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Solidarität: So hilft man kleinen Unternehmen durch die Corona-Krise

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Bild: iStock / SeventyFour

Tausende kleiner Unternehmen, Geschäftsleute und Händler treffen die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus hart. Ob sie die Krise überleben, haben auch die Kunden in der Hand. Unser Artikel zeigt, wie und wo man durch eigenes Handeln helfen kann.

Auch wenn es grosszügige finanzielle Unterstützung von Bund und Kantonen gibt – für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist die derzeitige Situation nicht nur eine Herausforderung, sondern bedroht die wirtschaftliche Existenz. Die gute Nachricht: Es gibt immer mehr kreative Ideen der Unternehmer selbst. Beizen bieten Mittagsmenüs mit Lieferung oder zur Abholung, Blumenläden binden Bouquets auf Bestellung, Buchladen-Besitzer liefern Romane mit dem Velo aus und Bäckereien offerieren Frühstücks-Pakete im Drive-In. Es gibt auch eine ganze Reihe von Plattformen, die zum einen diese Angebote bekannt machen oder auf andere Art und Weise den KMU in der Schweiz helfen.

Nachfolgend haben wir einige interessante Angebote aufgelistet:

Unterstützung bei Internet-Sicherheit durch ISSS

Der Verein Information Security Society Switzerland (ISSS) hat seine Mitglieder dazu aufgerufen, Unterstützung für Cyber-Security, Informationssicherheit, Datenschutz zur Verfügung zu stellen – wenn möglich kostenlos. Stand 6. April umfasst die Liste bereits 50 Angebote, die bei IT-Fragen Hilfe anbieten und kontaktiert werden können. Hier finden Sie die Liste.

«Be Local Hero» bringt Unternehmer und Kunden zusammen

Die gemeinnützige Plattform «Be Local Hero» liefert Unterstützung für Unternehmer, Social Entrepreneurs und kleine Geschäfte. Alle Angebote sind für alle kostenlos nutzbar. Geschäfte, die ihre Online-Dienstleistungen sichtbar machen wollen, können sich in ein Register eintragen lassen. Personen, die diese Dienstleistungen nutzen wollen, finden auf einer Übersichtskarte oder dank guter Filterfunktionen schnell das Gewünschte. Anfang April liegt der Schwerpunkte klar in der Stadt und der Region Zürich.

Gutscheine verschaffen Restaurants finanzielle Linderung

Die Gästezeitung «Fine to Dine» hat sich auf Hilfe für Restaurants fokussiert. Die Idee dahinter: Man kauft einen Gutschein, den man einlöst, sobald die verordneten Schliessungen der Restaurants wieder aufgehoben oder gelockert werden. Durch den Kauf des Gutscheins im Online-Shop und die Reservation erhält das Stammrestaurant sofort dringend benötigtes Geld, um laufende Kosten zu decken. Alternativ kann man natürlich auch Gutscheine direkt beim Restaurant seiner Wahl erwerben – sofern dieses solche anbietet.

Gutscheine in der «poinz»-App helfen Geschäften

Eine ähnliche Idee verfolgt #togetherstrong. Die Initiative bietet Schweizer Geschäften die Möglichkeit, in der App «poinz» kostenlos Wertgutscheine einzustellen. Als Nutzer der App kann man jetzt die Gutscheine kaufen und später einlösen. Wer einen Gutschein kauft, erhält 5 Prozent Rabatt. So kostet ein Gutschein über Waren oder Dienstleistungen im Wert von 100 Franken nur 95 Franken. Die Geschäfte selbst geben 5 Prozent des Umsatzes aus den Gutscheinen als Spende an die Glückskette.

Crowdfunding für Vereine und Jung-Unternehmer

Auf lokalhelden.ch können Organisationen oder Vereine, die in Not geraten sind, für ihre Projekte um finanzielle Unterstützung werben. Durch Crowdfunding können gerade erst gestartete Jung-Unternehmerinnen unterstützt werden oder Vereine gerettet werden, die durch abgesagte Veranstaltungen Geldprobleme haben. Auf der Plattform, die von der Raiffeisen unterstützt wird, finden sich Anfang April über 100 Projekte. Allerdings haben nicht alle Unterstützung aufgrund der Corona-Krise nötig.