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Möbel auf Kredit: 6 Tipps für die Finanzierung Ihrer Einrichtung

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Bild: iStock / KatarzynaBialasiewicz

Der Umzug in ein Eigenheim oder in eine andere Mietwohnung geht meist mit dem Wunsch neuer Einrichtungsgegenstände einher. Kann oder will man nicht warten, kann ein Privatkredit einen finanziellen Engpass überbrücken. Comparis zeigt, worauf Sie dabei achten müssen.

Ein Umzug in eine neue Wohnung oder in ein Eigenheim ist mit Kosten verbunden. Zu den grössten Ausgabeposten zählen Honorare für Umzugs- und Reinigungsunternehmen. In der Regel sind auch Neuanschaffungen von Einrichtungsgegenständen nötig beziehungsweise gewünscht. Bevor Sie aber Ihre Einrichtungsgegenstände über einen Privatkredit finanzieren, gilt es folgende Schritte zu gehen:

1. Haushaltsbudget erstellen

Budgetieren Sie alle zum Umzug gehörenden Kosten, inklusive der Ausgaben Ihrer Wunscheinrichtung. Ins Haushaltsbudget gehören mitunter Lebenshaltungskosten, Steuern oder Versicherungsprämien. Planen Sie einen finanziellen Puffer für Unerwartetes ein. Grundsätzlich sollten Sie so planen, dass alles mit eigenen Mitteln zu stemmen ist. Hier finden Sie entsprechende Tipps, wie Sie Ihre Finanzen im Griff behalten.

2. Eigene Bonität im Voraus abschätzen

Vor dem Gang zum Privatkreditanbieter muss eine möglichst realistische Einschätzung Ihrer Bonität erfolgen. Was viele nicht wissen: Negative Kreditentscheide sind zwei Jahre lang in der Zentralstelle für Kreditinformation (ZEK) registriert und für alle Privatkreditgeber einsehbar. Es kann Ihre Chancen schmälern, nach einem negativen Kreditentscheid andernorts einen Kredit zu günstigen Konditionen zu bekommen. Die Schwierigkeit dabei: Jede Bank wendet eigene Risikokriterien an, die aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich bekannt sind.

3. Vorsicht vor Lockangeboten und unseriösen Anbietern

Privatkreditanbieter werben oft mit sehr tiefen Zinsen. Davon profitieren aber nur Kunden mit ausgezeichneter Bonität. Halten Sie sich von Anbietern fern, die Vorauszahlungen verlangen, mit Sofortkrediten werben oder zu Kreditvergaben ohne eine vorgängige Bonitätsprüfung bereit sind. Gemäss Konsumkreditgesetz (KKG) sind solche Vorgehensweisen verboten. Kein seriöser Anbieter wird solche Versprechungen machen. Es handelt sich dabei in aller Regel um Betrüger mit Sitz im Ausland.

4. Nur langlebige Produkte per Kredit finanzieren

Man sollte nur langlebige Einrichtungsgegenstände mit geringem Wertverlust finanzieren. 
Als Faustregel gilt: Die Kreditlaufzeit sollte auf jeden Fall kürzer sein als die Lebensdauer des Produkts.

5. Was kostet ein Privatkredit?

Die Höhe der Monatsraten bemisst sich an der Kreditsumme, der Laufzeit und am vereinbarten Zinssatz. Die Höhe des Zinssatzes hängt von Ihrer Kreditwürdigkeit ab. Aktuell verlangt der klassische Banken-Kreditmarkt Jahreszinsen zwischen 4,4 und 9,9 Prozent.

6. Vorsicht bei Ratenzahlungen und Kauf mit Kreditkarte

Wer sich für Bezahlungen mit Kreditkarte oder Kundenkarten an das Einrichtungshaus entscheidet, sollte genau hinschauen. Denn für diese gilt nicht der für Privatkredite gültige Maximalzins von 10, sondern 12 Prozent. Bei einer Abzahlung auf Raten kommt dazu: Die Ware gehört bis zur Bezahlung der letzten Rate dem Händler. Bei einem Kredit geht sie indes direkt in den Besitz des Käufers über. In jedem Fall gilt: Konditionen und Kleingedrucktes genau prüfen.