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Pannenhilfe: Wer springt ein, wenn der Wagen nicht will?

TIPPS
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Bild: iStock / kovaciclea

Die Batterie oder der Tank ist leer, der Motor macht nicht mehr mit. Ein Pannendienst muss her. Auf diese Situation vorbereitet zu sein, hilft Geld zu sparen.

Bei einer Panne den nächstbesten Pannendienst anzufordern, kann teuer werden. Etwa dann, wenn man keine Assistance-Versicherung hat. Teilweise sind die Autobesitzer auch doppelt gegen Pannen abgesichert – ohne sich dessen bewusst zu sein. Eine Überprüfung der Pannenhilfe-Versicherung macht also Sinn.

Es gibt verschiedene Pannenhilfe-Varianten:

  • Über die Autoversicherung
  • Über eine Mitgliedschaft beim Verkehrsclub
  • Der Hersteller kümmert sich

Die Autoversicherung hilft

Besitzen Sie eine Kaskoversicherung für Ihr Auto? Dann ist es gut möglich, dass Sie auch im Pannenfall versichert sind. Oft ist die Fahrzeug-Assistance Teil der Voll- oder Teilkaskodeckung. Einzelne Versicherer bieten bereits in der obligatorischen Autohaftpflichtdeckung eine Assistance-Deckung. Prüfen Sie in einem ersten Schritt, ob Ihre Versicherung den Pannenfall inkludiert.

Wichtig: Die Deckungen und Leistungen unterscheiden sich je nach Anbieter etwa bei Maximalbeträgen der Kostenübernahme oder bei der Auslanddeckung. Es lohnt sich also, verschiedene Angebote zu vergleichen.

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Der Verkehrsclub übernimmt

In der Schweiz bieten drei Verkehrsclubs ihren Mitgliedern Pannenhilfe an: Der Touring Club Schweiz (TCS), der Automobil Club der Schweiz (ACS) und der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS). Als Mitglied von einem dieser Clubs steht die Pannenhilfe im Notfall 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche zur Verfügung.

Die Mitgliedschaft kostet beim TCS 93 Franken pro Jahr, für junge Personen unter 26 Jahren 69 Franken und für Familien und Paare 111 Franken. Teilweise gewährt der Touring Club einen Rabatt auf die Prämie im ersten Jahr.

Beim VCS kostet die Mitgliedschaft 85 Franken, für Familien 95 Franken pro Jahr. Für die Pannenhilfe bezahlen die Mitglieder dann zusätzliche 45 Franken jährlich, insgesamt also mindestens 130 Franken.

Der ACS verrechnet für die Mitgliedschaft des ersten Jahres für alle im gleichen Haushalt lebenden Personen 98 Franken, in den Folgejahren ist der Beitrag (ab 130 Franken) sektionsabhängig.

Der Pannendienst des ACS erstreckt sich über ganz Europa, bei TCS und VCS gilt er nur in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Der europaweite Schutz muss bei letzteren extra bezahlt werden.

Gut zu wissen: Mit einer Mitgliedschaft bei einem Verkehrsclub sind Sie auch mit fremden Fahrzeugen im Pannenfall versichert – der Pannenschutz von klassischen Versicherern gilt hingegen nur für das eigene Auto.

Der Autohersteller kümmert sich

Besitzen Sie einen Neuwagen? Dann brauchen Sie in der Regel keine extra Versicherung. Viele Autohersteller bieten eine mehrjährige Mobilitätsgarantie für Neuwagen. Dies bedeutet, dass sie sich im Pannenfall um die Reparatur vor Ort, das Abschleppen, ein Ersatzfahrzeug und die Werkstattkosten kümmern.

Was deckt die Auto-Assistance?

Die Pannenhilfe-Versicherung deckt nicht nur die Instandsetzung Ihres Autos vor Ort oder das Abschleppen. Folgende Leistungen gehören je nach Anbieter ebenfalls zum Assistance-Paket:

  • Beratung und Organisation vor Ort
  • Fahrzeugbergung
  • Standgebühren
  • Fahrzeugrückführung
  • Transportmehrkosten
  • Unterkunfts- und Verpflegungskosten

Unser Tipp: Vor einer Reise in andere Länder sollten Sie die Leistungen und Deckung der Pannenhilfe-Versicherung im Ausland überprüfen. Denn oft gelten die Leistungen in der Grunddeckung nur hierzulande. Den Auslandschutz können Sie gegen einen Aufpreis jedoch zusätzlich versichern.