Wohnungssuche & Umzug

Tipps: Wohnungsbewerbung und richtiger Umgang mit der Verwaltung

TIPPS
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Hinterlassen Sie einen guten Eindruck beim Vermieter oder der Verwaltung – dies ist der erste Schritt zur Traumwohnung. Bild: iStock / shironosov

Eine geeignete Wohnung in der richtigen Grösse, zum angemessen Preis und in einem attraktiven Wohnviertel zu finden, ist gar nicht so einfach. Hat man endlich ein geeignetes Objekt gefunden, fängt bald der grosse Konkurrenzkampf an. Bei der Wohnungsbewerbung sollten deshalb einige Grundsätze eingehalten werden.

Damit Sie sich von Ihren Mitbewerbern abheben und auch nach dem Bewerbungsprozess der Umgang mit der Verwaltung stimmt, hat Comparis Ihnen die wichtigsten Tipps zusammengefasst:

1. Hinterlassen Sie Eindruck

Ein Interessent, der bei der Besichtigung sympathisch auf den Vermieter oder die Wohnungsverwaltung zugeht, ist der Schlüsselübergabe schon einen Schritt näher. Mit diesen einfachen Regeln können Sie überzeugend zu wirken: 

  • Achten Sie auf ein freundliches und gepflegtes Erscheinungsbild.
  • Stellen Sie sich mit Vor- und Nachnamen vor.
  • Zeigen Sie Interesse, indem Sie Fragen stellen – seien Sie dabei aber nicht zu aufdringlich, sondern lediglich aufmerksam.

2. Bringen Sie Ihre vollständige Bewerbungsmappe mit

Haben Sie beim Besichtigungstermin einen guten Eindruck hinterlassen und gehen Sie mit einem guten Gefühl aus Ihrer Wunschwohnung, kann eine vollständige und sorgfältig aufbereitete Bewerbungsmappe mit allen wichtigen Bewerbungsunterlagen den Vermieter endgültig überzeugen. 

Je nachdem, ob die Wohnung von einem privaten Vermieter oder einer Verwaltung angeboten wird, sind folgende Unterlagen nötig bzw. empfehlenswert:

  • Betreibungsauszug
  • Korrekt und wahrheitsgetreu ausgefülltes Bewerbungsformular des Vermieters oder der Verwaltung
  • Kontaktdaten des vorherigen Vermieters
  • Referenzen (des aktuellen Vermieters oder Arbeitgebers)
  • Kopie des Personalausweises
  • Kurzes, persönliches Begleitschreiben mit Foto

Ein Begleitschreiben ist nicht zwingend nötig, vermittelt aber dem zukünftigen Vermieter einen besseren, persönlichen Eindruck. Wenn es beigelegt wird, darf es deshalb mit persönlichen Informationen aufwarten. Versuchen Sie, individuell zu sein und heben Sie sich von Mitbewerben ab: Warum sollten ausgerechnet Sie die Wohnung bekommen? Hier könnten Sie zum Beispiel begründen, warum Sie zu den anderen Bewohnern des Hauses passen.

Es kann vorkommen, dass man aufgefordert wird, den Arbeitsvertrag oder Lohnausweis beizulegen. Dazu sind Sie aber nicht verpflichtet; das heisst, der Vermieter darf das eigentlich nicht von Ihnen verlangen. Im Anmeldeformular wird üblicherweise nach dem Einkommen oder der Einkommensstufe gefragt, was zulässig ist und in der Regel auch genügt.

Beachten Sie: Ein Vermieter darf nicht alle Auskünfte verlangen. Die Eidgenössische Datenschutzkommission hat deshalb Richtlinien für Anmeldeformulare für Mietwohnungen erlassen.

War die Besichtigung nicht erfolgreich?

3. Tricksen Sie nicht bei der Wohnungsbewerbung

Eine Comparis-Umfrage zeigt: Jeder siebte Befragte hat bereits eine falsche oder unvollständige Angabe zu seiner Person im Bewerbungsprozess gemacht – die Mehrheit hatte sogar Erfolg damit.

Unser Tipp: Machen Sie keine falschen Angaben und füllen Sie das Bewerbungsformular wahrheitsgetreu aus. Hinterlassen Sie stattdessen einen guten Eindruck bei der Besichtigung und machen Sie von unseren Tipps Gebrauch. Je nach Tragweite der falschen Angaben – egal ob es ums Rauchen, das Haustier oder Instrument geht – kommt die Wahrheit früher oder später ans Licht und kann unangenehme Folgen nach sich ziehen.

4. Vermeiden Sie Tabus

Es gibt Dinge, die man tunlichst vermeiden sollte, wenn man ernsthaft an einer Wohnung interessiert ist. Diesen Tabus sollten Sie aus dem Weg gehen:

  • Versäumen Sie keinen Termin, ohne abzusagen.
  • Treten Sie niemals unseriös oder unfreundlich auf.
  • Machen Sie dem Vermieter oder der Immobilien-Verwaltung keine Bestechungsgeschenke – diese werden nicht angenommen und wirken unseriös.
  • Feilschen Sie nicht aggressiv um den Mietpreis.
  • Kritisieren Sie das Mietobjekt nicht übertrieben, nur um zu versuchen, den Mietpreis zu drücken.

Der Vermieter hat sich für Sie entschieden?

Herzlichen Glückwunsch – schon bald können Sie in Ihre neuen vier Wände zügeln und Ihr eigenes, ganz persönliches Zuhause schaffen. Die Comparis-Umzugscheckliste hilft Ihnen, alle nötigen Angelegenheiten zu organisieren.

Tipps zum richtigen Umgang mit dem Vermieter oder der Verwaltung

Am schönsten wohnt es sich immer noch, wenn man ein gutes Verhältnis zum Vermieter hat. Damit Sie auch nach dem Umzug das gute Verhältnis zu Ihrem Vermieter oder Wohnungsverwaltung bewahren können, helfen Ihnen diese Tipps:

  • Überweisen Sie die Miete pünktlich und versäumen Sie keine Zahlungsfrist.
  • Halten Sie sich stets an die Hausordnung und an den Mietvertrag.
  • Halten Sie Vereinbarungen mit dem Vermieter niemals nur mündlich fest. Setzen Sie stattdessen ein Schreiben auf, dass beide Parteien unterschreiben.
  • Sprechen Sie zeitnah mit dem Vermieter oder der Verwaltung, wenn Sie etwas an Ihrem Mietverhältnis stört – dazu zählen auch schon defekte Glühbirnen im Treppenaufgang. Je schneller das Problem gelöst wird, desto weniger Zeit bleibt für Ärger.
  • Sollten Sie einmal anderer Meinung als der Vermieter sein, bleiben Sie trotzdem jederzeit freundlich und sachlich.
  • Der Konflikt mit dem Vermieter lässt sich nicht lösen? Als Mitglied können Sie sich im Zweifel an den Mieterverband wenden.

 

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