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Inside Apple – die Highlights zum Jahreswechsel

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iPhones werden verlangsamt, um Akkus zu schonen. Bild: iStock.com/Prykhodov

Apple hat das Jahr 2017 alles andere als ruhig abgeschlossen. Der Weltkonzern hat offen gestanden, dass iPhones, bei denen der Akku nicht mehr einwandfrei funktioniert, absichtlich verlangsamt werden. Dass Medien und iPhone-Nutzer mit Kritik und Empörung darauf reagiert haben, ist keineswegs überraschend. Positive Aussichten gibt es für das neue Jahr trotzdem –  Apple-Liebhaber dürfen sich 2018 über den iMac Pro und den neuen Mac Pro freuen.  

Die Verlangsamung der iPhones wurde Ende 2017 von Apple begründet – auch wenn die Stellungnahme nach dem medialen Shitstorm etwas auf sich warten liess. Damit wird verhindert, dass die Geräte von selbst herunterfahren. Unter gewissen Umständen sind Lithium-Ionen-Batterien nicht mehr in der Lage, hohen Strombelastungen standzuhalten, was folglich zu einer plötzlichen Ausschaltung des Smartphones führen kann. Durch die Verlangsamung der Leistung wird der Akku also geschont. 

Fehlende Kommunikation

Ohne genauere Details bekanntzugeben, wurde bereits im Januar 2017 ein Update für die iPhone-Modelle 6, 6s und SE veröffentlicht. Dieses sollte die Probleme sich abschaltender iPhones beheben. Hätte Apple damals bereits klar kommuniziert, worum es bei diesem Update wirklich ging, wäre es niemals zum Shitstorm gekommen. Der Smartphone-Gigant versucht nämlich nicht – wie von einigen vermutet – durch die Verlangsamung der Prozessorleistung den Kunden zum Neukauf eines iPhones anzustiften, sondern beabsichtigt damit vielmehr, Geräte, die einen alten, abgenutzten Akku haben, am Laufen zu halten.

Es muss nicht immer ein neues Gerät sein

Um seinen Kunden entgegenzukommen, hat Apple nun den Akkutausch stark vergünstigt – und zwar von 88 Schweizer Franken auf rund 29 Franken. Der Batteriewechsel erfolgt in einem der vier Schweizer Apple Stores oder bei einem zertifizierten Apple-Händler. Anfang 2018 ist ein Update geplant, mit dem jeder iPhone-Nutzer den Zustand seines Geräts einsehen kann.

Was hier allerding von Bedeutung ist, beschreibt Jean-Claude Frick, Digital-Experte von comparis.ch, so: «Den Nutzern sollte bewusst werden, dass sich Batterien von iPhones sehr wohl und mittlerweile auch günstig austauschen lassen. Bei normaler Nutzung (d.h. ca. einmal am Tag aufladen) stellt man nach ca. 2 Jahren eine Verminderung der Akkulaufzeit fest. Es ist dann aber nicht zwingend notwendig, gleich ein neues iPhone-Modell zu kaufen. Ein Akkutausch für wenige Franken kann das «alte» Gerät wieder fit machen und steigert auch den Preis, den man bei einem allfälligen Verkauf des iPhones erzielen kann.» 

Neue Aussichten für kreative Profis

Das Jahr 2017 ging für Apple trotz des Akku-Shitstorms positiv zu Ende. Mit dem neuen iMac Pro hat der Konzern ein hochwertiges Gerät auf den Markt gebracht, das sich durch sein elegantes Design und eine ausserordentliche Rechenleistung auszeichnet. Mit einem Preis von 5'782.95 Franken gehört der All-in-One-Rechner allerdings zu den teuersten Geräten. Für Anwender, die ihren Computer täglich zur Bearbeitung von Bildern und Videos nutzen, lohnt sich das Power-Gerät aber alleweil. Aus den ersten amerikanischen Rezensionen lässt sich unter anderem folgendes ableiten: hervorragende Rechenleistung und leiser Betrieb.

Der iMac Pro dient zur Überbrückung bis Apple den neuen Mac Pro herausgibt. Der High-End-Rechner soll neu entwickelt und modular werden und sich insbesondere besser aufrüsten lassen als das aktuelle Modell aus dem Jahr 2013. Laut Jean-Claude Frick müsste der neue Mac Pro voraussichtlich noch im laufenden Jahr auf den Markt kommen – zu vermuten ist dessen Lancierung im 4. Quartal 2018.