Reisekasse für die Ferien

Stefan Rüesch,
Bankenexperte
bei comparis.ch
Dienstag, 12. Juni 2012 - Reisen, Geld
Bald wird wieder für die Ferien gepackt. Ins Reisegepäck gehören Kleider und Toilettenartikel, aber auch geeignete Zahlungsmittel sollte man nicht vergessen. Dazu zählen einerseits die beliebten Plastikkarten, andererseits ist Bargeld ebenfalls ein Muss. Gemeint sind nicht Unsummen der jeweiligen Landeswährung, denn Bargeld ist in der Regel nicht gegen Diebstahl oder Verlust versichert. Es genügt, einen kleinen Betrag an Bargeld mitzuführen, um notfalls problemlos bezahlen zu können. Besonders Taxifahrer, Gepäckträger und Toilettenfrauen wollen meistens Bares sehen.
Ebenfalls mit auf die Reise gehört die Maestro-Karte oder die Postcard. Diese Karten stellen den Nachschub an Bargeld sicher. Der Bezug an Bancomaten mit ihnen kommt viel günstiger als mit der Kreditkarte. Der Bargeldbezug kostet mit der Maestro-Karte oder der Postcard rund 5 Franken. Mit der Kreditkarte sind wesentlich höhere Gebühren keine Seltenheit. Postfinance-Kunden mit einem Guthaben von mehr als 25‘000 Franken, die sich für das „Plus“-Set entscheiden, können weltweit sogar spesenfrei Geld am Geldautomaten beziehen.
Was viele nicht wissen: Die Maestro-Karte eignet sich auch für die bargeldlose Zahlung in Geschäften, Restaurants und Hotels. Als Grundregel gilt: die Maestro-Karte erst ab Beträgen von 150 Franken an aufwärts für die bargeldlose Zahlung verwenden. Bei kleineren Summen ist die Kreditkarte – oder Bargeld – günstiger. Bei der Kreditkarte fallen um die 2 Prozent des Einkaufbetrags als Gebühr an. Die Kosten wachsen also mit der Einkaufsumme. Weiterer Vorteil der Kreditkarte: bei Diebstahl oder Verlust sorgen die Kreditkartenanbieter in der Regel innert kürzester Zeit für Ersatz. Bei der Maestro-Karte ist das schwieriger.
Archiv