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von Andrea Auer
11.06.2021

Bild: istock / vadimguzhva
Der Markt für gebrauchte Autos ist riesig und die Unterscheidung zwischen guten und schlechten Angeboten oft schwierig. Beim Kauf einer Occasion sollten Sie deshalb ein paar Dinge beachten.
Im besten Fall ist ein Occasions-Auto eine budgetfreundliche Alternative zum Neuwagen und bereitet Ihnen lange Freude. Im schlimmsten Fall holen Sie sich mit einer schlechten Occasion ein finanzielles Fass ohne Boden in die heimische Garage. Aber keine Angst: Einen guten Gebrauchtwagen zu finden, ist nicht reine Glückssache.
Der Markt für Gebrauchtwagen ist riesig und für Laien oft unüberschaubar. Deshalb sollten Sie sich bei der Autosuche im Klaren sein, was sie wollen.
Schreiben Sie sich die Kriterien für Ihr Wunschauto auf. Dazu gehören etwa Marke, Modell, Alter, Preis oder die Motorisierung.
Stellen Sie sich folgende Fragen: Wie viel darf das Auto kosten? Wofür brauche ich das Fahrzeug? Wie gross darf das Auto sein? Wie lange wollen Sie es behalten? Welche Motorisierung soll es sein? Welche Zusatzoptionen sind Ihnen wichtig?
Suchen Sie online nach ersten Angeboten. So bekommen Sie ein Gefühl für den Markt und die Preise. Die Comparis-Bewertungvergleicht den Verkaufspreis mit dem Marktpreis und hilft Ihnen so bei der Bewertung des Angebots. Ändert sich der Preis eines Angebots im Comparis-Automarkt, erhält das entsprechende Inserat den Vermerk «Preisreduktion» oder «Preiserhöhung». Preisänderungen werden zudem in einer Übersichtsgrafik im entsprechenden Inserat festgehalten.
Haben Sie ein Fahrzeug gefunden, das Ihnen zusagt: Machen Sie unbedingt eine Probefahrt. Nehmen Sie sich genügend Zeit dafür. Mängel bemerkt man nicht gleich nach einem Kilometer. Testen Sie auch verschiedene Umgebungen (Autobahn, Stadtverkehr etc.). Eine Checkliste hilft Ihnen beim Prüfen des Fahrzeugs.
Ist Ihr eigenes Auto-Fachwissen begrenzt, sollten Sie wenn möglich einen Experten bzw. eine Expertin oder eine bekannte Person mit Fachwissen zur Probefahrt mitnehmen. Sie können das Auto technisch besser beurteilen.
Welchen Kilometerstand sollte ein Occasionsauto haben? Hier gilt wie so oft: Es kommt darauf an. Ein Fahrzeug mit vielen Autobahnkilometern auf dem Buckel kann in besserem Zustand sein als eines, das weniger Kilometer im Stadtverkehr zurückgelegt hat.
Wichtig ist, dass das Alter des Autos und der Kilometerstand zusammenpassen. Im Schnitt fährt ein Autofahrer oder eine Autofahrerin hierzulande 12’000 bis 15’000 Kilometer pro Jahr (ein Dienstwagen bringt es auch mal auf 50’000). Bei grossen Abweichungen sollten Sie nachfragen. Möglich wäre bei einem tiefen Kilometerstand auch, dass das Fahrzeug lange nicht genutzt wurde und Standschäden aufweist. Typische Standschäden sind etwa eine leere Batterie, plattgestandene Reifen, Rost an den Bremsscheiben, poröse Gummidichtungen oder eine müffelnde Klimaanlage.
Prüfen Sie im Serviceheft, ob das Auto regelmässig im Service war. Das sagt oft mehr über den Zustand des Fahrzeugs aus als der Kilometerstand.
Einen seriösen Autoverkäufer erkennen Sie an folgenden Punkten: Er bietet Ihnen von sich aus eine Probefahrt an. Das Serviceheft des Fahrzeugs ist vollständig ausgefüllt. Das Auto wurde erst kürzlich vorgeführt. Und: Falls Sie bei einem Autohändler kaufen, gibt dieser Ihnen in der Regel eine Garantie auf das Fahrzeug. Ist einer dieser Punkte nicht erfüllt, sollte Sie das stutzig machen.
Fragen Sie den Verkäufer unbedingt nach früheren Unfällen und Reparaturen. Auch Privatpersonen müssen Unfallschäden offenlegen. Im Zweifelsfall sollten Sie das Occasionsauto einem Experten zeigen. Entsprechende Angebote bietet zum Beispiel der TCS an.
Ein Kaufvertrag ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Dennoch sollten Sie auf einem schriftlichen Vertrag bestehen. Darin soll beispielsweise die Garantie festgehalten werden. Das erleichtert spätere Verhandlungen, falls das Auto Probleme macht. Hier finden Sie mehr zum Kaufvertrag und einen Mustervertrag.
Beim Autokauf sollten Sie sich nicht gleich mit dem ersten Angebot zufriedengeben. Händler und Verkäufer haben hier oft einen gewissen Spielraum und richtig verhandeln macht sich häufig bezahlt. Es lohnt sich, sich auf die Verhandlung vorzubereiten und die Preise von ähnlichen Fahrzeugen zu vergleichen. Hier hilft zum Beispiel die Comparis-Autobewertung weiter.
Brauchen Sie dringend ein Auto, aber das Geld ist knapp? Dann kann ein Leasing eine Lösung sein. Beachten Sie aber: Leasing lohnt sich nur für wenige Gebrauchtwagen. Leasinggeber verlangen nämlich oft eine Vollkaskoversicherung, was bei vielen Occasionen keinen Sinn macht. Allenfalls ist ein Privatkredit eine Alternative. Vergleichen Sie unbedingt beide Optionen.
Voll- oder Teilkasko und viele Zusatzbausteine sind für Occasionsautos nicht immer sinnvoll. Lesen Sie mehr dazu, welche Autoversicherung Sie brauchen.
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