Umzug

Nach dem Umzug: Diese Punkte sollten Sie beachten

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Nach dem Umzug sollte man sich um ein paar wesentliche Punkte kümmern. Bild: iStock (scyther5)

Wer umzieht, muss an vieles denken. Nicht zuletzt auch an die Formalitäten im Zusammenhang mit dem Einzug in die neue Wohnung. Comparis zeigt: Wer sich gleich zu Mietbeginn um ein paar wesentliche Dinge kümmert, erspart sich später eine Menge Ärger und Arbeit. 

Was Sie beim Einzug in die neue Wohnung und in den Tagen danach nicht vergessen sollten:

Übernahmeprotokoll und Mängelliste prüfen

Im Übernahmeprotokoll und der dazugehörigen Mängelliste werden bei Mietantritt sämtliche Schäden an der Wohnung festgehalten. Allerdings sind Sie und Ihr Vermieter gesetzlich nicht dazu verpflichtet, ein Übernahmeprotokoll auszufüllen. Als Mieter haben Sie grundsätzlich auch nichts zu befürchten, wenn Sie auf ein Übernahmeprotokoll verzichten. Denn nach heutigem Mietrecht liegt die Beweislast beim Vermieter. Das heisst: Bei einem allfälligen Schaden muss der Vermieter beweisen, dass dieser während der Mietdauer entstanden ist und somit der Mieter für die Beseitigung des Mangels aufkommen muss. 

Existiert allerdings ein Übernahmeprotokoll, wird davon ausgegangen, dass es alle vor Beginn der Mietdauer entstandenen Schäden enthält. Falls Sie ein Übernahmeprotokoll erstellen, sollten Sie also darauf achten, dass alle Mängel genau protokolliert werden. Dies ist allerdings nicht immer möglich, da manche Mängel nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Achten Sie nach dem Einzug darauf, ob Sie weitere Mängel entdecken, und melden Sie diese dem Vermieter innerhalb von zehn Tagen nach dem Einzug.

Das können Sie alles auf die Mängelliste setzen:

  • Kleine Mängel: Für die Behebung von kleineren Mängeln ist grundsätzlich der Mieter verantwortlich. Dies gilt allerdings nicht beim Einzug in eine neue Wohnung. Kleinere Mängel sind zum Beispiel:
    • undichte Duschschläuche
    • defekte Geschirrspülkörbe
    • beschädigte Backbleche
    • kaputte Seifenschalen
  • Mittlere Mängel: Ein mittlerer Mangel beeinträchtigt den Gebrauch der Wohnung. Allerdings nicht so stark, dass das Wohnen im entsprechenden Mietobjekt nicht mehr möglich ist. Dazu gehören unter anderem:
    • ein defekter Kühlschrank
    • abblätternde Farbe oder Tapeten
  • Schwere Mängel: Ein schwerer Mangel beeinträchtigt den Gebrauch der Wohnung derart, dass nicht oder kaum mehr darin gewohnt werden kann. Beispiele dafür sind:
    • grossflächiger Schimmelbefall aufgrund von mangelnder Isolation
    • ein defektes Dach, durch das Wasser in die Wohnung eindringt

Weitere Informationen zur Erstellung einer Mängelliste und zu Ihren Rechten als Mieter finden Sie auf der Webseite des Mieterinnen- und Mieterverbands der Deutschschweiz.

Anfangsmietzins prüfen

Es lohnt sich, den Anfangsmietzins in der neuen Wohnung genau zu prüfen. In einigen Kantonen (ZH, FR, GE, NE, NW, VD, ZG) ist es sogar Pflicht, den Mietzins des Vormieters offenzulegen. Dieses Formular wird jeweils dem Mietvertrag beigelegt. Ist dies an Ihrem Wohnsitz nicht der Fall, können Sie sich beim Vormieter oder beim Vermieter erkundigen. Laut Gesetz können Sie den Anfangsmietzins in der neuen Wohnung in folgenden Fällen innerhalb von 30 Tagen anfechten:

  • Wenn der Vermieter den Mietzins erheblich erhöht hat, ohne dass wertvermehrende Investitionen vorgenommen wurden. Beachten Sie allerdings, dass der Mietzins auch das Kriterium der Missbräuchlichkeit erfüllen muss. Der Mietzins ist missbräuchlich, wenn
    • der Vermieter eine zu hohe Rendite erzielt oder
    • der Mietzins über den orts- und quartierüblichen Mietzinsen liegt.
  • Wenn Sie sich aufgrund einer persönlichen oder familiären Notlage oder aufgrund von Wohnungsnot zum Vertragsabschluss gezwungen sahen.

Hausratversicherung anpassen

Haben Sie beim Umzug gleich ein paar alte Möbel ausgemustert und neue gekauft? Dann lohnt es sich, Ihre Hausratversicherung zu überprüfen und die Versicherungssumme allenfalls zu erhöhen. Hier geht’s zum Prämienvergleich der Hausrat- und Privathaftpflichtversicherungen.

Anmeldung am neuen Wohnort und Adressänderungen

Vergessen Sie nach dem Umzug nicht, sich am neuen Wohnort sowie beim entsprechenden Elektrizitätswerk und dem Strassenverkehrsamt anzumelden. Stellen Sie zudem einen reibungslosen Ablauf sicher, indem Sie Ihre neue Adresse auch Ihrem Telekomanbieter, Ihrer Krankenkasse und allen anderen Dienstleistern möglichst rasch mitteilen.

Mit der ausführlichen Umzugscheckliste von comparis.ch geht nichts vergessen.

 

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