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Wofür Schweizer Haushalte ihr Geld ausgeben

ANALYSE
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Bild: iStock / Tinnakorn Jorruang

Wie viel Geld steht Schweizer Haushalten zur Verfügung und wofür geben sie es aus? Die neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2017 geben einen detaillierten Einblick.

Verfügbares Haushaltseinkommen

Zwei erwachsene Personen: So sieht ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt aus. Im Mittel verdient dieser Haushalt insgesamt 9’917 Franken – rund 116 Franken weniger als noch im Vorjahr. Nach den obligatorischen Abzügen, bestehend aus Krankenkassenprämien, Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen sowie Alimenten und Unterstützungsbeiträgen, bleiben dem Haushalt pro Monat noch 6’984 Franken. Vom Lohn stehen dem Haushalt schlussendlich nur 70,4 Prozent zur freien Verfügung.

Konsumausgaben

Schweizer geben im Schnitt über die Hälfte ihres Bruttoeinkommens – insgesamt 5’281 Franken – für Konsumgüter aus. Der grösste Ausgabeposten ist die Wohnungsmiete mit den Neben- und Energiekosten: Pro Monat fallen rund 1’463 Franken dafür an. An zweiter Stelle folgen die Verkehrskosten mit monatlich 742 Franken. Für Nahrungsmittel geben Herr und Frau Schweizer 636 Franken aus – fürs Fleisch lassen sie dabei mit 134 Franken pro Monat am meisten liegen. Wie viel die unterschiedlichen Haushaltstypen für Nahrungsmittel ausgeben, schwankt aber relativ stark. Das zeigt sich besonders beim Fleisch: Paare mit drei und mehr Kindern bezahlen mit 232 Franken fast viermal so viel für Fleisch wie Einpersonenhaushalte unter 65 Jahren.

Wie viel bleibt zum Sparen übrig?

Am Ende des Monats bleiben im Schnitt nur 8,2 Prozent des Einkommens auf dem Konto, also rund 813 Franken. Der Sparbetrag fällt jedoch je nach Haushaltstyp und Einkommensklasse sehr unterschiedlich aus. Bei der höchsten Einkommensklasse (> CHF 13’621) blieben über die Jahre 2015 - 2017 durchschnittlich 3’704 Franken übrig, bei der tiefsten Einkommensklasse (< CHF 4’914) fiel der Sparbetrag im gleichen Zeitraum in einen Negativbetrag von -945 Franken.

Ein kinderloses Pärchen unter 65 Jahren konnte zwischen 2015 und 2017 durchschnittlich 1’676 Franken pro Monat sparen. Mit Kindern blieb einem Pärchen etwas weniger übrig, nämlich noch 1’547 Franken. Dagegen konnten Einpersonenhaushalte nur 390 Franken auf die Seite legen, Alleinerziehende gar nur 305 Franken. Die Sparbeträge von Haushalten mit Personen im Rentenalter (ab 65 Jahren) fielen ins Negative. Eine alleinstehende Rentnerin oder ein alleinstehender Rentner landete 219 Franken im Minus, einem Renten-Pärchen fehlten 250 Franken auf dem Konto.

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