Jeder Vierte wurde schon mindestens einmal betrieben

Comparis-Umfrage zeigt schlechte Zahlungsmoral der Schweizer Bevölkerung


Die Zahlungsmoral der Schweizer Bevölkerung ist unrühmlich: Jeder Vierte wurde schon einmal betrieben. Jeder Siebte hat aktuell einen negativen Eintrag im Betreibungsregister. Besonders die tiefen Einkommen und die Romands sind betroffen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von comparis.ch.

Zürich, 27. Dezember 2018 – Die Schweizerinnen und Schweizer nehmen das Bezahlen von Rechnungen auf die leichte Schulter: Rund jeder Vierte wurde schon mindestens einmal betrieben. In der Romandie ist es sogar fast jeder Dritte. Bei den Personen mit einem Haushaltseinkommen unter 4'000 Franken monatlich wurde gar rund jeder Zweite schon betrieben. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Online-Vergleichsdienstes comparis.ch.

Nur jeder Zweite hat einen Dauerauftrag für regelmässige Zahlungen

Nur jeder Vierte zahlt seine Rechnungen direkt nach Erhalt. Die Hälfte der Befragten (55,7 Prozent) zahlen monatlich ihre Rechnungen. Aber nur 54,8 Prozent der Befragten haben für regelmässige Zahlungen ein Lastschriftverfahren bzw. einen Dauerauftrag eingerichtet. 2,1 Prozent zahlen Rechnungen sogar grundsätzlich erst nach Erhalt einer Mahnung.

Miete ist für Ausstände tabu

Besonders häufig bleiben Rechnungen von Telekom-Anbietern liegen. 36 Prozent der Bevölkerung haben deswegen schon Mahnungen oder Zahlungserinnerungen erhalten. Bei den unter 36-Jährigen ist es sogar fast die Hälfte. Auch Steuerrechnungen (35 Prozent) und Krankenkassenprämien (32 Prozent) werden häufig unpünktlich beglichen.

Nur die Miete hingegen ist bei den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten tabu. Gerade mal 13 Prozent der Befragten geben an, schon einmal die Miete unpünktlich bezahlt zu haben. Bei den Haushaltseinkommen unter 4'000 Franken sind es mit 24 Prozent fast doppelt so viele. «Geringverdiener haben häufig keine Möglichkeit, ihre Rechnungen pünktlich zu bezahlen. Oft müssen sie jeden Monat eine Auswahl treffen und gewisse Rechnungen liegen lassen. Das kann schnell in einen Teufelskreis führen», so Dominik Weber, Banken-Experte bei comparis.ch.

Betreibungen behindern Wohnungssuche und Kreditaufnahme

Der Teufelskreis beginnt bei nichtbezahlten Rechnungen und endet bei Betreibungen. Jeder siebte Befragte hat aktuell nach eigenen Angaben einen negativen Eintrag im Betreibungsregister. In der Romandie sind es mit 22 Prozent fast doppelt so viele wie in der Deutschschweiz und im Tessin (je 12 Prozent). Auch in der urbanen Bevölkerung haben mit 18 Prozent viele Personen einen negativen Eintrag im Betreibungsregister.

Betreibungen erscheinen grundsätzlich während fünf Jahren im Betreibungsauszug. Bei einer Wohnungsbewerbung oder auch bei einem Kreditgesuch hat ein Betreibungsregistereintrag in der Regel eine Ablehnung zur Folge. Zudem verschlechtert sich die Bonität. «Jeder Dritte ist sich hierzulande nicht bewusst, dass eine Betreibung die Zahlungswürdigkeit verschlechtert», warnt Weber. Er rät, die eigene Bonität sporadisch mittels Einholung einer Bonitätsauskunft zu prüfen und sich so vor bösen Überraschungen zu schützen.

 

Bonitätsauskunft von Comparis und CRIF AG

Neu bietet comparis.ch eine unentgeltliche Bonitätsauskunft. Der neue Service wurde in Zusammenarbeit mit der führenden Wirtschaftsauskunftei CRIF AG konzipiert. Die Bonitätsauskunft zeigt den Konsumenten die persönliche Bonität und eine Einstufung im Vergleich zur Schweizer Bevölkerung.

 

Methodik
Die repräsentative Online-Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut innofact im Auftrag von comparis.ch im Oktober 2018 unter 1’047 Personen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt.

 

 

 

 

Weitere Informationen:
Dominik Weber
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Mit über 80 Millionen Besuchen im Jahr zählt comparis.ch zu den meistgenutzten Schweizer Webseiten. Das Unternehmen vergleicht Tarife und Leistungen von Krankenkassen, Versicherungen, Banken sowie Telecom-Anbietern und bietet das grösste Schweizer Online-Angebot für Autos und Immobilien. Dank umfassender Vergleiche und Bewertungen bringt das Unternehmen Transparenz in den Markt. Dadurch stärkt comparis.ch die Entscheidungskompetenz der Konsumenten. Gegründet 1996 vom Ökonomen Richard Eisler beschäftigt das Unternehmen heute rund 150 Mitarbeiter in Zürich.

 

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