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Was bringt eine Mietkautionsversicherung?

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Wer das Geld für die Mietkaution lieber anderweitig verwendet, entscheidet sich für eine Mietkautionsversicherung. Bild: iStock / mediaphotos

Die Mietkaution: Sicherheit für den Vermieter, finanzielle Belastung für den Mieter. Tatsächlich wollen viele ihr Geld nicht für Jahre auf einem Sperrkonto gebunden wissen – oder können es schlicht nicht aufbringen.  

Dann ist die Mietkautionsversicherung eine Alternative. Auch in Fällen, bei denen die Mietkaution der neuen Wohnung fällig wird, bevor das Mietzinsdepot der alten Wohnung ausbezahlt wird. Was man über die Mietkautionsversicherung wissen muss, hat comparis.ch für Sie zusammengefasst.

So funktioniert die Mietkautionsversicherung

Abgeschlossen wird die Mietkautionsversicherung oder die Mietzinsgarantie bei Versicherungen und Banken. Der Mieter bezahlt eine Einschreibegebühr und eine jährliche Prämie. Im Gegenzug übernimmt die Versicherung die Garantie für den Betrag der Mietkaution gegenüber dem Vermieter. Dabei darf eine Mietkautionsversicherung allerdings nicht mit einer Haftpflichtversicherung verwechselt werden. Zahlungen, die die Versicherung für den Mieter im Schadenfall übernimmt, müssen zurückgezahlt werden.

Vor- und Nachteile der Mietkautionsversicherung

Der triftigste Grund, eine Mietkautionsversicherung abzuschliessen, ist fehlende Liquidität, wie eine Umfrage von comparis.ch zeigt. Am häufigsten schliesst demnach eine Mietkautionsversicherung ab, wer das Geld für die Hinterlegung einer Kaution nicht zur Verfügung hat oder das Geld gerade anderweitig braucht. Es gibt aber noch weitere Gründe dafür – und auch Einwände dagegen:

Vorteile der Mietkautionsversicherung

  • Es müssen keine Geldmittel zur Hinterlegung der Mietkaution aufgebracht werden. Daraus ergibt sich:
  • Das Geld ist frei verfügbar und kann anderweitig verwendet oder als Reserve zurückgelegt werden.
  • Wird das Kautionsdepot für die alte Wohnung verzögert ausbezahlt, kann die zusätzliche Belastung – die Kaution für die neue Wohnung – mit einer Mietkautionsversicherung abgefedert werden.

Nachteile der Mietkautionsversicherung

  • Die Prämien und Gebühren können über mehrere Jahre hinweg einige tausend Franken ausmachen.
  • Die Prämien werden nicht zurückerstattet.
  • Bei der Wohnungsübergabe festgestellte Schadenfälle werden von der Versicherung nur zur Überbrückung übernommen und müssen später zurückgezahlt werden.

Anbieter verlangen unterschiedliche Prämien

Die Prämien und Gebühren der Anbieter unterscheiden sich mitunter stark. Bei den jährlichen Prämien sind vier bis fünf Prozent der Kautionssumme die Regel; Beitrittsprämien, Verwaltungsgebühren im Schadenfall sowie die maximale Kautionssumme, die gedeckt wird, variieren je nach Anbieter. In jedem Fall sollte man mehrere Offerten einholen und die einzelnen Posten anhand der Kautionssumme durchrechnen, bevor man sich für einen Anbieter entscheidet.

Aber Achtung: Nicht alle Vermieter akzeptieren die Mietkautionsversicherung anstelle der klassischen Hinterlegung eines Mietzinsdepots. Viele akzeptieren auch nur bestimmte Anbieter – deshalb lohnt es sich, vorgängig bei der Verwaltung genau nachzufragen.

Wann ist eine Mietkautionsversicherung also sinnvoll?

Fazit: Eine Mietkautionsversicherung ist für Mieter interessant, die

  • ihr Geld nicht auf einem Sperrkonto gebunden haben möchten;
  • ihr Geld anderweitig verwenden wollen,·nicht genügend flüssige Mittel zur Verfügung haben;
  • auf die Rückzahlung der Mietkaution für die alte Wohnung warten und nicht ein weiteres Depot finanzieren können.

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