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Hilfe: Lokaler Kabelanbieter stellt Rechnung, obwohl wir Swisscom nutzen

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Bild: iStock / pixelfit

Frank (46): «Wir sind vor zwei Jahren in ein neues Haus gezogen. Jetzt kam ein Brief des lokalen Kabelanbieters mit Rechnungen für 2016 und 2017 und der Aufforderung, das genaue Einzugsdatum mitzuteilen. Ist das zulässig? Internet und TV beziehen wir nämlich gar nicht über den Kabelanschluss, sondern bei Swisscom über das Telefonkabel.»

Lieber Frank

Da versucht der Kabelanbieter dich nachträglich zum Kunden zu machen, obwohl du seine Leistung gar nicht nutzt. Laut Fernmeldegesetz dürfen keine Abo-Gebühren erhoben werden, wenn ein Neuanschluss von Anfang an nicht benutzt wird.

Beim Verkauf der Immobilie hätte der damalige Eigentümer entweder den Vertrag kündigen oder dem Netzbetreiber den Eigentümerwechsel mitteilen müssen. Wäre Letzteres geschehen, hätte der Netzbetreiber mit dir Kontakt aufnehmen und je nachdem einen neuen Vertrag abschliessen müssen.

Wichtig zu wissen: Ohne Grundbucheintrag geht ein solcher Vertrag nicht automatisch auf den neuen Eigentümer der Liegenschaft über. Das ist nicht geschehen. Darum konntest du nach Treu und Glauben davon ausgehen, dass der Eigentümer den Vertrag gekündigt hat.

Kabelanschluss plombieren lassen

Wer seinen Kabelanschluss nicht benutzt, kann ihn vom Anbieter plombieren lassen. Dadurch wird der Anschluss stillgelegt und es entstehen auch keine weiteren Kosten mehr. Als Immobilienbesitzer kann man die Stilllegung direkt beim Kabelanbieter verlangen. Mieter müssen den Vermieter kontaktieren.

Gebühren überprüfen

Bei Mietern wird ein Kabelanschluss oft über die Nebenkosten abgerechnet, obwohl die Netzbetreiber dazu übergegangen sind mit ihren Kunden direkte Verträge zu vereinbaren (z.B. bei Kombi-Angeboten). Wer hier nicht aufpasst, zahlt die Anschlussgebühr doppelt. Es lohnt sich also, die Nebenkostenabrechnung genau zu überprüfen.

Viele Grüsse von Comparis.ch

Zuerst erschienen auf watson.ch

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