Nokia hat Sony überholt – Apple verteidigt Spitze

comparis.ch veröffentlicht Studie zum Schweizer Smartphone-Markt


Nach Jahren des Darbens hat sich Nokia einen Platz in den Toprängen des Schweizer Smartphone-Marktes zurückerobert und sich vor Konkurrent Sony platziert. Huawei kann seine Weltmarktstellung in der Schweiz nicht durchsetzen: Wie schon im Vorjahr dominieren Apple und Samsung den Markt. Und ein Drittel der Schweizerinnen und Schweizer lässt alte Handys in der Schublade verstauben. Das zeigt die neuste repräsentative Marktumfrage von comparis.ch bei den Konsumenten in der Schweiz.

Zürich, 28. November 2018 – Die neuste repräsentative Smartphone-Studie des Online-Vergleichsdienstes comparis.ch zeigt: Das Android-Betriebssystem von Google ist in der Schweiz am beliebtesten: 56 Prozent der Smartphonebesitzer nutzen ein Android-Gerät (Vorjahr 54 Prozent. 44 Prozent haben ein iPhone (Vorjahr 41 Prozent).

Nokia mit Comeback – Samsung verliert leicht gegenüber Apple

Bei den Android-Handys fällt auf: Das Urgestein Nokia feiert in der Schweiz ein Comeback. Der finnische Handybauer rangiert auf Platz 4 mit einer Nutzungsrate von 3 Prozent und hat damit Konkurrent Sony überrundet. Bei diesem hat sich die Nutzungsrate von 4 auf 2 Prozent halbiert. Huawei hat sich auf Platz 3 gehalten. Entgegen des globalen Trends hat der Weltrangzweite allerdings in der Schweiz nur einen Marktanteil von 8 Prozent.

Die Spitzenränge teilen sich weiter Apple und Samsung auf. Apple hat gegenüber dem Vorjahr 3 Prozent zugelegt (von 41 auf 44 Prozent). Derweil hat Samsung 3 Prozent Federn gelassen (von 39 auf 36 Prozent).

Bei Android-Geräten werden eher ältere Modelle genutzt

Am meisten nutzen Herr und Frau Schweizer aktuell die Geräte Apple iPhone 7 und 7 Plus (10 Prozent) sowie das Samsung Galaxy S7 und S7 Edge (9 Prozent).

Apple ist mit den vor einem Jahr vorgestellten iPhone 8 und 10 bereits in den Top-10-Rängen vertreten. Dagegen rangieren die aktuellen Android-Flaggschiffe Samsung Galaxy S9 und die neueren Note-Modelle noch nicht unter den beliebtesten Smartphones in der Schweiz.

«Bei Apple sind sich die Konsumenten schon seit je her teure Gerätepreise gewohnt. Die Android-User rechnen hingegen mit tieferen Preisen. Die neuen, teureren Samsung-Smartphones entsprechen offensichtlich nicht diesen Erwartungen», sagt Comparis-Digital-Experte Jean-Claude Frick. Das führe dazu, dass Android-Nutzer ihre Geräte aktuell länger behalten. So rangieren etwa noch die über dreijährigen Modelle Samsung Galaxy S5, S6 und die günstigeren Samsung Galaxy A Modelle unter den Top-10-Plätzen.

Fast 80 Prozent haben ihr Handy weniger als drei Jahre

Die grosse Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer hat ihr Gerät neulich gewechselt: Ein Drittel der Befragten besitzt das aktuelle Smartphone weniger als ein Jahr. 44 Prozent geben an, das Gerät ein bis zwei Jahre zu besitzen. Und nur ein Fünftel nutzt das Handy schon seit 3 Jahren und mehr.

Jeder zweite junge Erwachsene lässt das alte Handy in der Schublade verstauben

Was tun Schweizerinnen und Schweizer mit ihren alten Geräten? Die Comparis-Analyse zeigt: Ein Drittel der Befragten lässt seine alten Handys in der Schublade verstauben.

Vor allem bei den jungen Erwachsenen (18- bis 35-jährig) zeigt sich hierbei eine gegenläufige Bewegung. Zwar ist diese Generation am aktivsten beim Verkauf alter Geräte: Gut ein Drittel macht noch Geld mit dem alten Smartphone (28 Prozent bei den 36- bis 55-Jährigen und 18 Prozent bei den Älteren). Doch lässt auch knapp die Hälfte der Jungen ihr altes Handy ohne weitere Nutzung herumliegen. Bei den Personen mittleren Alters beträgt dieser Anteil 30 Prozent. Und nur ein Fünftel der über 55-Jährigen macht gar nichts mehr mit dem alten Gerät.

Bei den 36- bis 55-jährigen dominiert mit fast einem Drittel die Zweitnutzung alter Smartphones durch die Kinder. 22 Prozent der unter 35-Jährigen sowie18 Prozent der über 55-Jährigen geben ihr Phone ebenfalls an den Nachwuchs weiter.

Die 56- bis 74-Jährigen wiederum zeigen sich am ökologischsten: Bei dieser Generation ist der Anteil der Handy-Entsorger mit 22 Prozent am höchsten (20 Prozent Personen im mittleren Alter und 18 Prozent Junge).

«Die Smartphone-Produktion benötigt einen hohen Anteil seltener Rohstoffe. Deshalb sollte man unbedingt alte Handys fachgerecht entsorgen oder weiter nutzen und nicht in der Schublade verstauben lassen», sagt Frick. Handys könnten zur Entsorgung entweder beim Provider oder beim Hersteller abgegeben werden. Hersteller wie Apple oder Samsung verrechnen laut dem Digital-Experten zudem beim Kauf eines neuen Geräts einen Rückkaufanteil ans alte Gerät.

Methodik

Die repräsentative Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut innofact im Auftrag von comparis.ch im November 2018 unter 1’001 Personen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt.

Weitere Informationen:

Jean-Claude Frick

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