Kauf & Leasing

Fake-Inserate: Tipps gegen Betrug auf Online-Auto-Portalen

TIPPS
|
Vorsicht vor Fake-Inseraten auf Online-Auto-Portalen! Bild: iStock / PeopleImages

Ein kaum gefahrener Mercedes für 10'000 Franken oder ein fast neuwertiger Golf für noch weniger? Mit solchen Angeboten zocken Betrüger Konsumenten auf Occasions-Plattformen im Internet ab. Wie man Fake-Inserate erkennt und was man tun sollte, wenn man eins entdeckt, erklärt comparis.ch.

Es kommt leider immer wieder vor, dass Konsumenten, die sich über das Internet ein günstiges Fahrzeug kaufen möchten, von windigen Betrügern über den Tisch gezogen werden.

Die Masche der Betrüger

Häufig läuft es nach dem gleichen Schema: Die Betrüger schalten auf einem der bekannten Portale ein Inserat, das ein Auto ohne ersichtlichen Grund zu einem unrealistisch niedrigen Preis zeigt. Man interessiert sich für das Auto und kontaktiert den Verkäufer. Dieser hält sich leider gerade im Ausland auf – das Fahrzeug in vielen Fällen auch. Es werden schöne Bilder verschickt, aber man kann das Auto nicht persönlich besichtigen. Dann verlangt der Verkäufer eine Anzahlung im Vorfeld, angeblich um die ernsthafte Kaufabsicht des Interessenten oder seine Liquidität sicherzustellen. Manchmal sollen diese Zahlungen auch an eine Spedition oder ein sonstiges Drittunternehmen gehen, bei dem das Fahrzeug angeblich steht. Überweist man dieses Geld, kann man ziemlich sicher davon ausgehen, das man vom "Verkäufer" nie wieder etwas hört und das Geld verloren ist. Das Fahrzeug, das es vermutlich sowie nie gab, bekommt man definitiv nicht.

Woran erkennt man ein Fake-Inserat?

  • Wenn der Preis eines Fahrzeugs zu schön ist, um wahr zu sein, sollten Schnäppchenjäger hellhörig werden, anstatt sich zu freuen. Allerdings werden die Betrüger teilweise immer raffinierter und erstellen mittlerweile auch sehr realitätsnahe Inserate, die durchaus echt sein könnten.
  • Oftmals werden die gleichen Fotos eines Fahrzeugs für mehrere betrügerische Inserate genutzt. Achtung also, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie das Foto schon mal gesehen haben. 
  • Wenn keine Besichtigung eines Fahrzeugs möglich ist und der Verkäufer oder die Firma, mit der man zu tun hat, im Ausland sitzt, geht meist etwas nicht mit rechten Dingen zu. 
  • Oftmals schreiben die Betrüger in fehlerhaftem Deutsch, aber das Inserat ist tiptop formuliert. Dies ist verdächtig.
  • Spätestens dann, wenn Zahlungen ohne Gegenleistung verlangt werden, ist klar, dass Betrüger am Werk sind.

Tipps, um nicht auf Betrüger hereinzufallen

  • Wenn Sie das Fahrzeug noch nicht persönlich gesehen haben, machen Sie keine Anzahlungen. Dafür besteht keine Notwendigkeit.
  • Üblicherweise werden Occasionen bar bezahlt und man erhält eine Quittung sowie direkt die Original-Fahrzeugpapiere und Schlüssel. Erst nach dieser Übergabe gehört einem das Fahrzeug rechtlich. Überweisungen sind eher unüblich. Wenn es für eine Überweisung einen triftigen Grund gibt, zahlen Sie nie vorab und lassen sich vom Verkäufer eine Ausweiskopie geben.
  • Nutzen Sie auf keinen Fall einen internationalen Geld-Transfer-Service wie Western Union oder Moneygram. Diese Dienste sind nicht geeignet, um Geschäfte mit Unbekannten zu machen.   
  • Schlägt man Ihnen zur Abwicklung des Geschäfts einen angeblich seriösen Dritten wie eine Spedition oder Treuhandgesellschaft vor, lassen Sie auf jeden Fall die Finger von dem Geschäft.

Was tut comparis.ch gegen Betrüger?

comparis.ch legt grossen Wert darauf, Betrügeranzeigen aufzuspüren und diese so schnell wie möglich zu löschen. Da comparis.ch die Inserate von allen relevanten Schweizer Occasions-Portalen bündelt und anzeigt, sind es nicht "unsere eigenen" Inserate, sondern wir beziehen sie von anderen Portalen. Bereits beim Import der Inserate wird ein Grossteil der Fakes herausgefiltert und auf comparis.ch gar nicht angezeigt. Unabhängig davon werden die Inserate regelmässig manuell kontrolliert und, sofern betrügerisch, gelöscht. Sollten Sie dennoch verdächtige Anzeigen auf unserer Seite sehen, scheuen Sie sich nicht, uns dies unter info@comparis.ch zu melden. Wir prüfen jede Meldung und löschen das Inserat, wenn es eine Fälschung ist.

Sind Sie bereits Betrügern aufgesessen?

Wir unterstützen Sie gerne. Konkrete Fälle können helfen, dass die Staatsanwaltschaft gegen die Betrüger ermittelt und ihnen das Handwerk legt. Damit ist nicht nur Ihnen und uns geholfen, sondern auch allen anderen Konsumenten, die ein günstiges Auto suchen.

Sollten Sie ein betrügerisches Inserat entdecken, melden Sie sich bitte bei unserem Kundendienst: 

Telefon: +41 44 360 52 62

info@comparis.ch

Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe.

Fake-Inserate auch auf Immobilien-Plattformen

Achtung: Fake-Inserate finden sich nicht nur auf Occasions-Portalen für Autos – auch Immobilien-Plattformen sind betroffen. Hier erfahren Sie mehr: Vorsicht, Fake-Inserate! So fallen Sie nicht auf Betrüger herein.

 

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Trotz Negativmeldungen: Schweizer stehen hinter der Autobranche
Suchanfragen nach Dieselfahrzeugen auf Tiefstand
Occasion selbst im Ausland holen: Lohnt sich der Direktimport?