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Coronavirus: Fragen und Antworten rund um Hypotheken

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Bild: iStock / EmirMemedovski

Nicht nur auf unseren Alltag, auch auf die Hypotheken hat das Coronavirus Auswirkungen. Wie wirkt sich die Krise auf Hypothekarzinsen aus? Oder was für Veränderungen könnten langfristig bei den Immobilienpreisen auftreten? Lohnt sich eine Immobilieninvestition während der jetzigen Situation? Comparis hat zu diesen Themen Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.

Wie wirkt sich Corona auf die Hypothekarzinsen aus?

Das lässt sich derzeit nur schwer abschätzen. Grundsätzlich vergünstigen tiefe Geld- und Kapitalmarktzinsen die Hypotheken, weil die Refinanzierung dadurch billiger wird. Das Coronavirus belastet die Wirtschaft aber stark. Die Risiken im Immobilienmarkt nehmen folglich zu. Hypothekarinstitute lassen sich höhere Kredit- und Marktrisiken normalerweise mit einem höheren Zins abgelten.

Mitarbeitende aus der Hypothekar-Branche erwarten bei mittel- bis langfristigen Hypotheken stabile bis steigende Zinsen, wie eine Ende April 2020 erstellte Umfrage des unabhängigen Hypotheken-Vermittler und Comparis-Partnerservices HypoPlus zeigt.

Soll ich mich bereits jetzt um meine Hypothek kümmern, oder lieber zuwarten, bis sich die Lage beruhigt hat?

Die Entwicklung des Hypothekenmarktes vorherzusagen ist mit vielen Unsicherheiten verbunden – erst recht in einer so ungewissen Zeit wie jetzt. Die Entscheidung, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen oder davon abzusehen beziehungsweise den Kauf auf später zu verschieben, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab, die insbesondere in Corona-Zeiten von Belang sind:

  • langfristige Stabilität des Einkommens
  • Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines signifikanten Preisrückgangs der Wunschimmobilie
  • Individuelle Risikofähigkeit und Risikofreudigkeit
  • Individuelles Mass an Flexibilität

Die Hypothekarspezialistinnen und -spezialisten des Comparis-Partnerservices HypoPlus beraten Sie gerne neutral und transparent zu Fragen rund um die Finanzierung Ihres Eigenheims.

Ändert sich an meiner bestehenden Hypothek etwas?

Grundsätzlich nicht. Hypothekarverträge räumen den Banken in der Regel ein einseitiges Kündigungsrecht ein, wenn beispielsweise:

  • Zinsen und Amortisationen ausstehend sind
  • sich die Bonität des Hypothekarschuldners wesentlich verschlechtert
  • die Immobilie einen wesentlichen Wertabschlag erfährt

Wenn sich die Corona-Krise verschärft, könnten Banken von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen. Allerdings: Im Normalfall suchen die Geldgeber gemeinsam mit den Kreditnehmern eine Lösung, um die Belehnung wieder zu normalisieren. Kreditverträge werden selten gekündigt. 

Welche Auswirkungen gibt es auf den Immobilienmarkt und die Immobilienpreise?

Es kommt auf die Dauer und Intensität der Coronavirus-Pandemie an. Derzeit ist die Pandemie in einigen Ländern unter Kontrolle. Schwappt indes eine zweite Corona-Welle über den Globus, droht eine anhaltende Rezession. Eine Zunahme von Firmenkonkursen und Arbeitslosigkeit wären die Folgen. Es ist zudem mit einem Rückgang der Zuwanderung zu rechnen. Diese und andere Faktoren belasten vor allem die Preise für Geschäfts- und  Wohnrenditeliegenschaften. 

Ergeben Investitionen in Immobilien jetzt noch Sinn?

Investitionen in Immobilien sind in den aktuell wirtschaftlich ungewissen Zeiten genau zu prüfen. Hemmt das Virus die Weltwirtschaft für längere Zeit, dürfte dies in allen Branchen und Märkten tiefe Spuren hinterlassen. Verlieren Immobilienpreise im Zuge der Corona-Krise deutlich an Wert, kann die Bank von den Eigentümern mehr Eigenmittel fordern, um die Belehnungsgrenze von üblicherweise maximal 80 Prozent wieder ins Lot zu bringen. Politik und Notenbanken kämpfen mit milliardenschweren Hilfspaketen und teils signifikanten Leitzinssenkungen gegen eine anhaltende Weltwirtschaftskrise. Es ist derzeit schwer einzuschätzen, in welchem Ausmass diese Massnahmen wirken.

Was passiert, wenn ich bereits vor der Krise ein Angebot erhalten habe? Sind die Zinssätze noch gültig?

Gewisse Institute garantieren den Zins über eine Dauer von bis zu zwei Wochen. Andere Hypothekargeber wiederum fixieren den Zins erst bei Vertragsunterzeichnung. Die Dauer der Gültigkeit der angebotenen Konditionen wird bei verbindlichen Offerten immer erwähnt.

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