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Ein Viertel der Schweizer schaltet nie ab

STUDIE
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Nur 31% der Schweizer gelingt es, eine Medienpause einzulegen. Bild: iStock / oatawa

Smartphone, Tablet, Laptop… einfach mal abschalten? Viele Schweizerinnen und Schweizer würden sich im digitalen Zeitalter gerne bewusst öfter entspannen – und zwar offline. Nur den wenigsten gelingt es, mindestens einmal täglich eine bewusste Medienpause einzulegen. Ein Grossteil schaltet sogar nie bewusst ab, wie eine Umfrage von comparis.ch anlässlich des Ohne-Facebook-Tages zeigt. 

Am 28. Februar ist weltweiter Ohne-Facebook-Tag – die perfekte Gelegenheit, um einfach mal abzuschalten. Wer sich über den eigenen Medienkonsum Gedanken macht, merkt schnell: Fast immer und überall hat man ein digitales Medium zur Hand. Meistens nutzt man das Internet auch unterwegs. Heisst: Wer Ruhe will, muss bewusst abschalten. Sowohl das Gerät, als auch den Kopf. 

31 Prozent würden gern mehr abschalten

Und genau das gelingt nur den Wenigsten:Bloss 31 Prozent schaffen es, mindestens einmal täglich eine bewusste Berieselungspause einzulegen. Eine ähnliche Anzahl gibt an, sich zwar bewusst Medien-Auszeiten zu nehmen. Diese fallen aber deutlich zu kurz aus.

Ein Viertel macht nie bewusst Medienpause

25 Prozent der Schweizer Bevölkerung nehmen sich sogar nie eine bewusste Auszeit vom Medienkonsum. Das gilt sowohl für die Deutschschweiz, die Romandie und das Tessin. Zudem betrifft das Phänomen der Dauerberieselung alle Generationen.

Twitter, WhatsApp, Mails und Co als Treiber

Und wer kennt’s nicht: Konsumieren wir Medien am Smartphone, schauen wir nicht selten noch kurz bei Facebook, Twitter oder WhatsApp vorbei, checken die E-Mails oder rufen die neuesten Sportresultate ab. Nachrichten von Freunden und Kontakten via Social Media lassen uns zudem automatisch ständig aufs Smartphone schauen.

Das Handy ist auch Fernseher und Radio

Früher dienten bloss der TV im Wohnzimmer und das Radio in der Küche zur Unterhaltung. Doch heute hat man mit dem Smartphone ein Allround-Talent zur Hand, das die stationären Endgeräte ersetzt. So gibt vor allem die jüngere Altersklasse der 18- bis 35-jährigen Befragten an, am häufigsten auf dem Handy TV-Sendungen zu sehen. Auch das Radiohören via Handy ist überaus beliebt und wird gern genutzt. 

Push-Benachrichtigungen abschalten

Ein erster Schritt zur Smartphone-Entwöhnung? Push-Benachrichtigungen abschalten. Viele Apps verschicken unzählige angebliche „Breaking News“, die für eine mangelnde mediale Detox sorgen. Diese ständige Flut lenkt ab und lockt uns dazu, die entsprechende App zu öffnen. Also: Einfach mal abschalten und durchatmen.