Albtraum Traumurlaub? Machen Sie den Versicherungs-Check.

Neben den Schmerzen beim Sonnenstich drohen noch hohe Arztrechnungen – nicht mit dem richtigen Auslandsschutz.

Nur mit einer Grundversicherung im Gepäck reist die Angst mit, dass man im Urlaub bei einem medizinischen Notfall die Behandlungskosten grösstenteils selbst tragen muss. Damit der Traumurlaub nicht zum finanziellen Albtraum wird, gilt es vor dem Packen punkto Versicherung einiges zu beachten. 

Die Koffer gepackt, die Reise gebucht und die Nachbarin informiert – nun steht dem Traumurlaub (fast) nichts mehr im Weg. Damit Sie aber als Reisesouvenir keine teure Arzt- oder Krankenhausrechnung mitbringen, sollten Sie sich vor der Abreise über das Urlaubsland sowie Ihre Versicherungsdeckung informieren. Comparis.ch hat wissenswerte Informationen und Tipps beim Bereisen anderer Länder zusammengestellt. 

EU und EFTA-Staaten

Plagt Sie nach dem Sonnenbaden ein Sonnenstich? Dank Freizügigkeitsabkommen erhalten Sie bei Krankheit oder Unfall in einem EU- oder EFTA-Staat die Leistungen von der dortigen staatlichen Krankenversicherung. Aber Achtung: Die Kostenerstattung erfolgt nach ausländischem Recht. Das heisst, dass auch die dort gültigen Franchisen und Selbstbehalte zur Anwendung kommen. Wenn Sie also mit einem Sonnenstich in Frankreich einen Arzt aufsuchen, müssen Sie ein Fünftel der Behandlung selbst berappen. Abhilfe kann eine Zusatzversicherung bei einer Krankenkasse schaffen, die oft den gesamten Betrag einer Behandlung übernimmt. Ebenfalls im Gepäck sollten Sie Ihre europäische Krankenkassenkarte haben, welche sich auf der Rückseite der regulären Krankenkassenkarte befindet.

Comparis-Tipp: Informieren Sie sich vor Ihrer Reise über die Situation in Ihrem Zielland, beispielsweise bei der Gemeinsamen Einrichtung KVG. 

Und was ist im Rest der Welt?

Macht sich nach dem Besuch im Schnellimbiss eine Magenverstimmung bemerkbar? Damit beim Einsehen der Arztrechnung die Magenverstimmung nicht wiederkehrt, sollten Sie beim Bereisen von nicht EU- und EFTA-Staaten vorsorgen. Notfallbehandlungen, sei es bei Krankheit oder Unfall, erstattet dort die Grundversicherung nämlich maximal bis zum doppelten Betrag, den die gleiche Behandlung in der Schweiz kosten würde (Tarif Ihres Wohnkantons). In teuren Ländern wie USA, Australien, Kanada, Neuseeland, oder Japan, aber auch in Afrika oder Lateinamerika reicht dies aber oft bei weitem nicht aus, um die anfallenden Kosten zu decken. Hier ist eine Zusatzversicherung eine sinnvolle Ergänzung. Eine Zusatzversicherung bei der Krankenkasse mit Auslandsschutz sowie einige Reiseversicherungen übernehmen in Notfällen auch die Kosten für Rettung, Transport und Repatriierung unbegrenzt, wenn eine Rückführung medizinisch nötig ist. Hier übernimmt die Grundversicherung lediglich die Hälfte der Transport- und Rettungskosten im Ferienland.

Comparis-Tipp: Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach einem Versicherungsnachweis für Ihr Reiseziel. In den meisten Ländern wird ein solcher Nachweis für eine Behandlung vorausgesetzt. 

Tipps für jedes Reiseziel

  • Vermeiden Sie doppelte Versicherungen, indem Sie vor der Reise bei Ihrer Krankenkasse und Ihrer Versicherung, aber auch bei Ihrer Kreditkartenfirma Ihre Deckung abklären. Einige Kreditkarten enthalten ebenfalls Leistungen in einem Schadenfall, wenn ein Grossteil der Reise damit bezahlt worden ist.
  • Melden Sie sich umgehend bei Ihrem Versicherer, sollte ein Schadenereignis eintreten.  
  • Arbeiten Sie weniger als 8 Stunden in der Woche? Dann können Sie sich bei Ihrer Grundversicherung zusätzlich gegen Unfall versichern lassen; ansonsten übernimmt das Ihr Arbeitgeber.
  • Einschluss Unfall kann sich bei Zusatzversicherungen lohnen, damit man von zusätzlichen Leistungen profitiert.

 

Sonnenstiche und Magen-Darm-Erkrankungen gehören übrigens zu den häufigsten zehn Reisekrankheiten. Hier finden Sie die Top Ten: