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Coronavirus: Fragen und Antworten rund um Hypotheken

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Bild: iStock / EmirMemedovski

Nicht nur auf unseren Alltag, auch auf die Hypotheken hat das Coronavirus Auswirkungen. Wie wirkt sich die Krise auf Hypothekarzinsen aus? Oder was für Veränderungen könnten langfristig bei den Immobilienpreisen auftreten? Lohnt sich eine Immobilieninvestition während der jetzigen Situation? Comparis hat zu diesen Themen Fragen und Antworten für Sie zusammengestellt.

Welche Auswirkungen gibt es auf den Immobilienmarkt und die Immobilienpreise?

Es kommt auf die Dauer und Intensität der Coronavirus-Pandemie an. Sollte die Pandemie nicht in absehbarer Zeit eingedämmt werden können, droht eine einschneidende Rezession. Firmenkonkurse und Arbeitslosigkeit wären die Folgen. Es ist zudem mit einem Rückgang der Zuwanderung zu rechnen. Diese und andere Faktoren belasten die Preise sowohl für Geschäftsliegenschaften oder Mietwohnungen als auch für selbstbewohntes Wohneigentum.

Wie wirkt sich Corona auf die Hypothekarzinsen aus?

Das lässt sich derzeit nur schwer abschätzen. Grundsätzlich vergünstigen tiefe Geld- und Kapitalmarktzinsen die Hypotheken, weil die Refinanzierung dadurch billiger wird. Das Coronavirus belastet die Wirtschaft aber stark. Die Risiken im Immobilienmarkt nehmen folglich zu. Hypothekarinstitute lassen sich höhere Kredit- und Marktrisiken normalerweise mit einem höheren Zins abgelten.

Comparis-Finanzexperte Frédéric Papp hat in einer Medienmitteilung eine Einschätzung zum Einfluss des Coronavirus auf Hypothekarzinsen gemacht: «Coronavirus infiziert Hypotheken: Zinsen für 10-jährige Festhypotheken nähern sich Rekordtief».

Soll ich mich bereits jetzt um meine Hypothek kümmern, oder lieber zuwarten, bis sich die Lage beruhigt hat?

Die Entwicklung des Hypothekenmarktes vorherzusagen ist mit vielen Unsicherheiten verbunden – erst recht in einer so unsicheren Zeit wie jetzt. Die Entscheidung, ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen oder davon abzusehen beziehungsweise den Kauf auf später zu verschieben, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab, die insbesondere in Corona-Zeiten von Belang sind:

  • langfristige Stabilität des Einkommens
  • Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines signifikanten Preisrückgangs der Wunschimmobilie
  • Individuelle Risikofähigkeit und Risikofreudigkeit
  • Individuelles Mass an Flexibilität

Ändert sich an meiner bestehenden Hypothek etwas?

Grundsätzlich nicht. Hypothekarverträge räumen den Banken in der Regel ein einseitiges Kündigungsrecht ein, wenn beispielsweise:

  • Zinsen und Amortisationen ausstehend sind
  • sich die Bonität des Hypothekarschuldners wesentlich verschlechtert
  • die Immobilie einen wesentlichen Wertabschlag erfährt

Wenn sich die Coronakrise verschärft, könnten Banken von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen. Allerdings: Im Normalfall suchen die Geldgeber gemeinsam mit den Kreditnehmern eine Lösung, um die Belehnung wieder zu normalisieren. Kreditverträge werden selten gekündigt. 

Ergeben Investitionen in Immobilien jetzt noch Sinn?

Investitionen in Immobilien sind in den aktuell wirtschaftlich ungewissen Zeiten genau zu prüfen. Hemmt das Virus die Weltwirtschaft für längere Zeit, dürfte dies in allen Branchen und Märkten tiefe Spuren hinterlassen. Verlieren Immobilienpreise im Zuge der Corona-Krise deutlich an Wert, werden Hypothekarnehmer eventuell nachträglich Verbindlichkeiten begleichen müssen, also nachschusspflichtig. Das heisst: Die Bank kann von den Eigentümern mehr Eigenmittel fordern, um die Belehnungsgrenze von üblicherweise maximal 80 Prozent nicht zu überschreiten. Politik und Notenbanken kämpfen mit milliardenschweren Hilfspaketen und teils signifikanten Leitzinssenkungen gegen eine anhaltende Weltwirtschaftskrise. Es ist derzeit schwer einzuschätzen, ob und in welchem Ausmass diese Massnahmen wirken.

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