Wohnungssuche & Umzug

Umzug mit Haustieren

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Umziehen kann auch für Haustiere ganz schön anstrengend sein. Bild: iStock.com/Milan_Jovic

Zügeln ist stressig. Nicht nur für uns, sondern auch für unsere Haustiere. Der Lärm beim Umzug, der Transport im Auto, die Gerüche und Geräusche in der neuen Wohnung: für Tiere ein Horror. comparis.ch zeigt, wie Sie den Stress für Ihr Haustier vor, während und nach dem Umzug reduzieren können. Damit sich Ihr Vierbeiner genauso über das neue Zuhause freut wie Sie.

Vorbereitung

Für einen reibungslosen Umzug mit Haustieren ist eine gute Vorbereitung unerlässlich. In erster Linie gilt es, das Stresslevel für Ihren Vierbeiner so gering wie möglich zu halten. Bei den Umtrieben eines Umzugs und dem damit verbundenen Lärm ist das allerdings einfacher gesagt als getan. Bei Hunden und Katzen kann es daher sinnvoll sein, die Tiere während des Umzugs in einer Tierpension oder bei Bekannten unterzubringen. Überlegen Sie sich im Vorfeld, was für Ihr Haustier das Beste ist. Insbesondere für Freigängerkatzen ist die temporäre Unterbringung an einem anderen Ort oftmals mit mehr Stress verbunden als die Hektik eines Umzugs.

Stellen Sie zudem sicher, dass Sie über geeignete Transportboxen verfügen und informieren Sie sich – für den Fall der Fälle – über Tierärzte am neuen Wohnort. Für Hundehalter bietet es sich an, den Hund bereits vor dem Umzug in die neue Wohnung mitzunehmen. So kann er sich mit den Räumen vertraut machen und ist am Zügeltag weniger gestresst. Und vergessen Sie nicht, Ihren Hund in der alten Gemeinde ab- und in der neuen Gemeinde anzumelden. Falls Sie exotische Tiere oder einen Hund mit Bewilligungspflicht halten, sollten Sie sich vor dem Umzug über die Auflagen des neuen Wohnorts informieren.

Während des Umzugs

Am Umzugstag sind nicht nur Sie, sondern auch Ihr Haustier gestresst. Achten Sie darauf, dass Ihr Vierbeiner so lange wie möglich seine vertrauten Dinge um sich hat: Packen Sie Liegeplätze, Fressnapf und Spielzeug erst dann ein, wenn Sie auch Ihr Haustier ins Auto verfrachten. Es bietet sich zwar an, die Decken der Liegeplätze beim Umzug gleich zu waschen und die Streu des Hamsterkäfigs auszuwechseln, doch für Ihr Tier bedeutet dies zusätzlichen Stress. Haustiere leben sich in der neuen Wohnung schneller ein, wenn sie sich an vertrauten Gerüchen orientieren können. 

Bei einem längeren Transport sollten Sie Ihr Haustier mit Wasser und Futter versorgen. Ein paar Leckerlis und das Lieblingsspielzeug dürfen dabei auch nicht fehlen. Für Hunde und Katzen gibt es zudem spezielle Pheromonsprays, die eine beruhigende Wirkung auf die Tiere haben. Kleintierkäfige können Sie während des Transports mit einem Handtuch abdecken. Dies wirkt ebenfalls entspannend.

Eingewöhnung am neuen Ort

Nach dem Umzug sollte möglichst rasch wieder Normalität einkehren. Grundsätzlich gilt: Ihr Haustier orientiert sich an Ihnen. Es lohnt sich daher, nach dem Zügeln ein paar Tage frei zu nehmen und Zeit mit dem Tier zu verbringen. Vermeiden Sie jedoch allzu hektische Tätigkeiten. Strahlen Sie Ruhe aus, fällt der Tapetenwechsel auch Ihrem Vierbeiner leichter. 

Platzieren Sie Fressnapf, Liegeplätze und Katzenklo gleich nach dem Umzug an geeigneten Orten und verschieben Sie diese eine Weile nicht. Es ist zudem ratsam, Möbel und dergleichen zeitnah zusammenzubauen, damit sich Ihr Tier rasch an die neue Umgebung gewöhnen kann. Für gestresste Hunde und Katzen bieten sich auch nach dem Umzug Pheromonsprays oder -zerstäuber an. 

Freigängerkatzen sollten Sie nach dem Umzug mindestens zwei bis drei Wochen in der Wohnung halten. Achten Sie jedoch darauf, dass die Tiere Zugang zu Fenstern haben, damit sie sich die neue Umgebung einprägen können. Wenn Sie Ihre Katze das erste Mal nach draussen lassen, ist es ratsam, ihr in einigem Abstand zu folgen. Einige Katzen kehren nach dem Umzug an den alten Wohnort zurück. Stellen Sie daher sicher, dass Ihre früheren Nachbarn über Ihre Kontaktdaten verfügen, um Sie über eine allfällige Rückkehr Ihrer Katze zu informieren.