Korrekt fahren – und mit Crash Recorder Geld sparen

Richard Eisler,
Geschäftsführer
comparis.ch
Dienstag, 10. Januar 2012 - Auto
Ende letzten Jahres hat der Nationalrat das Verkehrsprogramm «Via Sicura» angenommen. Das Paket umfasst zahlreiche Massnahmen, die Verkehrsunfälle möglichst verhindern sollen. Ein Punkt betrifft den Crash Recorder. Dieser soll obligatorisch sein für Autolenker, die wegen einer Tempoüberschreitung ihren Fahrausweis für mindestens zwölf Monate haben abgeben müssen. Kommt es zu einem Unfall, lässt sich die exakte Geschwindigkeit des Autos in den Aufzeichnungen ablesen.
Das Gerät – auch Unfalldatenspeicher oder Blackbox genannt – soll der Verkehrssicherheit dienen. In diesem Sinne bieten es bereits seit längerem einzelne Autoversicherungen jungen Autolenkern an. Angepriesen werden die Geräte mit der Aussicht auf günstigere Prämien. Die AXA Winterthur gewährt nicht weniger als 15 Prozent Rabatt. Das Angebot richtet sich an Lenker bis 25 Jahre. Die Allianz Suisse preist «spürbare» Vergünstigungen für Lenker bis 30 Jahre an, ohne die Rabatte genauer zu beziffern. Der Einbau des Crash Recorders ist in beiden Fällen gratis.
Die Blackbox zeichnet bloss die letzten Momente der Fahrt auf, je nachdem zwischen 15 und 30 Sekunden der Zeit vor und nach einem Aufprall. Gespeichert werden die Daten, die zur Rekonstruktion des Unfalls nötig sind. Dazu gehören das Datum und die Uhrzeit sowie sämtliche Quer- und Längsbeschleunigungen. Mit diesen Aufzeichnungen wollen die Versicherungen nach einem Unfall die Schuldfrage klären. Wer also viel zu schnell unterwegs war, muss auch mit Kürzungen der Versicherungsleistungen oder Regressforderungen rechnen.
Zu beachten ist selbstverständlich: Auch wer ohne Blackbox zu schnell unterwegs ist, muss bei einem Unfall mit Leistungskürzungen rechnen.
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