SUV-Report: Welche SUV-Modelle sind beliebt?
SUV sind in der Schweiz beliebt: 58 Prozent der Neuzulassungen 2025 waren SUV. Die beliebtesten SUV-Modelle kommen von Škoda, BMW und VW.

02.06.2026

iStock / Michael Derrer Fuchs
1. Was zeigt der SUV-Report von Comparis?
Der SUV-Report von Comparis analysiert jedes Jahr den Anteil der Sport Utility Vehicles (SUV) an den neu zugelassenen Autos in der Schweiz. Das Ergebnis: 2025 ist die Nachfrage weiter angestiegen.
Lag der Anteil der SUV 2024 noch bei 56 Prozent der Neuzulassungen, ist er 2025 auf 58 Prozent angestiegen. Seit 2015 hat sich der Marktanteil der SUV stark erhöht: Damals lag er noch bei 28 Prozent. Die 50-Prozent-Marke wurde 2022 überschritten.
Comparis-E-Mobilitäts-Experte Jean-Claude Frick ordnet ein:
Die Schweiz fährt SUV – und zwar immer konsequenter. Der klassische Personenwagen wird zunehmend zur Nische.
SUV ist die Abkürzung für «Sport Utility Vehicle». Merkmale eines SUV sind in der Regel:
Höhere Sitzposition
Grössere Bodenfreiheit. Bodenfreiheit ist der Abstand zwischen der Unterseite des Fahrzeugs und der Fahrbahnoberfläche
Karosserieform, die einem Geländewagen ähnelt
Im Gegensatz zu Geländewagen müssen SUV keine Geländetauglichkeit vorweisen.
2. Welche SUV sind am beliebtesten?
2025 war Škoda vor allem dank dem Elroq und dem Kodiaq Spitzenreiter bei den SUV-Neuzulassungen: Mit 14’758 neu zugelassenen Fahrzeugen machte die tschechische Marke elf Prozent aller SUV-Neuzulassungen aus – und hatte zwischen 2024 und 2025 das grösste Wachstum. Insgesamt waren 2025 mehr als drei Viertel aller Škoda-Neuzulassungen SUV.
BMW wurde von der Spitzenposition verdrängt und landete 2025 mit 12’476 Neuzulassungen auf dem zweiten Platz. Volkswagen hat sich vom fünften auf den dritten Platz vorgeschoben. Die grössten Verlierer bei den Neuzulassungen waren 2025 Ford und Tesla.
Die beliebtesten Marken und Modelle sehen Sie in folgender Grafik.
Gut ein Viertel der neu zugelassenen SUV in der Schweiz waren Elektro-SUV. 2020 waren es nur neun Prozent, seit 2024 hat der Wert von etwa einem Viertel stagniert – in absoluten Zahlen ist die Zahl an Elektro-SUV aber weiter angestiegen.
Obwohl das Angebot an elektrischen Modellen wächst, erleben wir beim SUV-Antrieb derzeit eine Seitwärtsbewegung. Starke Neuerscheinungen bei den Verbrennern und Hybriden bremsen den Elektro-Vormarsch. Die aktuelle Unsicherheit an den Zapfsäulen wirkt aber wie ein Katalysator. Wenn Benzin und Diesel teurer werden, rückt der Effizienzvorteil von Elektro-SUV wieder schlagartig ins Bewusstsein der Schweizer Autokäufer.
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Wie beliebt war Ihr Auto im Jahr 2025? Und wie hat sich die Beliebtheit über die Jahre entwickelt? Schauen Sie in der interaktiven Grafik nach.
3. Der Abschied vom Kombi
Die Zahlen zeigen auch, dass SUV-Kombis als klassische Familienautos ablösen. So hat der Škoda Octavia etwa nur noch 14 Prozent Anteil am Škoda-Absatz – 2015 lag er noch auf Platz zwei der meistzugelassenen Autos der Schweiz.
Dass mittlerweile deutlich mehr als jedes zweite neue Auto ein SUV ist, zeigt, dass diese Karosserieform endgültig zum Standard geworden ist und die klassische Limousine oder den Kombi als bevorzugtes Familienfahrzeug verdrängt hat. Modelle wie der Octavia stehen sinnbildlich für eine Ära, die gerade zu Ende geht. Während der Octavia früher das Rückgrat der Marke bildete, machen SUV heute über drei Viertel der Škoda-Zulassungen aus – der klassische Kombi ist zum Nischenprodukt geworden.
Expertentipp: Ist die Schweiz ein SUV-Land?
Comparis-E-Mobilitäts-Experte Jean-Claude Frick fasst die wichtigsten Erkenntnisse des Comparis-SUV-Reports im Video zusammen.
4. Die Kehrseite der SUV
Der Siegeszug der SUV bringt Herausforderungen mit sich: SUV sind grösser und schwerer als andere Autos. Das führt etwa zu höherem Treibstoffverbrauch, höherer Belastung der Strasseninfrastruktur und Platzproblemen in Städten. Zudem sind SUV für andere Verkehrsteilnehmende gefährlicher als kleinere Autos.
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Dieser Artikel wurde erstmals produziert am 21.11.2024



