Ostern: Vergiftungsgefahr für geliebte Vierbeiner

Noch ahnt dieser Ostermops nicht, welche Gefahr in dem Ei steckt...

Eine tödliche Gefahr lauert in Osternestern, verpackt im bunten Glitzerpapier süsser Schoggi-Eier: Theobromin. Ein Stoff, der für Hunde und Katzen schon in geringsten Mengen giftig ist.

Abgeleitet von den griechischen Wörtern theos und broma, was Speise Gottes bedeutet, wirkt der Stoff schon bei Geringstmengen alles andere als segensreich.

Schoko-Tod schon bei geringen Mengen

Frisst ein sieben Kilo schwerer Mops (Foto: istock) nur eine halbe Tafel Bitterschokolade, könnte es seine letzte Mahlzeit gewesen sein. Denn mit 16 mg pro Gramm enthält sie mehr Theobromin als Milchschokolade (2,3 mg/g). Für die im Kakao enthaltene Verbindung fehlt den Vierbeinern im Vergleich zum Menschen ein Enzym, das Theobromin abbauen kann. 

Schon 6,25 Gramm dunkle Schoggi pro Kilogramm Hund oder Katze wirken lebensbedrohlich. Innerhalb von zwei bis 12 Stunden steigt der Puls sowie der Blutdruck des Tieres. Je höher die aufgenommene Dosis, umso schlimmer die Symptome. Von Herzrhythmusstörungen, Atemstillstand bis zum Tod.

Gefahr schon in der Hülle

Und nicht erst die Schoggi, sondern bereits die Verpackung schlägt den Vierbeinern buchstäblich auf den Magen. Mitgefressene Alu-Folie kann ihn verschliessen und zu einer Aluminiumvergiftung führen. 

Unser Comparis-Tipp: Osternester, wenn möglich, ausser Reichweite von Haustieren verstecken wie beispielsweise in verriegelten Schränken, in geschlossenen Schubladen oder in für ihre Haustiere nicht zugänglichen Abstellräumen. Wer keine Katze hält, für denjenigen würden sich auch Oster-Verstecke in Bäumen, auf Schränken oder in Dachrinnen eignen. 

Sollten Sie Ihr Naschkätzchen beziehungsweise zuckerliebenden Hund dennoch mit Schokoladen-Eiern erwischen, überprüfen Sie die gefressene Menge. Auch das Herbeiführen von Erbrechen wird empfohlen. Mit dem Verabreichen von Aktivkohle kann das aufgenommene Theobromin ebenfalls ausgeschieden werden. Im Zweifelsfall sollte man lieber den Tierarzt aufsuchen. Damit sich die Kosten beim Tierarzt in Grenzen halten, gibt es Tierversicherungen. Je nach Anbieter kann ein Hund bereits ab 10 Franken pro Monat oder eine Katze ab 5 Franken pro Monat versichert werden.