit den geplanten Einschränkungen: « Autohalter und Autokäufer sollten abklären, ob ein Fahrzeug die Euro-6-Norm erfüllt. Das ist meist der Fall bei Autos, die ab Januar 2015 gebaut wurden. Diese Fahrzeuge sind gegenwärtig nicht von den drohenden Verboten tangiert.»

 

Methodik

Die Datenanalyse zur Suchnachfrage nach Diesel-Pkws basiert auf über 60 Millionen Fahrzeugsuchen, die im Zeitraum von Januar 2015 bis Januar 2018 auf comparis.ch durchgeführt wurden. Mit über 200'000 Neu- und Gebrauchtwagen verfügt comparis.ch über das grösste Schweizer Online-Angebot für Autos.

 

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Harry H. Meier
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