Wohnungssuche & Umzug

Günstig wohnen - aber wo in der Schweiz?

ANALYSE
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In Nesslau-Krummenau im Toggenburg kostet eine 4½-Zimmer-Wohnung bloss 1000 Franken. Das ist fast fünf Mal weniger als mitten in Genf (Postleitzahl 1204), wo 4850 Franken anfallen. Solche happigen Unterschiede gehen aus einer Berechnung von comparis.ch hervor. Dabei wurde eine typische Wohnung (4½ Zimmer, 100 Quadratmeter, Balkon, durchschnittlicher Ausbaustandard) auf eine virtuelle Reise quer durch die Schweiz geschickt. Die Berechnung basiert auf einem statistischen Modell mit den Daten von rund 250‘000 Wohnungsinseraten aus dem Jahr 2011.

Die Analyse erlaubt es erstmals, die Unterschiede der Angebotsmieten zu beziffern. Nebst dem Toggenburg ist auch der Jura eine günstige Wohndestination. Demgegenüber fallen rund um den Zürichsee hohe Mieten an. In Zürich beträgt der Durchschnitt sämtlicher Quartiere 2950 Franken, wobei das Spektrum von 2200 Franken in Schwamendingen bis 4400 in der Innenstadt reicht.

Nicht alle ländlichen Gebiete sind automatisch günstige Wohngegenden. So bestehen im Kanton Graubünden tendenziell teure Mietangebote, und zwar nicht nur in Ski- und Wandergebieten wie St. Moritz (3900 Franken) oder Flims (2450 Franken) oder Davos (2300 Franken).

Die Unterschiede zeigen deutlich: Wer es sich einrichten kann, vergleicht am besten nicht nur die Wohnungsangebote in seiner Region – sondern auch die Inserate anderer Gebiete der Schweiz. Die Stadt Zürich zeigt, dass nur schon in einem anderen Quartier weitaus günstigere Mieten zu bezahlen sind. Bei einem Wohnortswechsel spielt natürlich auch weitere Faktoren wie die Steuerbelastung eine Rolle.

Eine Karte mit sämtlichen Durchschnittsmieten findet sich hier.