6,8 Prozent wechseln die Krankenkasse

comparis.ch zur Zahl der Krankenkassen-Wechsler


Rund 530‘000 Personen wechseln auf das nächste Jahr hin ihre Krankenkasse. Der Wettbewerb zwischen den Kassen spielt in der Deutschschweiz stärker als in der lateinischen Schweiz. Grosser Beliebtheit erfreuen sich nach wie vor alternative Versicherungsmodelle, trotz eingeschränkter Arztwahl.

Zürich, 11. Dezember 2012 – Auf das kommende Jahr hin wechseln rund 530‘000 Personen ihre Krankenkasse. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch. Für die Umfrage hat das Marktforschungsinstitut GfK Schweiz zwischen Ende November und Anfang Dezember telefonisch 2000 Personen im Alter zwischen 18 und 75 Jahren in der ganzen Schweiz befragt. 6,8 Prozent der Befragten haben angegeben, ihre Krankenkasse zu wechseln.

Geringer Prämienaufschlag lässt Sparpotenzial vergessen
In diesem Jahr wechseln ähnlich viele Versicherte die Krankenkasse wie im Vorjahr. So haben auf dieses Jahr hin 8,4 Prozent der Versicherten die Kasse gewechselt. Dies entspricht rund 650‘000 Krankenkassen-Wechseln. Felix Schneuwly, Krankenkassen-Experte von comparis.ch, stellt fest: «Der persönliche Prämienanstieg beeinflusst die Motivation zu wechseln viel mehr als das persönliche Sparpotential. Trotzdem hätten mit einem Wechsel viele Versicherte viel Geld sparen können.» Im Durchschnitt steigen die Prämien für alle Versicherte auf das kommende Jahr hin um 2 Prozent. Trotz der moderaten Prämienerhöhung hätte eine Erwachsene Person mit einem Wechsel durchschnittlich 960 Franken sparen können.

Deutschschweizer wechseln häufiger die Krankenkasse als Westschweizer und Tessiner. So haben 7,5 Prozent der Deutschschweizer Befragten gewechselt, in der lateinischen Schweiz sind es lediglich 4,6 Prozent.

Wettbewerb bremst Kostenwachstum
Für den Wettbewerb ist nicht entscheidend, wie viele Personen die Kasse tatsächlich wechseln. «Allein die Möglichkeit eines Wechsels zwingt die Kassen, die Kosten tief und die Servicequalität hoch zu halten», sagt Schneuwly. Die Aufsichtsdaten des Bundesamtes für Gesundheit bestätigen die Aussage des Experten. Obwohl die staatlichen Vorschriften bei den Kassen und Leistungserbringern immer mehr Bürokratiekosten verursachen, obwohl die Kassen immer mehr Rechnungen von Leistungserbringern kontrollieren und vergüten müssen, sind die Verwaltungskosten der Kassen mit 5,4 Prozent der Prämien immer noch tief. Suva und Pensionskassen geben mehr für die Verwaltung aus.

Eingeschränkte Arztwahl – Vorteile überwiegen
Weiterhin wechseln Versicherte vom Standardmodell zu alternativen Versicherungsmodellen wie Telemedizin, Hausarzt oder HMO. So schliessen sich 54 Prozent dieser Versicherten einem alternativen Versicherungsmodell an. Nur 40 Prozent bleiben dem Standardmodell treu. «Bei der Managed-Care-Vorlage war die Einschränkung der freien Arztwahl einer der Hauptgründe für die
Ablehnung. In der Praxis erfreuen sich Modelle mit eingeschränkter Arztwahl mit substantiellen Prämienvorteilen steigender Beliebtheit», sagt Schneuwly.
 

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