Versicherung

Tiefere Versicherungsprämie dank «Pay How You Drive»

INFO
| von Andrea Auer |
Bild: iStock / Geber86

Mit neuen Technologien enstehen neue Versicherungsmodelle. Eines nennt sich «Pay How You Drive» und ist eine Erweiterung von «Pay As You Drive» sowie Crash Recordern. Comparis beantwortet für Sie fünf wichtige Fragen:

Was ist «Pay How You Drive»?

Beim Autoversicherungsmodell «Pay How You Drive» (PHYD) bestimmt der Fahrstil die Prämienhöhe. Anhand eines Fahrdaten-Aufnahmegeräts oder mittels Smartphone (je nach Anbieter) wird das Fahrverhalten (Geschwindigkeit, Bremsverhalten, häufig genutzte Strassenart, etc.) des Lenkers aufgezeichnet und zur Auswertung an die Versicherung übermittelt. Bei «gutem» Fahrverhalten erhält der Versicherte eine Prämienvergünstigung. Dank des Rabattsystems wird aber «schlechtes» Fahrverhalten nicht bestraft. In den meisten Fällen gibt es bereits eine Vergünstigung, wenn das Fahrdaten-Aufnahmegerät verwendet wird.

Wichtig: Die Ausgangslage der Prämie ist eine gewisse Grundprämie, welche von Anbieter zu Anbieter variiert. Daher ist ein Vergleich der Prämien wichtig.

Worin besteht der Unterschied zu «Pay As You Drive»?

Ein ähnliches Modell – «Pay As You Drive» (PAYD) – bezieht sich lediglich auf die Anzahl gefahrene Kilometer. Bei PHYD wird je nach Angebot das Beschleunigungs-, das Kurven- oder das Bremsverhalten, oder auch die Geschwindigkeit und Ruhepausen analysiert. Auch zu welcher Uhrzeit und auf welchen Strassen man am meisten unterwegs ist, spielt je nach Anbieter eine Rolle.

Worin besteht der Unterschied zu Crash Recordern?

Im Gegensatz zu Crash Recordern werden bei PHYD alle Daten gespeichert. Mittels Telematik können Daten gar in Echtzeit übertragen werden. Crash Recorder hingegen speichern die Daten nur im Falle eines Unfalles (Crash) – der Recorder wird dann nach einem Unfall manuell von der Versicherung ausgewertet. Der Zweck des Crash Recorders besteht hauptsächlich darin, Unfallhergänge bzw. deren Verschuldung zu klären.

Welche Anbieter von datenbasierten Versicherungsmodellen gibt es?

In der Schweiz gibt es zurzeit fünf verschiedene Anbieter von datenbasierten Versicherungslösungen. Einige Versicherer beschränken das Angebot auf gewisse Zielgruppen.

Anbieter

Produktname

Modell

Wer profitiert?

Axa

Drive Partner

Crash Recorder

Junglenker bis 25 Jahre

Auto Sense

Flex Drive

«Pay As You Drive»

Alle Autofahrer

Kasko2Go

Kasko2Go

«Pay As You Drive» & «Pay How You Drive»

Alle Autofahrer

Die Mobiliar

Clever Drive

«Pay How You Drive»

Junglenker bis 26 Jahre

Vaudoise

Avenue Smart

«Pay How You Drive»

Junglenker bis 30 Jahre

Was ist der Vorteil von «Pay How You Drive»?

PHYD hat hauptsächlich zwei Vorteile:

  • Prämien sparen: Meistens kann man bereits mit dem Einbau des Fahrdaten-Aufnahmegeräts von einer Prämienvergünstigung profitieren.
  • Fahrverhalten verbessern: Je nach Angebot kann man das eigene Fahrverhalten mittels App einsehen. Anhand dessen kann man am eigenen Fahrverhalten feilen.

  • Jetzt Autoversicherung vergleichen

    Was ist der Nachteil von «Pay How You Drive»?

    Der Preis von PHYD sind die Daten des eigenen Fahrstils, welche an die Versicherung übermittelt werden. Obwohl: Bei der heutzutage stark gestiegenen Datentransparenz ist dies nicht sehr aussergewöhnlich. So wissen beispielsweise viele Autohersteller so einiges über das Fahrverhalten der Autobesitzer. Der Bordcomputer sammelt die Fahrdaten und zeichnet oft sogar den Standort auf.

    Haben Sie alles verstanden? Machen Sie unser Quiz!