Vorsorge

Lohnt sich eine Zuzahlung zur 3a-Police?

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| von Leo Hug |
iStock / shapecharge

Sie haben bei Ihrem Versicherer eine 3a-Police abgeschlossen. Der jährliche Policenbeitrag ist jedoch tiefer als die maximal erlaubte Einzahlung in die Säule 3a. Comparis erklärt, wie Sie den für die Säule 3a erlaubten Restbetrag anlegen können.

Traditionell zum Jahresende hin erinnern die Finanzdienstleister ihre Kundinnen und Kunden an eine Einzahlung in die Säule 3a, falls diese es nicht schon getan haben. Auch Versicherungen tun es, obwohl ihre Kundschaft sich ohnehin schon zu einer bestimmten jährlichen Prämienzahlung verpflichtet hat.

Die Prämie schöpft meist nur einen Teil des erlaubten 3a-Beitrags aus

Der Grund: Viele 3a-Versicherungssparer entscheiden sich schon in jungen Jahren für eine 3a-Versicherungslösung. Dabei verpflichten sie sich, eine bestimmte Prämie einzuzahlen. Beispielsweise die Hälfte der im Abschlussjahr zugelassenen maximalen 3a-Zahlung. Im laufenden Jahr wären das bei Erwerbstätigen mit Pensionskasse 3441.50 Franken der maximal erlaubten 6883 Franken.

Es gibt wenig gute Gründe für eine Zuzahlung

Ein paar Jahre nach dem Abschluss der 3a-Police, lässt es das höhere Einkommen vielleicht zu, deutlich mehr in die Säule 3a einzuzahlen. Versicherungsgesellschaften empfehlen ihren 3a-Kunden eine Zuzahlung zur Police zu leisten, falls sie ihre Möglichkeiten für Einzahlungen in die Säule 3a nicht ausgeschöpft haben.

Der 3a-Sparer soll also zusätzliches 3a-Erspartes bis zum Ablauf der Police bei der Versicherungsgesellschaft blockieren, ohne jedoch eine Versicherungsleistung zu bekommen. Der einzige Vorteil bei einer Zuzahlung in eine klassische Lebensversicherung ist die garantierte Erlebensfallleistung (die im Lebensversicherungsvertrag vereinbarte Versicherungssumme zzgl. der bis dahin erwirtschafteten Überschüsse).

Neue Police verbessert den Versicherungsschutz

Möchten Sie einen besseren Versicherungsschutz (Todesfall- und Erwerbsunfähigkeitsrisiko)? Dann sollten Sie statt einer Zuzahlung gleich eine neue 3a-Police abschliessen. Stellen Sie in diesem Fall durch eine Beratung sicher, dass die neue Police ihre bisherige wirklich auch sinnvoll ergänzt.

Beratung für Versicherungslösungen

Bankenlösungen sind flexibler

Geht es hingegen nur darum, Kapital für das Alter anzusparen, eignen sich eher Bankenlösungen. Die Ersparnisse auf den 3a-Konten sind dort zwar nicht garantiert. Dafür bleiben die 3a-Sparer bei den Banken flexibler: Sie können den Anbieter jederzeit problemlos wechseln. Weiter steht den Banksparern ein breites Angebot an Anlagefonds zur Verfügung. Beispielsweise Aktienfonds mit unterschiedlichem Aktienanteil oder aktiv und passiv verwaltete Fonds. Versicherungen bieten zwar auch Anlagen mit unterschiedlichen Fonds an. Doch ihre Angebotspalette ist deutlich schmaler.

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