Autoversicherung

Motorfahrzeugsteuer


Für jedes eingelöste Fahrzeug müssen Besitzer eine jährliche Steuer an ihren Wohnsitzkanton zahlen: die Motorfahrzeugsteuer. Andere Namen dafür sind unter anderem auch Verkehrssteuer oder Strassenverkehrsabgabe. In den Nachbarländern Deutschland und Österreich heisst sie Halter-Steuer Kraftfahrzeugsteuer, kurz Kfz-Steuer.

Wichtig für Zuwanderer: Wer seinen Hauptwohnsitz in der Schweiz hat, muss all seine Motorfahrzeuge bei seinem Wohnkanton zulassen und somit in der Schweiz Steuern zahlen.

Für welche Fahrzeuge muss ich Motorfahrzeugsteuer zahlen?

Motorfahrzeugsteuer bezahlen müssen Halter von Autos, Mofas und Motorrädern, Quads, Mopeds, Cars und Kleinbussen, Wohnmobilen, Lastkraftwagen, Traktoren und auch Anhängern.

Wie wird die Höhe der Motorfahrzeugsteuer berechnet?

Die Höhe und die Berechnungsgrundlage unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. Ausschlaggebend sein können Hubraum, Leistung (PS), Gesamtgewicht, Leergewicht und Kombinationen daraus. Sparsame Fahrzeuge erhalten in einigen Kantonen eine Steuererleichterung. Ausserdem sind E-Fahrzeuge in einigen Gebieten in den ersten Jahren gänzlich von der Steuer befreit. Die jeweiligen Strassenverkehrsämter bieten auf ihren Websites Rechner an, um die Steuer vorab berechnen zu können.

Bemessungsgrundlage Kanton(e)
Hubraum oder Steuer-PS
12 Kantone: AG, FR, GL, GR, LU, NW, OW, SH, SO, TG, VS, ZG
Gesamtgewicht
7 Kantone: AI, AR, BE, BL, JU, SG, UR
Leistung 1 Kanton: GE
Leistung und Gesamtgewicht 3 Kantone: SZ, TI, VD
Hubraum und Gesamtgewicht
1 Kanton: ZH
Leergewicht und CO2-Emission (Energieetikette) 1 Kanton: BS
CO2-Emission 1 Kanton: NE

Quelle: TCS

Beispiel: Der Kanton Bern berechnet die Steuerhöhe aufgrund des Autogewichts. So berechnet das Amt für die ersten 1'000 Kilogramm Autogewicht 240 Franken. Für jede weitere Tonne ist der Steuersatz 14 Prozent niedriger als der vorangehende Steuersatz.

Umweltbonus: In einigen Kantonen wird der Kauf emissionsärmerer Autos belohnt. So werden Autos, die einen unterdurchschnittlichen CO2-Ausstoss aufweisen, tiefer besteuert.

Allerdings gibt es noch keine landesweite Regelung: Keinen ökologischen Bonus bei der Verkehrssteuer erhalten Autos etwa in den Kantonen Aargau, Appenzell Ausserrhoden, Luzern, Neuenburg, Schwyz oder Wallis.

Nicht vergessen: Vor der Steuer sollten Sie sich um eine optimale Autoversicherung kümmern. Je nach Wahl des Autoversicherers können Sie mehrere Hundert Franken sparen.

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Wie werden Elektroautos und Hybridfahrzeuge besteuert?

Die Besteuerung von Elektro- oder Hybridautos ist ebenfalls von Kanton zu Kanton verschieden. Mancherorts sind sie von der Verkehrssteuer befreit, mancherorts erhalten sie einen Rabatt und einige Kantone differenzieren nicht zwischen konventionellen und alternativ angetrieben Fahrzeugen.

Dazu einige Beispiele: Die Kantone Bern und Basel-Stadt gewähren einen Rabatt für reine Elektroautos. Im Kanton Genf sind solche während den ersten drei Jahren komplett von der Steuer befreit. Lenker von Hybridfahrzeugen profitieren ausserdem etwa im Kanton Jura teilweise von einer Steuererleichterung.

Kurzum: Informieren Sie sich beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnkantons über allfällige Steuererleichterungen.

Adressen und Kontakte aller Strassenverkehrsämter finden Sie hier.

Welche Unterlagen und Daten brauche ich zur Berechnung?

Je nach Kanton müssen Sie mehr oder weniger Daten angeben.

  • Halten Sie Ihren Fahrzeugausweis bereit
  • Stammnummer (im Ausweis im Feld Nr. 18) oder Fahrzeugart
  • Hubraum
  • Gesamtgewicht
  • Leergewicht
  • Energieetikette (A-G)
  • CO2-Ausstoss
  • 1. Inverkehrsetzung
  • Emissionscode (Feld 72)

Wenden Sie sich an Ihren Wohnkanton, um zu erfahren, welche Unterlagen er verlangt.

Wann muss ich Motorfahrzeugsteuer zahlen?

Sobald Sie Ihr Auto einlösen. Der Kanton schickt Ihnen einen Steuerbescheid per Post. Später dann wird die Steuer jeweils jährlich im Januar fällig. Passen Sie auf, dass Sie die Rechnung innert 30 Tagen pünktlich bezahlen. Wer selbst eine Mahnung zur Zahlungsaufforderung verstreichen lässt, riskiert, dass die Polizei wie bei säumigen Versicherungszahlern den Fahrzeugausweis und die Nummernschilder einzieht – selbstverständlich gegen eine weitere Gebühr.

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